Nvidia-Aktie: Trumps „AI Force“ und der KI-Zar
Donald Trump hat am Samstag auf Truth Social klargestellt, dass er die KI-Branche nicht ausbremsen will. Die USA lägen bei der Technologie vor China und dem Rest der Welt, und genau so solle es bleiben. Zugleich kündigt der US-Präsident eine „AI Force“ nach dem Vorbild der Space Force an, dazu einen KI-Zaren als Regierungsbeauftragten. Nach seiner eigenen Schätzung könnte KI eines Tages ein Viertel der US-Wirtschaftsleistung ausmachen.
Nvidia: Drei Zahlen zum Rückenwind
Für Nvidia ist diese Ansage Rückenwind, denn der Konzern liefert die Rechenleistung, auf der das Rennen ausgetragen wird. In den vergangenen zwölf Monaten setzte das Unternehmen rund 303 Milliarden Dollar um. Wie viel Schwung dahintersteckt, zeigt das jüngste Quartal bis Ende Juli: 96,2 Milliarden Dollar Umsatz, 106 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Für das laufende Quartal peilt Nvidia 108 Milliarden Dollar an. Der Börsenwert liegt bei 5,37 Billionen Dollar. Teuer wirkt die Aktie dennoch nicht: Dem KGV von 28 auf Basis der vergangenen zwölf Monate steht ein erwartetes KGV von 14 gegenüber.
Warum das zählt: Regulierung war neben den Exportkontrollen das letzte große politische Risiko dieser Geschichte. Fällt sie als Bremse aus, bleibt das Tempo beim Ausbau der Rechenzentren hoch. Offen ist allerdings, was die „AI Force“ tatsächlich tun soll – die Branche war nach Berichten aus Washington vorab nicht umfassend informiert, und eine neue Behörde kann auch Auflagen bringen. Wie belastbar ist der Rückenwind also?
Nvidia: Die Marken im Chart
Die Aktie schloss am Freitag bei 222 Dollar. Bis zum 52-Wochen-Hoch bei 237 Dollar fehlen gut sechs Prozent. Nach unten stützen die 50-Tage-Linie bei 214 Dollar und die 200-Tage-Linie bei 198 Dollar. Ein Rutsch unter 198 Dollar würde den Aufwärtstrend infrage stellen.
Der nächste feste Termin sind die Quartalszahlen, erwartet für den 25. November. Das AKTIONÄR-Depot setzt auf einen weiteren Kursanstieg.
DER AKTIONÄR wird im Laufe des Tages über sämtliche wichtigen Entwicklungen und Neuigkeiten an den nationalen und internationalen Märkten berichten.