NSU: Beate-Zschäpe-Freundin Susann E. kommt mit Bewährung davon
Laut Anklage der Bundesanwaltschaft hatte E. der verurteilten Rechtsterroristin Beate Zschäpe mehrfach ihre Identität geliehen, als diese im sächsischen Zwickau im Untergrund lebte. Sie soll Zschäpe unter anderem ihre Krankenkassenkarte für Arztbesuche überlassen und bei der Anmietung eines Wohnmobils geholfen haben, das der NSU bei seinem letzten Raubüberfall nutzte. Das Gericht blieb mit seinem Urteil unter der Forderung der Bundesanwaltschaft, die eine Freiheitsstrafe von vier Jahren gefordert hatte. Die Verteidigung plädierte auf Freispruch, weil es keine Beweise dafür gebe, dass E. von den NSU-Taten gewusst habe. Susann E. ist die Ehefrau von André E., der bereits wegen seiner Unterstützung des Terrornetzwerks verurteilt wurde. Der »Nationalsozialistische Untergrund« (NSU) hatte zehn Morde, zwei Bombenanschläge und mehr als ein Dutzend Überfälle begangen. Neben Zschäpe waren Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos Teil der Gruppierung. Die beiden Männer töteten sich im November 2011, um ihrer Festnahme nach einem Raubüberfall in Eisenach zu entgehen. Zschäpe verbüßt ihre Haft im Frauengefängnis Chemnitz. Was Beate Zschäpe über ihre 14 Jahre im Untergrund verrät, lesen Sie hier .