Nur 367 neuzugelassene Fahrzeuge im Juli
Eigentlich läuft es für E-Autos in Deutschland derzeit ziemlich gut. Laut Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) wurden hierzulande im Juli 2026 knapp 79.000 reine Stromer neuzugelassen. Das bedeutet ein Plus von 62 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Fast jedes 3. neue Auto ist ein Stromer Insgesamt ist damit jetzt schon fast jede dritte Neuzulassung (29,3 Prozent) ein Elektroauto. Dieselfahrzeuge und Benziner kommen den KBA-Zahlen nach zusammen auf 30,7 Prozent. Während der E-Auto-Markt im Juli weiter zugelegt hat, musste Branchenpionier Tesla einen heftigen Rückschlag hinnehmen. Gegenüber dem Vormonat Juni brachen die Tesla-Neuzulassungen um 95 Prozent auf 367 ein. Das bedeutet 0,1 Prozent Marktanteil. Selbst gegenüber dem ohnehin schon schwachen Vorjahresmonat Juli 2025 schrumpften die Anmeldungen für einen neuen Tesla um 67 Prozent. Wie es bei Golem heißt, dürfte Tesla seit der Einführung des Model Y im Herbst 2021 nicht mehr so wenige Fahrzeuge verkauft haben. Tesla: Natürliche Delle zu Quartalsbeginn Über die Ursachen kann nur spekuliert werden. Ein Grund dürfte sein, dass Tesla in Wellen ausliefert – und zwar meist zum Quartalsende, wie es bei blogspan.net heißt. Spätestens im September sollten die Verkaufszahlen also wieder anziehen. Doch da Tesla auch gegenüber dem Vorjahresmonat einen kräftigen Einbruch erlitten hat, reicht das als Erklärung nicht aus. Zur Wahrheit gehört entsprechend auch, dass Tesla in den ersten sieben Monaten des Jahres 2026 die eigenen Neuzulassungen fast verdreifachen konnte. Zwischen Januar und Juli stehen in Deutschland gut 29.000 neuzugelassene Teslas zu Buche, ein Plus von 192 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. E-Auto-Konkurrenz aus China legt zu Eigentlich standen die Zeichen für Tesla 2026 also auf Erholung. Eine mögliche weitere Ursache für die heftige Juli-Delle sind die Neuzulassungen der Konkurrenz aus China. So steht bei BYD unter dem Strich ein Zuwachs von 365 Prozent. Der chinesische Autobauer verbuchte 5.240 Neuzulassungen. Etwa die Hälfte davon dürften reine E-Autos sein, wie ein Blick auf die 2025er-Statistik zeigt. Mit einem Zuwachs von 371 Prozent auf 1.253 neuzugelassene Autos kann zudem der chinesische E-Autobauer X-Peng punkten. VW mit Einbußen, aber weiter vorn Insgesamt wurden im Juli 2026 deutschlandweit 268.000 Pkw neuzugelassen und damit um 1,2 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Mit 17,9 Prozent hält Volkswagen (VW) einmal mehr den größten Anteil an den Neuzulassungen. Allerdings musste der Wolfsburger Autokonzern einen Rückgang um 7,6 Prozent hinnehmen.