Nur Schulden in der EU - in den USA auch eine Steigerung der Produktivität
Die USA sind hochverschuldet. Aber es wird auch investiert. In der Folge wächst die Wirtschaft und die Produktivität steigt. Thomas Kolbe: „Die US-Wirtschaft wächst stetig. Auch die Produktivität macht Fortschritte. Mit massiven Investitionen in künstliche Intelligenz und die Energieinfrastruktur bereiten die Amerikaner den Boden für die nächste Prosperitätswelle.“ Eine Steigerung wäre in der EU dringend nötig. Schon um die Renten finanzieren zu können. Alexander Horn: „Um die demographische Alterung seit 1900 auszugleichen, also das damals erreichte Wohlstandsniveau für alle Erwerbstätigen und Älteren zu halten, hätte ein durchschnittlicher Anstieg der Arbeitsproduktivität von 0,3 Prozent pro Jahr ausgereicht. Da das Produktivitätswachstum im Durchschnitt der vergangenen etwa 200 Jahre weit höher, bei etwa 2 Prozent lag und in diesem Zeitraum sogar überschritten wurde, ergaben sich erhebliche Wohlstandszuwächse und infolge des allgemeinen Wohlstandsanstiegs eröffneten sich enorme staatliche Spielräume zu dessen Umverteilung.“ Die EU und Deutschland gehen aber den anderen und verhängnisvollen Weg des Gelddruckens. Damit die Zinsen für die Staatsanleihen nicht weiter steigen, greift die EZB neben Methoden, die sich aus ihrer Sicht bereits bewährt haben, auch zu neuen. „Zu besagter Repo-Strategie gesellt sich ein ganzes Bündel an Notfallmaßnahmen, mit denen die EZB versucht, potenzielle Staatsschulden- und Anleihenkrisen im Euroraum zu bekämpfen. Da wäre zum einen das Transmission Protection Instrument, TPI, mit dem die EZB bei hoher Volatilität am Anleihemarkt gezielt Anleihen einzelner Mitgliedstaaten kaufen kann. Hinzu kommt das bereits von der Euro-Krise her bekannte OMT-Programm, das im äußersten Notfall ebenfalls den unbegrenzten Ankauf von Staatsanleihen ermöglicht. Interventionen der EZB sind selbstverständlich an strengste politische Auflagen gebunden. Sie erinnern sich: Maastricht-Kriterien, Austerität und all die wunderschönen politischen Phrasen, die sich in dem Moment in Luft auflösen, in dem die Haushaltspolitik an eine Wand gestoßen ist.“ In der Folge, wenig überraschend, steigt die Inflation. Robin Brooks, Senior Fellow der Brookings Institution, vorher Chief Economist und Chief FX Strategist bei Goldman Sachs, schreibt: „Die Renditen längerfristiger Staatsanleihen steigen überall. Wenn Sie sich fragen, warum das passiert, schauen Sie sich einfach den einen Ausreißer in all dem an: die Schweiz. Die öffentliche Verschuldung der Schweiz liegt bei etwas mehr als 30 %. Überall sonst sind Fiskalpolitik & Schulden außer Kontrolle.“ Robotik in China wächst Chinas Industrie für humanoide Roboter wächst 2026 rasant. Nach Angaben der chinesischen Staatlichen Marktregulierungsbehörde wurden im ersten Halbjahr 2026 116.000 neue Unternehmen im Bereich humanoider Roboter gegründet, 9,5 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Insgesamt entstanden landesweit 561.000 neue Unternehmen in den „acht aufstrebenden und neun Zukunftsindustrien“, wobei humanoide Roboter zu den zentralen Bereichen der Zukunftsindustrien zählen. Gleichzeitig schreitet die heimische Produktion wichtiger Komponenten wie Sensoren, Untersetzungsgetriebe und Planetenrollengewindetriebe kontinuierlich voran. Dadurch haben sich die Fähigkeiten bei der Bewegungssteuerung deutlich verbessert. Besonders stark wächst die Produktion. Nach Angaben des Ministeriums für