Noworossijsk: Neue Bilder zeigen, wie hart die Ukraine Putins Flotte getroffen hat
Startseite Politik Noworossijsk: Neue Bilder zeigen, wie hart die Ukraine Putins Flotte getroffen hat Von: Lukas Richter Uns auf Google folgen Neue Satellitenbilder zeigen mögliche Treffer auf mehrere russische Kriegsschiffe. Neue Satellitenbilder zeigen das mögliche Ausmaß des massiven ukrainischen Angriffs auf Noworossijsk: Mehrere russische Kriegsschiffe sollen Treffer abbekommen haben, darunter zwei Fregatten mit Kalibr-Marschflugkörpern. Auch Anlagen der russischen U-Boot-Flotte, ein wichtiges Ölterminal und Teile eines Getreidehafens wurden offenbar getroffen. Content-Partnerschaft Dieser Artikel entstand in Kooperation mit newsinfive.de.. Der Angriff erfolgte in der Nacht zum 12. August. Nun haben Open-Source-Analysten detaillierte Auswertungen der Schäden auf Satellitenbildern vorgelegt. Die OSINT-Gruppe CyberBoroshno und der Kanal Exilenova+ identifizierten darauf mögliche Treffer auf mehreren Schiffen und Hafenanlagen. Zwei Kalibr-Fregatten offenbar beschädigt Besonders schwer wiegen mögliche Treffer auf die Fregatten „Admiral Makarow“ und „Admiral Essen“. Beide gehören zum russischen Schiffstyp Projekt 11356R und können Kalibr-Marschflugkörper abfeuern, die Russland für weitreichende Angriffe auf Ziele in der Ukraine einsetzt. Die Schiffe sind für Angriffe auf See- und Landziele sowie für Luftabwehr und U-Boot-Abwehr ausgelegt. Bei der „Admiral Makarow“ seien Schäden im Bereich der Raketenstarter sowie am hinteren Aufbau mit Radarsystemen zu erkennen, erklärten CyberBoroshno und Exilenova+. Auch die „Admiral Essen“ weise offenbar Schäden im Bereich der Kalibr-Startanlage auf. Beide Fregatten verfügen demnach über jeweils acht Startzellen. Wie stark ihre Einsatzfähigkeit beeinträchtigt wurde, lässt sich aus den vorliegenden Bildern nicht bestimmen. Als wahrscheinlich getroffen nennt CyberBoroshno außerdem ein Minensuchboot des Projekts 266M und das Forschungsschiff „Viktor Tscherokow“. Hinzu kommt ein Patrouillenschiff des Projekts 22160. Welches konkrete Schiff getroffen wurde, konnten die Analysten nicht feststellen. Auch Aufklärungsschiff und U-Boot-Anlagen betroffen Beim Aufklärungsschiff „Prijasowje“ des Projekts 864 könnte das Heck getroffen worden sein. Das Ausmaß möglicher Schäden sei anhand der verfügbaren Satellitenbilder schwer einzuschätzen. Auch ein nicht identifiziertes Frachtschiff im Hafen soll betroffen sein. Mehrere Treffer registrierten die Analysten zudem an landseitiger Infrastruktur der russischen 4. U-Boot-Brigade. Die Marinebasis in Noworossijsk gehört zu den wichtigsten Stützpunkten der russischen Schwarzmeerflotte. Der Angriff beschränkte sich nach Angaben von CyberBoroshno allerdings nicht auf militärische Ziele. Am NKHP-Terminal seien zahlreiche Schäden an Getreidespeichern und Anlagen der Transportinfrastruktur sichtbar. Dazu gehörten auch Silos. Ölterminal und Tanker offenbar getroffen CyberBoroshno zufolge wickelt das NKHP rund zwölf Prozent der russischen Getreideexporte ab. Zwei weitere große Getreideterminals in Noworossijsk seien auf den ausgewerteten Satellitenbildern dagegen nicht getroffen worden. Auch das Ölexportterminal „Schescharis“ wurde demnach angegriffen. Treffer habe es an wichtigen Anlegestellen gegeben, darunter Pier Nummer 1. Dort werden große Tanker der Klassen Aframax und Suezmax abgefertigt. Während der Beladung sei wahrscheinlich auch ein Aframax-Tanker angegriffen worden. Auf den Aufnahmen seien Brandspuren und größere Mengen Löschschaum zu erkennen. Im Wasser seien zudem Ölflecken sichtbar. Selenskyj bestätigt Angriff auf Noworossijsk Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte auf Instagram den Angriff auf die Marinebasis, die mehr als 300 Kilometer von der Front entfernt liegt und als der letzte große Stützpunkt der russischen Flotte am Schwarzen Meer gilt. „Unsere Palyanytsia-Drohnen, Neptun-Raketen und unbemannten Marinesysteme haben die festgelegten Ziele präzise getroffen“, erklärte Selenskyj. Bestätigt seien Treffer auf Luftabwehrstellungen, Liegeplätze und Infrastruktur des Seehafens. Sein Beitrag enthielt ein Video, das den Angriff zeigen soll.