Nur der Lack kostet 13 Millionen Euro: Emir von Katar lässt 123-Meter-Megayacht generalüberholen
Katars Emir Tamim bin Hamad Al Thani hat nach Angaben von „Luxurylaunches.com“ mehr als 35 Millionen US-Dollar (rund 30,7 Millionen Euro) in die Generalüberholung seiner Superyacht „Al Lusail“ investiert. Das Schiff ist 123 Meter lang und fasst rund 500.000 Liter Treibstoff. Die Modernisierung soll rund sieben Monate gedauert haben. Die „Al Lusail“ wurde 2016 in der Lürssen-Werft gebaut und gilt laut „Luxurylaunches.com“ als Flaggschiff des Emir. Der ursprüngliche Baupreis wird dort mit rund 500 Millionen US-Dollar beziffert. Für die umfassende Erneuerung kehrte die Yacht nun nach knapp einem Jahrzehnt zurück in die Lürssen-Werft im niedersächsischen Lemwerder bei Bremen. Von Bremen Richtung Mittelmeer unterwegs Nach Abschluss der Arbeiten verließ die „Al Lusail“ die Werft laut „Luxurylaunches.com“ am 20. Juni. Sechs Tage später erreichte sie Gibraltar und ist damit wieder regulär im Einsatz. Der Werftaufenthalt war die erste öffentlich dokumentierte Großrenovierung des Schiffes. Die Megayacht gehört mit einer Bruttoraumzahl (BRZ) von knapp 8500 zu den größten Yachten weltweit. BRZ beschreibt vereinfacht gesagt das gesamte Innenvolumen eines Schiffes und dient als Maß für dessen Größe. Damit bewegt sich „Al Lusail“ in einer Liga mit den größten privaten Luxus-Schiffen der Welt. Was bei einer Luxus-Generalüberholung gemacht wird Im Zentrum des Werftaufenthalts standen laut „Luxurylaunches.com“ Wartung und umfassende Technik-Checks. Kontrolliert wurden unter anderem der Rumpf und die Unterwasserbereiche. Überholt wurden Schiffsschraube, Ruder, Generatoren, Klimaanlage und die Bordsteuerung. ANZEIGE ANZEIGE Hinzu kamen ein neuer Anstrich, Arbeiten an den Holzdecks sowie eine sorgfältige Pflege der großen Glasflächen. Allein der frische Lack kann bei einer Yacht dieser Größe mehr als 15 Millionen US-Dollar (rund 13,2 Millionen Euro) kosten. Deutschlands Rolle im Geschäft mit Mega-Yachten Im Ranking der längsten Yachten der Welt führt weiterhin die ebenfalls von Lürssen gebaute „Azzam“. Sie misst rund 181 Meter und gehört Scheich Muhammad bin Zayid Al Nahyan, dem Machthaber der Vereinigten Arabischen Emirate. Die „Wirtschaftswoche“ hat die zehn längsten Yachten inklusive Baujahr und Flagge aufgeführt. 181 Meter: „Azzam” (2013, VAE) 164 Meter: „Fulk al Salamah” (2016, Oman) 163,5 Meter: „Eclipse” (2010, Russland) 162 Meter: „Dubai” (2006, VAE) 160 Meter: „Blue” (2022, VAE) 156 Meter: „Dilbar” (2016, Russland) 155 Meter: „Al Said” (2008, Oman) 147 Meter: „A+” (2012, VAE) 147 Meter: „Prince Abdulaziz” (1984, Saudi-Arabien) 146 Meter: „El Mahrousa” (1865, Ägypten) Sieben dieser zehn Yachten stammen aus deutschen Werften, fünf davon aus der Lürssen-Werft in Bremen-Nord. Deutschland spielt damit eine zentrale Rolle im internationalen Markt für die größten und teuersten privaten Schiffe.