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Nordkorea: Kim Jong-un stellt Verteidigungsminister kalt

Welt

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Pjöngjang – Paukenschlag im abgeschotteten Atomstaat: Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un (42) hat Verteidigungsminister No Kwang Chol (70) gefeuert und öffentlich kaltgestellt. Bei einem Umbau der Militärführung wurde der General nicht nur entlassen, sondern auch in der Parteihierarchie deutlich degradiert.

Neuer starker Mann im Verteidigungsministerium wird Kim Song-gi (Alter unbekannt), bislang Chef des Generalpolitbüros der Koreanischen Volksarmee. Gleichzeitig wurden weitere Militärs befördert. Beobachter sehen darin vor allem eines: Der Nordkorea-Diktator festigt seinen Griff auf Armee und Rüstungsapparat.

Der Umbau kommt in einer heiklen Phase. Nordkorea steht wegen seines Atomwaffenprogramms unter harten internationalen Sanktionen. Gleichzeitig hat das Regime seine Beziehungen zu Russland in den vergangenen Jahren deutlich ausgebaut, und hat seit Ende 2024 bis zu 15.000 Soldaten in den Krieg gegen die Ukraine entsandt.

Gegenüber Südkorea fährt Pjöngjang dagegen einen aggressiven Kurs und bezeichnet den Nachbarn als seinen „feindlichsten“ Gegner. Offiziell befinden sich beide Staaten noch immer im Kriegszustand, weil der Koreakrieg 1953 lediglich mit einem Waffenstillstand endete.

Trump will Annäherung an Kim

Zusätzlich wittert Kim Morgenluft: US-Präsident Donald Trump (80) wirbt aktuell um eine Annäherung an Kim. Er sprach von einer „sehr guten Beziehung“ zum nordkoreanischen Machthaber und stellte ein Treffen noch in diesem Jahr in Aussicht. Als möglicher Termin gilt das Gipfeltreffen der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft am 18. und 19. November 2026 in der chinesischen Technologiemetropole Shenzhen.

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