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Nordkorea – Donald Trump: Schwester von Kim Jong Un beschwert sich über feindselige US

Welt

Die Avancen aus Washington bleiben vorerst ohne Erfolg: Die Schwester von Nordkoreas Diktator Kim Jong Un, Kim Yo Jong, hat sich abermals über die feindselige Politik aus Washington beschwert. In einer Stellungnahme, die von der Staatsagentur KCNA verbreitet wird, sagte sie, dass sich die Situation nicht geändert habe. Und zwar ungeachtet der Ankündigungen Donald Trumps, Militärmanöver mit Südkorea zurückzufahren. Darüber berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Der US-Präsident hatte die Maßnahme angekündigt und auf seine angeblich »sehr guten Beziehungen« zu Kim Jong Un verwiesen. Am Wochenende hatte Trump auf seiner Plattform Truth Social geschrieben, das gemeinsame Militärmanöver mit Südkorea deutlich kleiner ausfallen zu lassen . Es bleibe nicht genügend Zeit mehr, um es komplett abzusagen. Die Militärmanöver sendeten ein »völlig unangemessenes und feindseliges Signal« an ein Land, das – solange er Präsident gewesen sei – keine Bedrohung dargestellt und sich respektvoll verhalten habe. Die südkoreanische Regierung wurde eigenen Angaben zufolge davon überrascht. Außenminister Cho Hyun sagte, weder die Regierung noch US-Vertreter hätten gewusst, was Trump bei Truth Social verkündete. Erst am Mittwoch teilte der südkoreanische Generalstab mit, dass das Manöver auf Wunsch der USA um die Hälfte gekürzt werde. Es ende bereits am Freitag, ursprünglich hatte es bis zum 27. August laufen sollen. China lobt, Nordkorea ätzt Der chinesische Außenminister Wang Yi, der derzeit die südkoreanische Hauptstadt Seoul besucht, sprach von einem notwendigen Richtungswechsel der US-Politik. China ist demnach bereit, eine konstruktive Rolle für den Frieden auf der koreanischen Halbinsel zu spielen. Konkrete Maßnahmen nannte der chinesische Spitzendiplomat allerdings nicht. Ungeachtet dieser Entwicklungen reagierten Nordkoreas Staatsmedien mit scharfer Kritik auf die Militärübungen. Feindliche Staaten, die die Souveränität Nordkoreas verletzten, würden »jederzeit ins Visier unserer vernichtenden Vergeltungsmaßnahmen« geraten, hieß es in einem Artikel der Staatsagentur KCNA, des Sprachrohrs des Machtapparats in Pjöngjang. Trump hatte Kim während seiner ersten Amtszeit mehrfach getroffen. Nach einem ersten Gipfel in Singapur 2018 endete die zweite Begegnung der beiden Staatschefs im folgenden Jahr in Hanoi in einem Eklat: Kim reiste noch vor Ende des offiziellen Programms ab. Hintergrund war ein Konflikt bei den Verhandlungen über Nordkoreas nukleare Abrüstung. Laut einem Bericht des »Wall Street Journals« will Trump ein weiteres Treffen noch in diesem Herbst. Offiziell gebe es zwar noch keine Planungen, ein Treffen der beiden könnte aber im November stattfinden. Dann steigt das Treffen der Staats- und Regierungschefs aus aller Welt im Rahmen der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (Apec) im chinesischen Shenzhen. Kim Yo Jong sagte laut der nordkoreanischen Staatsagentur KCNA, sie wisse von keiner Kommunikation zwischen ihrem Bruder und Trump. Der Diktator habe aber »gute Erinnerungen« an Trump und beide verbinde eine nach wie vor gute Beziehung. Was hinter Trumps Politik im Indopazifik steckt, lesen Sie hier .

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