Obama greift Trump im Wahlkampf scharf an
Die Wahl am 3. November sei eine "Notbremse", um "zumindest einen Teil des Wahnsinns" der Trump-Präsidentschaft einzudämmen, sagte Obama bei einer Kundgebung für den Senatskandidaten Abdul El-Sayed in Michigan. "Wir haben noch nie einen Präsidenten gesehen, der sich so unverhohlen auf Ihre Kosten bereichert hat", sagte Obama. Die Republikanische Partei scheine nun "für eine korrupte Regierung, eine unfähige Führung oder gar keine Regierung zu stehen".
Er attackierte Trump auch wegen dessen aggressiven Handelsstreits mit Kanada und der Androhung hoher Zölle. Für den US-Bundesstaat Michigan ist die Zusammenarbeit mit dem Nachbarland etwa im Automobilbereich wichtig. Obama sagte über Kanada und dessen Bevölkerung: "Das sind die nettesten Menschen."
Obama kritisierte auch die Iran-Politik der Regierung. Diese Politik habe dem Iran mehr wirtschaftlichen Einfluss verschafft. "Der Iran hat jetzt die Kontrolle über die Straße von Hormus", sagte Obama. Zudem verspottete er die Renovierungsarbeiten im Weißen Haus. "Trump hat das Weiße Haus so aussehen lassen, als hätte Saddam Hussein eine Cheesecake Factory eröffnet", sagte Obama.
Am 3. November finden in den USA die Parlamentswahlen statt. Alle Sitze im Repräsentantenhaus und ein Teil der Sitze im Senat werden neu vergeben. Trumps Republikaner ringen darum, ihre knappen Mehrheiten in beiden Kammern zu verteidigen. Die oppositionellen Demokraten hoffen auf einen Sieg, um Trumps politische Vorhaben in seiner verbleibenden Amtszeit im Kongress zu erschweren.
Obama, der von 2009 bis 2017 Präsident war, gilt bei den Demokraten als äußerst beliebt. Einer Umfrage von Reuters/Ipsos vom August zufolge glauben 69 Prozent der Amerikaner, dass Trumps politische Entscheidungen von seinen privaten Geschäftsinteressen beeinflusst werden.
Diese Nachricht wurde am 25.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.