Nur jeder Zehnte zufrieden: Merz so unbeliebt wie kein Kanzler vor ihm
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Berlin – Die schlechten Umfragewerte des Kanzlers nehmen historische Ausmaße an: Im neuen ARD-„Deutschlandtrend“ zeigen sich nur noch zehn Prozent der Bürger mit der Arbeit von Friedrich Merz (70, CDU) zufrieden – einen niedrigeren Wert hat „Infratest dimap“ noch nie für einen Bundeskanzler gemessen. Im Vergleich zum Vormonat stürzt Merz damit um weitere drei Prozentpunkte ab. Deutschlands Politiker haben einen schweren Stand! Das wird beim Blick auf die persönlichen Zufriedenheitswerte deutlich wie selten zuvor. Im aktuellen Kabinett schafft es nur noch Verteidigungsminister Boris Pistorius (66, SPD), wenigstens die Hälfte der Befragten von sich zu überzeugen. Er kommt auf genau 50 Prozent Zustimmung. Außenminister Johann Wadephul (63, CDU) schafft immerhin 34 Prozent, Innenminister Alexander Dobrindt (56, CSU) noch 27 Prozent. Die SPD -Chefs Lars Klingbeil (48) und Bärbel Bas (58) landen bei miserablen 20 und 17 Prozent Zustimmung – und sind damit trotzdem deutlich beliebter als Merz!
Eine Grüne ist noch unbeliebter als Merz
Doch auch die Opposition profitiert kaum. So ist weniger als jeder Vierte (22 Prozent) mit AfD-Co-Chef Tino Chrupalla (51) zufrieden. Auch Linken-Frontfrau Heidi Reichinnek (38) kommt nicht gut an. Gerade einmal 16 Prozent der Befragten können ihrer Arbeit im Bundestag etwas abgewinnen. Und die Grünen-Fraktionsvorsitzende Britta Haßelmann (64) ist sogar noch unbeliebter als der Kanzler – neun Prozent Zustimmung!
BSW nur bei „Sonstigen“
Was heißt das mit Blick auf die nächste Bundestagswahl? In der Sonntagsfrage bleibt die AfD vorne und kommt wie im Vormonat auf 27 Prozent. Dahinter folgt die Union, die erneut einen Prozentpunkt verliert und bei 20 Prozent landet – schlechtester Wert seit September 2021! Die Grünen setzen ihren Aufwärtstrend fort und landen mit 16 Prozent nur noch vier Prozentpunkte hinter der Union . Dagegen kann die Linke nicht von ihrem jüngsten Wahlerfolg in Berlin profitieren. Sie verliert einen Prozentpunkt und würde aktuell elf Prozent der Wählerstimmen erhalten.
Weiterhin nicht im Bundestag vertreten wäre die FDP. Sie käme auf vier Prozent und würde damit an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern. Das „Bündnis für Soziale Gerechtigkeit und Wirtschaftliche Gerechtigkeit“ wäre ebenfalls weiter draußen und landet bei den „Sonstigen“. Unter diesem neuen Namen tritt seit Donnerstag das ehemalige „Bündnis Sahra Wagenknecht“ (BSW) an.