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Nordrhein-Westfalen: RE1 rast an Düsseldorf vorbei - Fahrgäste fürchten Terroranschlag

Nation

Panik im RegionalzugRE1 rast an Düsseldorf vorbei – Fahrgäste fürchten Terroranschlag

Kein Halt, keine Erklärung und offenbar keine ausreichende Antwort auf Notrufe. Als ein voller Regionalexpress eine Stunde lang durch NRW fährt und dabei sogar mehrere Bahnhöfe in Düsseldorf auslässt, wächst unter den Fahrgästen die Angst. Einige befürchten im RE1 (auch RRX) sogar eine Entführung oder einen Terroranschlag. Der Zugbetreiber National Express erklärt den Vorfall bei RTL.

Nordrhein-Westfalen: Eine Stunde lang wissen die Fahrgäste nicht, was los ist

Eigentlich wollen die Menschen im RE1 an diesem Samstag (26. September) nur an ihr Ziel. Einige müssen zum Düsseldorfer Flughafen, andere zum Backstreet-Boys-Konzert oder zu einer Demonstration. Doch der Regionalexpress hält weder am Flughafen noch am Düsseldorfer Hauptbahnhof. Stattdessen fährt er weiter Richtung Köln. Ohne Erklärung. Der Zug fährt und fährt einfach weiter.

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Wie die „Rheinische Post“ berichtet, erlebt Kevin Paz die Fahrt gemeinsam mit seiner Mutter. Der Duisburger beschreibt einen vollen und heißen Zug. Besonders beunruhigend ist für ihn aber die fehlende Kommunikation. Bis Köln-Mülheim habe es rund eine Stunde lang keine Information vom Zugpersonal gegeben.

Die Unsicherheit wächst. Laut Paz vermuten einige Reisende, die Triebfahrzeugführerin könnte kollabiert oder sogar gestorben sein. Andere denken an eine Entführung oder einen Terroranschlag. Jugendliche rufen demnach weinend ihre Eltern an, weitere Passagiere wählen den Notruf. Selbst die Polizei kann ihnen zunächst nicht erklären, warum der RE1 nicht mehr hält. Einige Reisende stehen laut Paz kurz davor, die Notbremse zu ziehen.

Das steckt hinter der vermeintlichen Irrfahrt des RE1: „Fahrgäste nicht angemessen informiert”

Tatsächlich befindet sich der Zug nach Angaben von National Express zu keinem Zeitpunkt außer Kontrolle. ABER: Es seien gleich mehrere Fehler passiert. Eine Sprecherin von National Express teilt auf RTL-Anfrage mit: Der RE1 (auch als RRX bekannt) musste wegen eines Kabeldiebstahls die Route ändern. „Im weiteren Fahrtverlauf wurde unser Personal wenige Minuten vor Abfahrt in Duisburg Hbf aufgrund eines Personenunfalls bei Düsseldorf Flughafen durch den Infrastrukturbetreiber DB InfraGO zu einer weiteren ad-hoc Umleitung angewiesen. Durch diese zusätzliche kurzfristige Umleitung konnten mehrere planmäßige Halte, darunter Düsseldorf Flughafen, Düsseldorf Hbf, Düsseldorf Benrath und Leverkusen Mitte nicht bedient werden.”

Doch niemand sagt den Reisenden richtig Bescheid, gibt National Express zu: „Die Fahrgäste wurden über diese Umleitung nicht angemessen durch unser Personal informiert. Wir können nachvollziehen, dass die ungeplante Umleitung ohne ausreichende Informationen bei vielen Reisenden zu Verunsicherung geführt hat. Gerade in einer solchen Situation sind verlässliche und rechtzeitige Informationen besonders wichtig. Dass diese nicht erfolgt sind, entspricht nicht unserem Anspruch. Dafür entschuldigen wir uns bei den betroffenen Reisenden.”

Das Unternehmen will den Vorgang intern aufarbeiten. „Unser Ziel ist es, vergleichbare Situationen künftig zu vermeiden”, so die Sprecherin von National Express zu RTL. Das Unternehmen betont, die bisherigen Untersuchungen hätten keine technischen Defekte an der Klimaanlage, den Fahrgastsprechstellen, den Notrufeinrichtungen oder anderen sicherheitsrelevanten Systemen ergeben.

Zug kommt in Köln-Mülheim zum Stehen

Schließlich endet die ungewöhnliche Fahrt in Köln-Mülheim. Erst dort können die Reisenden aussteigen. Kevin Paz und seine Mutter müssen ihren geplanten Düsseldorf-Ausflug verschieben. Ihm gehe es nach eigener Aussage in der Rheinischen Post nicht darum, drastische Konsequenzen für das Personal zu fordern. Sein Wunsch lautet vielmehr: „Ich möchte einfach, dass da nachgeschult wird, damit so etwas nicht wieder passiert.“

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