Industrie und Informationstechnologie wurden 2025 rund 20.000 humanoide Roboter in China hergestellt. Allein im ersten Halbjahr 2026 waren es bereits mehr als 40.000 Stück. Für das Gesamtjahr wird eine Produktion von mehr als 100.000 Einheiten erwartet. Kanzler Merz konnte sich bei seinem Besuch Anfang 2026 in China schon mal ein Bild davon machen. Stalins Mordbefehl gegen die Polen Vor 89 Jahren begann eine der mörderischsten Verfolgungsaktionen des sowjetischen NKWD. Am 11. August 1937 unterzeichnete NKWD-Chef Nikolai Jeschow den Befehl Nr. 00485. Er markierte den Beginn der sogenannten „Polnischen Operation“ des NKWD. Im Kern bedeutete er: So viele Polen in der Sowjetunion wie möglich sollten getötet werden. Innerhalb nur eines Jahres wurden über 100.000 Polen durch Schüsse in den Hinterkopf ermordet. Zehntausende weitere wurden in die Gulags verschleppt. Für eine Verhaftung genügten oberflächliche Kriterien. NKWD-Beamte durchsuchten Telefonbücher und ähnliche Listen nach polnisch klingenden Nachnamen, etwa solchen mit den Endungen „-ski“ oder „-wicz“. Allein in Leningrad überprüfte der NKWD die örtlichen Telefonbücher und verhaftete mehr als 7.000 Bürger mit polnisch klingenden Namen. Der überwiegende Teil dieser „Verdächtigen“ wurde innerhalb von zehn Tagen nach der Festnahme erschossen. Fast alle Hingerichteten waren Männer. Doch damit endete die Verfolgung ihrer Familien nicht. Ihre Ehefrauen wurden in der Regel auf Grundlage des verwandten NKWD-Befehls Nr. 00486 vom 15. August 1937 zwangsweise deportiert, häufig nach Kasachstan. Dort erwarteten sie Haftstrafen von etwa fünf bis zehn Jahren. Auch die Kinder wurden nicht verschont. Sie kamen häufig in Waisenhäuser oder spezielle Einrichtungen. Dort sollten sie als Russen ohne polnische Identität aufgezogen werden – ohne Wissen über ihre Herkunft und ihre Sprache. Das Vermögen der Familien wurde konfisziert. Insgesamt sollen während dieser russischen völkermörderischen Kampagne in den Jahren 1937 und 1938 etwa 150.000 Polen erschossen worden, in den Gulags umgekommen oder verhungert sein. Ceuta Die marokkanische Analystin des Hudson Institute, Zineb Riboua, bezeichnet die Aussagen des marokkanischen Justizministers als „klare Eskalation“. Sie zitiert ihn auf X: „Derzeit verhindern wir die Ausreise der Migranten, nicht nur der Marokkaner, sondern auch anderer, aber wenn sie in Spanien ankommen, werden sie aufgenommen und ihre Situation wird legalisiert. Einige subsaharanische Migranten, die von den marokkanischen Behörden festgehalten werden, hinterfragen die Kontrollmaßnahmen, weil sie glauben, dass Spanien sie am Ende aufnehmen wird. Sie sagen uns: ‚Warum haltet ihr uns auf, wenn Spanien uns aufnehmen wird? Wenn Spanien ankündigt, dass es bereit ist, alle Migranten aufzunehmen, warum zwingen wir die Menschen dann, über die Zäune zu klettern und sich ins Meer zu stürzen? Lasst uns dann die Grenzen öffnen und ihnen sagen: „Wenn ihr sie aufnehmt, warum halten wir sie dann auf?“ Was uns erschöpft und uns Probleme bereitet, ist, dass sie die Migranten aufnehmen, wenn wir die Einreise verhindern. Warum nehmen wir sie also nicht auch auf und werden zu Engeln, wie sie es sein wollen? Wir besprechen derzeit im Justizministerium die Möglichkeit, die Anwendung des Auslieferungsabkommens zwischen Marokko und Spanien auszusetzen. Wenn Spanien die Übergabeprozeduren nicht respektieren will (in Bezug auf marokkanische Minderjährige), können wir diese Abkommen aussetzen.“