Nur ein Kaffee schmeckt „sehr gut“
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Verbraucher
Kaffee von Lidl, Aldi, Tchibo und Co. getestet – nur einer schmeckt „sehr gut“
Von: Eliran Kendi
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Filterkaffee von Lidl, Aldi, Tchibo und Co.: Nur ein Produkt erhält bei Stiftung Warentest im Geschmack die Note „sehr gut“. Doch zwei andere Bewertungen drücken seine Gesamtnote.
Stiftung Warentest hat 15 gemahlene Filterkaffees geprüft, darunter fünf Bio-Produkte.
Testbericht: Nur ein Produkt erhielt im sensorischen Urteil die Bewertung „sehr gut“.
Hinweis: Der angegebene Preis wurde am 1. Oktober 2026 ermittelt.
Ob zum Frühstück oder in der Arbeitspause: Kaffee soll nicht nur wach machen, sondern auch schmecken. Genau diesen Genuss feiert der Tag des Kaffees am 1. Oktober. Den Aktionstag rief der Deutsche Kaffeeverband vor zwanzig Jahren ins Leben.
Doch welcher Filterkaffee überzeugt geschmacklich? Stiftung Warentest hat 15 gemahlene Kaffees untersucht. Geprüft wurden bekannte Marken wie Melitta, Jacobs und Dallmayr sowie Handelsmarken von Aldi, Lidl, Rewe und Edeka. Nur ein Produkt erreicht beim Geschmack „sehr gut“ – in zwei anderen Kategorien fällt sein Ergebnis schwächer aus.
Filterkaffee-Testsieger: Eduscho holt im Geschmack die Note 1,5
Der Eduscho Filterkaffee Klassisch von Tchibo erhielt als einziger das sensorische Urteil „sehr gut (1,5)“. Insgesamt gewann er mit „gut (2,0)“. Die 500-Gramm-Packung kostete zum dokumentierten Preisstand 8,99 Euro.
Bei der Verkostung punktete der Kaffee mit intensivem Duft und einem ausgewogenen, vollmundigen Geschmack. Für die Note zählte aber mehr als der Geschmack allein: Die Prüfer bewerteten auch Aussehen, Geruch und das Gefühl im Mund.
Tchibo: Eduscho Filterkaffee Klassisch (500 g) – Gesamtnote: „gut (2,0)“ – Preis: 8,99 Euro – Sensorisches Urteil: „sehr gut“ (1,5)
Für regelmäßige Eduscho-Käufer hat Tchibo derzeit ein Angebot: Zwölf 500-Gramm-Packungen Eduscho Filterkaffee Klassisch kosten 68,29 Euro statt 102,48 Euro. Das entspricht einer Ersparnis von 34,19 Euro oder rund 33,4 Prozent.
Tchibo: Bohnenmischung und Röstprofil kaum verändert
Der Test erschien im Heft 11/2024. Schmeckt der Kaffee noch genauso? Auf Anfrage der Stimme-Mediengruppe erklärte Tchibo-Sprecherin Karina Schneider: „Der Charakter des Produkts und seine wesentlichen Eigenschaften sind unverändert geblieben.“ Die Mischung der Bohnen und das Röstverfahren seien seit dem Test nicht grundlegend verändert worden.
Kleinere Anpassungen gebe es trotzdem, etwa wenn die Bohnen je nach Ernte unterschiedlich ausfallen oder neue Technik eingesetzt wird. Laut Schneider sollen Kunden davon beim Geschmack keinen Unterschied merken.
Das ist die Aussage des Herstellers. Ob der Kaffee auch heute beim Geschmack die Note „sehr gut (1,5)“ verdient, müsste eine neue unabhängige Verkostung zeigen. Dafür müssten geschulte Prüfer den aktuell verkauften Kaffee unter vergleichbaren Bedingungen erneut bewerten.
Zwei Teilnoten drücken die Gesamtnote des Tchibo-Kaffees
Bei Schadstoffen und den Angaben auf der Verpackung erhielt Eduscho jeweils die Note „befriedigend“. Diese Bewertungen zählen ebenfalls für die Gesamtnote. Trotz des sehr guten Geschmacks reichte es insgesamt deshalb nur für „gut (2,0)“.
Auf Anfrage nahm Schneider auch zu diesen Bewertungen Stellung. Laut der Tchibo-Sprecherin lagen die Schadstoffwerte im unkritischen Bereich. Bei den Verpackungsangaben setzt Eduscho bewusst auf eine übersichtliche Darstellung der wichtigsten Informationen zu Geschmack, Stärke und Zubereitung.
Stiftung Warentest: Andere Filterkaffees verpassen Note „sehr gut“ beim Geschmack
Neben Eduscho prüfte Stiftung Warentest unter anderem Kaffees von Melitta, Jacobs und Dallmayr sowie Handelsmarken von Aldi, Lidl, Rewe und Edeka. Mehrere weitere Produkte schnitten beim Geschmack „gut“ ab. Keiner der übrigen 14 Kaffees erreichte jedoch die Note „sehr gut“.
Welche weiteren Produkte überzeugen und wie alle 15 Filterkaffees abschneiden, zeigt der vollständige Testbericht der Stiftung Warentest (Heft 11/2024, kostenpflichtig).
So hat Stiftung Warentest die Filterkaffees geprüft
Die Untersuchung umfasste 15 gemahlene Filterkaffees, darunter fünf Bio-Produkte. Neben der Verkostung untersuchten die Tester Schadstoffe und Verbraucherinformationen. Darauf achteten die Prüfer:
Sensorisches Urteil (55 Prozent): Fünf geschulte Prüfer verkosteten die Kaffees anonym unter identischen Bedingungen.
Schadstoffe (20 Prozent): Laboruntersuchungen erfassten gesundheitlich bedenkliche Stoffe.
Deklaration (15 Prozent): Bewertet wurden Vollständigkeit, Korrektheit und Lesbarkeit der Verpackungsangaben.
Verpackung (10 Prozent): Geprüft wurden Handhabung, Entnahme und Entsorgungshinweise.
So entstand die Gesamtnote: Die vier Kategorien flossen mit den genannten Anteilen ein. Das sensorische Urteil hatte mit 55 Prozent das größte Gewicht.