DAX -0,99 % 26.078,14 Pkt 11:45:02 MDAX -1,60 % 31.839,94 Pkt 11:45:02 Euro Stoxx 50 -0,01 % 6.467,55 Pkt 11:45:00 Dow Jones -0,72 % 53.343,40 Pkt 22:40:06 S&P 500 -1,21 % 7.691,76 Pkt 22:38:24 Nasdaq -1,64 % 26.289,71 Pkt 23:15:59 Nikkei -3,16 % 65.326,42 Pkt 08:45:03 Gold +1,13 % 4.415,30 USD 11:50:01 Silber -1,10 % 63,24 USD 11:49:59 Brent +0,77 % 91,72 USD 11:49:58 WTI -0,25 % 84,73 USD 11:49:56 Bitcoin -0,48 % 64.371,57 USD 11:59:19 EUR/USD +0,23 % 1,16100 USD 11:59:56 EUR/GBP +0,14 % 0,85600 GBP 12:00:02 EUR/CHF +0,15 % 0,94030 CHF 12:00:01 EUR/JPY +0,06 % 184,641 JPY 12:00:02

Nur 1,5 Prozent der Menschen besitzen die Hälfte des weltweiten Vermögens

Wirtschaft

Die gute Nachricht: Die Welt ist im vergangenen Jahr deutlich reicher geworden. Die schlechte Nachricht: Die meisten Menschen haben davon wohl kaum etwas gespürt. Das weltweite Privatvermögen, gemessen in US-Dollar, ist 2025 laut einem neuen Bericht der UBS um elf Prozent gestiegen. Damit legte das Vermögen deutlich stärker zu als in den beiden Vorjahren. Vermögen wächst, aber vor allem bei den Reichsten Der neu geschaffene Wohlstand ist jedoch stark konzentriert. Die reichsten 1,5 Prozent der Weltbevölkerung besitzen inzwischen fast die Hälfte des globalen Vermögens. Angetrieben von starken Finanzmärkten profitierten vor allem Vermögende mit mehr als fünf Millionen US-Dollar (rund 4,3 Millionen Euro) an Anlagevermögen. Dadurch hat sich die Kluft zwischen den reichsten Menschen der Welt und dem Rest der Bevölkerung weiter vergrößert. Besonders deutlich wird das am Unterschied zwischen Durchschnittsvermögen und Medianvermögen in vielen Regionen. Die USA liegen beim durchschnittlichen Vermögen pro Erwachsenem weltweit auf Platz zwei, beim Medianvermögen jedoch nur auf Rang 28. Zwischen 2020 und 2025 stieg das durchschnittliche Vermögen pro Erwachsenem in den USA um zehn Prozent auf 696.277 US-Dollar (rund 600.000 Euro). Das Medianvermögen sank im selben Zeitraum dagegen um 20 Prozent auf 68.998 US-Dollar (rund 59.000 Euro). Laut UBS weisen die USA damit den sechsthöchsten Wert bei der Vermögensungleichheit weltweit auf. „Eine kleine Gruppe besonders wohlhabender Personen kann das durchschnittliche Vermögen eines ganzen Landes leicht nach oben treiben und dadurch den Eindruck erwecken, dass dessen Einwohner wohlhabender sind, als sie tatsächlich sind“, heißt es in dem Bericht. Der UBS-Bericht erfasst die Vermögensentwicklung bis Ende 2025. Viele dieser Trends setzen sich jedoch auch 2026 fort. Eine deutliche Entspannung bei der globalen Vermögensungleichheit zeichnet sich bislang nicht ab. Die Kluft zwischen Arm und Reich wächst weiter In den USA hat sich die K-förmige Wirtschaftsentwicklung auch in diesem Jahr fortgesetzt: Wohlhabende profitieren weiter vom boomenden Aktienmarkt, während Menschen mit niedrigeren Einkommen deutlich stärker unter der Inflation leiden – etwa durch hohe Benzinpreise. Diese wachsende Kluft hat die Kritik an Milliardären weiter befeuert. Auch künstliche Intelligenz verstärkt die Sorgen rund um Vermögensaufbau und Ungleichheit. Die Technologie verändert bereits viele Bereiche der Wirtschaft. Weitere Entwicklungen wie Kernfusion, mRNA-Technologie und Langlebigkeitsforschung könnten die Vermögenslandschaft zusätzlich verschieben. „Sie sind noch nicht ganz da, aber sie kommen – und niemand wird sie aufhalten“, sagte Joel Mokyr, Professor für Wirtschaft und Geschichte an der Northwestern University, in dem Bericht. „Sobald sie da sind, könnten ihre Auswirkungen auf Gesellschaft und Wirtschaft genauso wichtig oder sogar wichtiger sein als KI.“ Es gibt auch positive Entwicklungen Ganz düster ist das Bild allerdings nicht. Weltweit schrumpft der Anteil der Menschen in der niedrigsten Vermögensgruppe weiter – also jener mit weniger als 10.000 US-Dollar (rund 8600 Euro) an Vermögen. Im Jahr 2000 hatten noch fast 75 Prozent der Weltbevölkerung weniger als 10.000 US-Dollar. Heute liegt dieser Anteil bei 41 Prozent. Und wer zu den finanziellen Aufsteigern gehört, könnte sich bald Millionär nennen: In den USA kamen im vergangenen Jahr täglich mehr als 1200 neue Millionäre hinzu.

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