DAX +1,62 % 25.590,77 Pkt 18:00:00 MDAX +2,07 % 30.495,47 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +0,79 % 6.164,69 Pkt 18:00:00 Dow Jones +0,31 % 52.377,57 Pkt 21:48:23 S&P 500 +1,30 % 7.722,60 Pkt 21:48:15 Nasdaq +2,01 % 26.477,81 Pkt 22:15:59 Nikkei +1,73 % 63.268,37 Pkt 07:45:03 Gold +0,96 % 4.077,00 USD 23:45:32 Silber +0,81 % 54,55 USD 23:45:16 Brent -5,50 % 109,44 USD 23:18:58 WTI -1,84 % 99,89 USD 23:45:22 Bitcoin +0,88 % 80.713,92 USD 23:50:43 EUR/USD -0,76 % 1,11330 USD 23:55:45 EUR/GBP -0,25 % 0,83640 GBP 23:55:49 EUR/CHF -0,16 % 0,92260 CHF 23:55:49 EUR/JPY -0,06 % 175,804 JPY 23:55:49

Notlage für die ukrainische Luftwaffe: Kiew fehlen bereits Raketen, und jetzt steht mehr als die Hälfte seiner F-16 am Boden

Technologie

Mehr als die Hälfte der ukrainischen F-16 steht derzeit nicht für Einsätze bereit. Das berichtet das „Wall Street Journal“. Für die Luftabwehr ist das ein schwerer Rückschlag, weil Russland seit Wochen vermehrt schnelle Jet-Drohnen gegen Städte und Infrastruktur einsetzt.

Die Kampfjets gelten als eines der wirksamsten Mittel gegen diese neuen Fluggeräte. Laut dem Bericht könnten bei unverändertem Tempo bis zum Jahresende auch die übrigen verfügbaren Maschinen aus dem Einsatz fallen, weil die Wartung mit dem hohen Einsatztempo nicht Schritt hält.

Diese Systeme der F-16 müssen gewartet werden

Die F-16 brauchen nach rund 300 Flugstunden eine umfangreiche Inspektion. Dabei werden unter anderem diese Systeme geprüft:

Triebwerk

Elektronik

Hydraulik

Treibstoffleitungen

Für die Wartung der ukrainischen Maschinen vergab das US-Verteidigungsministerium im Januar einen Auftrag an das belgische Unternehmen Sabena Aerospace Engineering. Das Volumen liegt bei bis zu 235,5 Millionen Dollar (rund 210 Millionen Euro).

Lange Wartung bremst ukrainische F-16 aus

In den USA dauert eine solche Inspektion laut dem früheren US-Admiral Mark Montgomery meist zwei bis sechs Wochen. In Belgien könne sie aber bis zu 40 Wochen dauern. Sabena beantwortete konkrete Fragen nicht und verwies auf Sicherheitsgründe im laufenden militärischen Einsatz.

ANZEIGE

ANZEIGE

Ein westlicher Ansprechpartner sagte dem „Wall Street Journal“, mehr als die Hälfte der ukrainischen F-16 stecke derzeit in einer Art Warteschleife bei der Instandhaltung. Der frühere US-Luftwaffengeneral David Deptula nennt das eine „Versorgungspanne, die zu einer Krise der Luftverteidigung wird“.

Russland setzt immer mehr Jet-Drohnen ein

Russland hat die Angriffe mit den neuen Systemen deutlich ausgeweitet. Im September seien nach Angaben der ukrainischen Streitkräfte über russische 3000 Jet-Drohnen gestartet worden. Im Juni waren es noch etwa 350 gewesen.

Laut dem französischen Sender BFM fliegen sie in Höhen zwischen zwei und fünf Kilometern und erreichen bis zu 600 Kilometer pro Stunde. Ältere Shahed-Drohnen fängt die Ukraine zu mehr als 90 Prozent ab. Bei den neuen Jet-Drohnen liegt die Quote nur bei etwa 55 Prozent.

Ukrainische F-16-Piloten haben laut dem Bericht bislang rund 2500 Drohnen aller Typen und etwa 650 Marschflugkörper abgeschossen. Fehlen diese Jets, bleibt der Ukraine weniger Spielraum. Der frühere Regierungsberater Yurij Sak warnt: „Wenn die Ukraine nicht die Fähigkeit bekommt, jetgetriebene Drohnen und Marschflugkörper zu zerstören, werden ihre sehr begrenzten verbliebenen Flugabwehrraketen aufgebraucht.“

Kiew sucht Ersatz und bekommt weitere Jets zugesagt

Die Ukraine versucht bereits, andere Mittel einzusetzen. Präsident Wolodymyr Selenskyj sagte am 19. September, „eine neue Abfangdrohne wurde entwickelt und bereits erfolgreich eingesetzt“. Ende September kündigte er eine schnellere Produktion dieser Systeme an.

Ukrainische Piloten müssen wegen des Raketenmangels auch immer öfter Bordkanonen einsetzen. Luftwaffensprecher Jurij Ihnat sagte, sie seien gezwungen, Risiken einzugehen. Die Piloten müssten den richtigen Schusspunkt treffen, obwohl sich das Ziel mit mehr als 400 Kilometern pro Stunde bewege.

Seit Beginn des russischen Angriffs erhielt die Ukraine mindestens 43 F-16 aus Dänemark und den Niederlanden. Mindestens vier wurden im Einsatz oder bei Unfällen zerstört. Belgien will bis Ende 2026 drei weitere Maschinen übergeben. Auch Norwegen hat Lieferungen zugesagt. Als zusätzliche Option stehen MiG-29 und französische Mirage 2000 für Abfangeinsätze bereit.

← Zurück zu News

Bereit für Ihre kostenlose E-Mail?

512 MB Speicher, modernes Webmail und ein News-Portal — kostenlos starten.

Jetzt kostenlos registrieren