Oberstein verlieren Job
Wie das Unternehmen mitteilte, wird das BioNTech-Werk in Idar-Oberstein 2028 geschlossen. Die Suche nach einem Investor sei ohne Erfolg verlaufen. Das Unternehmen hatte bereits am Freitag einen kleinen Kreis darüber in Kenntnis gesetzt.
BioNTech informiert Mitarbeiter heute
Am frühen Nachmittag sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Idar-Oberstein über das Ende des Standorts informiert worden. Den Plänen nach soll der Betrieb Ende des übernächsten Jahres auslaufen.
Die Stadt Idar-Oberstein hatte bis zuletzt gehofft, dass sich ein Investor findet, der das BioNTech-Werk übernimmt. Oberbürgermeister Frank Frühauf (CDU) sagte dem SWR, dass BioNTech mit sehr vielen anderen Unternehmen verhandelt habe: "Es gab aber kein Interesse, in Idar-Oberstein etwas zu machen. Das ist ein sehr trauriger und schwarzer Tag für die Stadt."
BioNTech kündigte Abgang im Frühjahr an
Im Mai dieses Jahres platzte die Bombe. BioNTech kündigte an, 1.800 Stellen zu streichen. Neben Idar-Oberstein sollen auch das Werk in Marburg sowie das der Firma CureVac in Tübingen nicht weiter betrieben werden. BioNTech kündigte damals an, Käufer für die Werke zu suchen.
Nach Angaben des Unternehmens wurden mit dem Konzernbetriebsrat sozialverträgliche Lösungen und ergänzende Abfindungskonditionen für die Mitarbeiter vereinbart. "Trotz intensiver Bemühungen aller Beteiligten und eines breit angelegten Verkaufsprozesses ist es leider nicht gelungen, einen Kauf zu realisieren", teilte BioNTech zum Aus in Idar-Oberstein mit.
Die 440 Mitarbeitenden müssen sich nach neuen Jobs umschauen. Viele von ihnen sind in Idar-Oberstein sesshaft geworden. BioNTech eröffnete 2009 den Standort im Hunsrück.
Hohe Steuereinnahmen für Stadt und Kreis
Der Erfolg des Unternehmens, vor allem mit seinem Corona-Impfstoff, spülte zeitweise Millionen von Euro an Gewerbesteuer in die Kassen Idar-Obersteins. Auch der Kreis Birkenfeld profitierte davon.
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Als Begründung für den Rückzug aus Idar-Oberstein und anderen Standorten nannte BioNTech vor allem den geringeren Produktionsbedarf bei den COVID-Impfstoffen. Die würden künftig komplett an den Standorten des Kooperationspartners Pfizer produziert.