Nordkorea verlegt offenbar fast eine Million Minen an Grenze zu Südkorea
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Massiver Ausbau der Grenzbefestigung Nordkorea verlegt offenbar fast eine Million Minen an Grenze zu Südkorea
Nordkoreas Machthaber Kim erklärte Südkorea zum »Hauptfeind«. Unter seiner Führung sollen zuletzt Hunderttausende Minen entlang der Grenze verlegt worden sein.
23.10.2026, 07.59 Uhr
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Nordkorea treibt den massiven Ausbau der Grenzbefestigung zu Südkorea weiter voran. Nach Schätzungen des südkoreanischen Militärs hat Pjöngjang seit 2024 entlang der Grenze rund 960.000 Landminen verlegt. Das berichtete Südkoreas amtliche Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf mehrere Abgeordnete der Nationalversammlung in Seoul.
Demnach sollen insgesamt rund zwei Millionen Landminen in der sogenannten Demilitarisierten Zone (DMZ) liegen, darunter auch Minen des südkoreanischen Militärs. Die Hälfte aller Landminen kam demnach erst innerhalb der vergangenen zwei Jahre hinzu. Die DMZ ist ein rund vier Kilometer breiter Grenzstreifen zwischen Nord- und Südkorea, der die zwei Staaten seit dem Ende des Koreakriegs (1950–1953) trennt.
Seit Frühjahr 2024 befestigt Nordkorea seine Grenze gegenüber dem Süden massiv. So ließ Machthaber Kim Jong Un sämtliche historischen Straßen- und Zugverbindungen sprengen und verlegte neben Landminen auch Barrieren und zusätzliche Stacheldrahtzäune.
Der Ausbau der Grenzanlagen hat auch die Gefahr von Zwischenfällen erhöht: Am 21. September wurden drei südkoreanische Soldaten durch die Explosion einer nordkoreanischen Landmine teils schwer verletzt. Nordkoreas Staatsführung wies die Verantwortung für den Vorfall zurück.
Hintergrund der Grenzbefestigung ist die von Kim vollzogene Abkehr vom Streben nach einer Wiedervereinigung der beiden koreanischen Staaten. Zuvor hatte es sich die Regierung in Pjöngjang seit Staatsgründung 1948 zum Ziel gesetzt, auf eine Vereinigung mit dem Süden hinzuarbeiten. Erstmals rückte Kim Ende 2023 von diesem Ziel ab, als er Südkorea damals zum »Hauptfeind« erklärte. Mittlerweile hat Nordkorea auch sämtliche Bezüge zu einer Wiedervereinigung mit Südkorea aus der Verfassung des Landes gestrichen.
Seit dem Koreakrieg ist die koreanische Halbinsel geteilt in einen kommunistischen Norden und einen demokratischen Süden. Der Krieg endete zwar mit einem Waffenstillstand, doch bis heute haben beide Staaten keinen Friedensvertrag unterzeichnet.
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asc/dpa