DAX +1,15 % 25.704,02 Pkt 18:00:00 MDAX +0,45 % 30.425,40 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +0,05 % 6.167,81 Pkt 18:00:00 Dow Jones +0,22 % 52.475,10 Pkt 22:18:52 S&P 500 +0,88 % 7.743,98 Pkt 22:18:42 Nasdaq +1,45 % 26.549,85 Pkt 22:15:59 Nikkei +0,27 % 64.124,34 Pkt 03:27:55 Gold -0,51 % 4.053,90 USD 03:32:54 Silber -1,76 % 53,34 USD 03:32:55 Brent -2,91 % 110,57 USD 03:32:34 WTI +1,86 % 101,76 USD 03:32:54 Bitcoin -2,00 % 79.633,86 USD 03:42:51 EUR/USD +0,22 % 1,11540 USD 03:42:46 EUR/GBP +0,07 % 0,83670 GBP 03:42:56 EUR/CHF +0,08 % 0,92300 CHF 03:42:56 EUR/JPY +0,03 % 175,852 JPY 03:42:56

Nvidia-Aktie: CEO macht die Cybersicherheit zum nächsten großen KI-Feld

Technologie

Auf der Bühne in San Francisco bekräftigte der Nvidia-Chef am Donnerstag seine Wachstumsprognose. Die eigentliche Nachricht steckte in seiner Antwort auf die Frage, wo die künstliche Intelligenz als Nächstes Geld verdient.

Jensen Huang hat auf der Goldman Sachs Communacopia + Technology Conference bekräftigt, was Ende August die Wall Street überrascht hatte: 70 Prozent mehr Umsatz, bei unbegrenztem Angebot wären es über 100 Prozent. Nach dem nächsten großen Anwendungsfeld der künstlichen Intelligenz gefragt, nannte er die Cybersicherheit.

Das Argument: Wer Programmcode schreiben kann, kann auch Sicherheitslücken finden – und das können jetzt beide Seiten. Angriffe laufen zunehmend automatisch ab, also muss die Verteidigung automatisch laufen. Ein Mensch, der Warnmeldungen durchsieht, ist dafür zu langsam.

Nvidia: Was davon schon läuft

Produkte gibt es bereits. Auf der CrowdStrike-Hausmesse Fal.Con stellte Huang Anfang September SafeMind vor, ein Abwehrsystem, dessen Verteidigungsmodelle auf Nvidias offenen Nemotron-Modellen aufsetzen. Der zweite Baustein sitzt in der Hardware: Der Netzwerkchip Vera BlueField-4 STX meldet, was KI-Agenten im Rechenzentrum tun – Daten, die es vorher nicht gab. Ähnliche Anbindungen gibt es mit Cisco, Palantir und Palo Alto Networks, das ebenfalls auf die BlueField-Chips aufsetzt.

Nvidia: Was das Geschäft trägt

Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2027 kam Nvidia auf 96,2 Milliarden Dollar Umsatz, 106 Prozent mehr als im Vorjahr, bei 75 Prozent Bruttomarge. Fürs laufende Quartal nennt das Management 108 Milliarden Dollar. Die 70 Prozent gelten fürs Geschäftsjahr 2028 – Analysten hatten dort 44 Prozent erwartet. Nvidia liefert inzwischen nicht mehr nur den Chip, sondern die ganze Anlage und verdient an einem gleich großen Rechenzentrum weit mehr als früher.

Nvidia: Was gegen die Rechnung spricht

Bei der Cybersicherheit fehlt die entscheidende Größe: der Umsatz. Nvidia liefert Chips und offene Modelle, das Geld mit der Sicherheitssoftware verdienen zunächst CrowdStrike, Palo Alto Networks, Cisco und Palantir. Auch die Bruttomarge steht unter Druck: Sie soll von 75 Prozent auf 71 bis 72 Prozent im vierten Quartal fallen, vor allem wegen der Speicherpreise, und erst im Geschäftsjahr 2028 zwischen 72 und 73 Prozent liegen.

Der zweite Einwand wurde Huang direkt vorgehalten: Nvidia finanziert Kunden mit, die davon Nvidia-Technik kaufen. Seine Antwort: „We put in one and 100 comes back." Den eigentlichen Engpass sieht er nicht bei den Chips, sondern bei Grundstücken, Stromanschluss und Gebäuden.

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