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Novum in der Geschichte: "Alarmstufe Rot": Tour-Organisatoren ziehen Hitze-Konsequenzen

Sport

Bei der 113. Tour de France wird zum ersten Mal eine Etappe wegen einer massiven Hitzewelle verkürzt. Für das Département Corrèze, durch das gefahren werden soll, sei die Hitze-Alarmstufe Rot ausgerufen worden, teilten die Tour-Veranstalter mit. Deswegen werde das Teilstück von den ursprünglich geplanten 185,5 Kilometern durch das Zentralmassiv auf 155,5 Kilometer verkürzt.

Das ist ein Novum in der langen Geschichte der Rundfahrt. Etappen wurden schon verkürzt, nun passiert es zum ersten Mal wegen hoher Temperaturen. Diese Entscheidung wurde aufgrund der außergewöhnlichen Wetterbedingungen notwendig, hieß es.

Am Start in Malemort werden morgen bis zu 40 Grad Celsius erwartet, im Ziel in Ussel 35 Grad. Dazu ist die Etappe auch vom Profil anspruchsvoll mit vielen Anstiegen. "Ein harter Tag", sagte der Gesamtführende Tadej Pogacar noch bevor die veränderte Strecke offiziell war. "Wir müssen den Körper weiter kühlen und versuchen, die Etappe zu überstehen." Der Start ist für 13:45 Uhr vorgesehen. Die Fahrer werden voraussichtlich gegen 17:30 Uhr ins Ziel kommen.

Tour-Planer: "Thema, das uns große Sorgen bereitet"

Seit Tagen herrschen in Frankreich extreme Temperaturen. Das hatte zu Diskussionen über mögliche Veränderungen der Strecken geführt mit Blick auf Gesundheit von Fahrern und Fans an der Straße. "Das ist ein Thema, das uns große Sorgen bereitet", sagte Thierry Gouvenou, der technische Leiter der Tour, der Zeitung "L'Équipe". Frankreichs Innenminister Laurent Nuñez hatte sich zuletzt an die Präfekten der Departements an der Strecke gewandt. In Ausnahmefällen und in Absprache mit dem Veranstalter seien auch Absagen möglich.

Schon in der zweiten Junihälfte war Frankreich von einer massiven Hitzewelle mit den höchsten landesweiten Temperaturen seit Start der Wetteraufzeichnungen 1947 getroffen worden. Rund 2.000 Menschen kamen nach vorläufigen Berechnungen durch die hohen Temperaturen ums Leben.

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