Nur ein radikaler Sparkurs kann die deutschen Werke retten
Wirtschaft
Sindelfingen, Hamburg, Stuttgart-Untertürkheim. Im ganzen Land schwärmen die Vorstände von Mercedes derzeit zu Mitarbeitertreffen in die Werke aus. Das Ziel der Besuche: die Beschäftigten wachzurütteln. Den Anfang machte im September Rechtsvorstand Olaf Schick im Komponentenwerk Hamburg. „Wir sind in Deutschland bei vergleichbarer Produktivität zu teuer“, lautet die Überschrift einer Folie, die er zeigte. Darunter listete er auf, um wie viel Prozent günstiger eine Arbeitsstunde in der Produktion an ausländischen Standorten von Mercedes im Vergleich zu Deutschland ist: Tuscaloosa, USA, 17,9 Prozent weniger. Jawor, Polen, 76,5 und Cugir, Rumänien, 81,7.