OB Dominik Krause zieht Konsequenzen
Startseite
Lokales
München
Oktoberfest
Watschn-Eklat auf der Wiesn – so reagiert OB Krause jetzt: „Vollkommen inakzeptabel“
Von: Thomas Gautier
Uns auf Google folgen
Nach dem Ohrfeigen-Skandal auf dem Oktoberfest greift Münchens Oberbürgermeister durch – andere Parteien gehen auf die Linke los.
München – Anti-israelische Symbole, Beschimpfungen und sogar eine saftige Watschn – der Wiesn-Skandal im Schottenhamel-Zelt zieht jetzt weitere Kreise!
Israel-Hass und Watschn-Knall auf dem Oktoberfest: Das sagt OB Krause
Münchens Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) hat nach dem Vorfall der Linke-Fraktion ihren Tisch entzogen. Laut Sprecher hatte Krause das dem Linken-Fraktionschef Stefan Jagel nach der Stadtratsvollversammlung am 30. September persönlich mitgeteilt. Die Fraktionen im Stadtrat bekommen solche Tische während der Wiesn zugeteilt, dürfen sie auch an andere Partei-Mitglieder vergeben. Für die Linke ist die Wiesn dort nun zu Ende.
Krause teilte mit: „Die Wiesn ist kein Ort für politische Agitation. Vollkommen inakzeptabel ist der körperliche Angriff auf unseren Stadtratskollegen Jörg Hoffmann, dem meine volle Solidarität gilt. Gewalt darf nie ein Mittel der politischen Auseinandersetzung sein. Ich finde es ein gutes Zeichen, dass der Fraktionsvorsitzende der Linken sich bei Herrn Hoffmann entschuldigt hat.“
Am 25. September hatten sich Mitglieder der Linke-Jugendorganisation „Linksjugend“ und deren Freunde n der Ratsboxe ordentlich aufgeführt. Sie sagen anti-israelische Lieder, zeigten anti-israelische Symbole – und gingen schließlich auf FDP-Stadtrat Jörg Hoffmann los, als der intervenierte. Eine Linke gab dem Mitglied der regierenden Mango-Koalition im Rathaus sogar eine ordentliche Ohrfeige.
Israel-Hass in der Ratsboxe! Die CSU will den Fall nicht ruhen lassen. Sie brachte am Donnerstag (1. Oktober) offiziell eine Anfrage an den Oberbürgermeister. „Der Vorfall wirft Fragen zum Umgang mit extremistischen, antisemitischen oder israelfeindlichen Äußerungen auf dem Oktoberfest auf.“, so die Partei. „Das Oktoberfest soll ein friedliches und verbindendes Volksfest für alle Münchnerinnen und Münchner sowie Gäste aus aller Welt sein. Eine Instrumentalisierung der Wiesn für politische Agitation – gleich welcher politischen Richtung – widerspricht diesem Charakter. Dies gilt umso mehr für den Bereich der Ratsboxe.“
CSU und SPD kritisieren Linke scharf: „Politisch keine Zusammenarbeit möglich“
Die CSU-Stadträte Manuel Pretzl, Laurenz Kiefer und Andreas Babor schreiben zudem: „Die Partei ,Die Linke‘ steht derzeit bundesweit für ihre Verbindungen zu antisemitischen Strömungen in der Kritik. Welche Erkenntnisse über antisemitische Umtriebe im Umfeld der Münchner Verbände der ,Linken‘ liegen der Landeshauptstadt München vor? Inwieweit ist die Fachstelle für Demokratie hier tätig?“