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Nordkorea: Kim Jong Un setzt Verteidigungsminister ab und baut Militärspitze um

Welt

Der bisherige Verteidigungsminister No sei entlassen und auch in der Hierarchie der Arbeiterpartei zum »Vizedirektor der Abteilung für Rüstungsindustrie« herabgesetzt worden. Neuer Verteidigungsminister wird demnach der bisherige Leiter des Generalpolitbüros der Koreanischen Volksarmee, Kim Song Gi. KCNA berichtete von weiteren Beförderungen im Zug des Umbaus der Militärführung.

Nordkorea unterliegt wegen seines Atomwaffenprogramms internationalen Sanktionen. In den vergangenen Jahren hat das kommunistisch geführte Land seine Beziehungen zu Russland ausgebaut und das von den USA unterstützte Südkorea als seinen »feindlichsten« Gegner bezeichnet. Die beiden Staaten auf der koreanischen Halbinsel befinden sich offiziell noch immer im Kriegszustand, der Koreakrieg endete 1953 nur mit einem Waffenstillstand.

Trump kritisiert den Süden – und will Treffen mit Kim

US-Präsident Donald Trump hatte zuletzt scharfe Kritik an dem historischen Verbündeten Südkorea geäußert – insbesondere wegen der südkoreanischen Weigerung, sich am US-Krieg gegen Iran zu beteiligen. Zugleich erklärte er, er habe eine »sehr gute Beziehung« zum nordkoreanischen Machthaber, mit dem er sich noch in diesem Jahr treffen wolle.

Spekuliert wird über ein mögliches Treffen am Rande des Treffens der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (Apec) im chinesischen Shenzhen im November. Südkoreas Präsident Lee hatte sich Mitte August ebenfalls für direkte Gespräche mit dem nordkoreanischen Staatschef ausgesprochen.

Zudem hatten die USA zuletzt ein Militärmanöver mit dem langjährigen US-Partner Südkorea drastisch eingekürzt. Diese brisante Entscheidung hatte er damit begründet, dass dieses ein »völlig unangemessenes und feindseliges Signal« an ein Land sende, das – solange er Präsident gewesen sei – keine Bedrohung dargestellt und sich respektvoll verhalten habe.

Ob sich das international weitgehend isolierte, aber von Russland und China politisch und wirtschaftlich unterstützte Nordkorea auf Trumps Annäherungsversuche einlässt, scheint offen.

Dreimal trafen sich die beiden in Trumps erster Amtszeit. Damals litt Nordkorea unter Sanktionen, heute wächst die Wirtschaft, pflegt der Diktator gute Beziehungen zu China und Russland. Kim ist mächtiger als je zuvor. Mehr zum Thema hier .

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