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Oberstleutnant Calvo nach dem Abschuss einer Drohne in Rumänien mit einer F-18: „Man muss die Folgen am Boden abwägen“

Technologie

Eine spanische F-18 hat am 16. August bei einem Nato-Einsatz in Rumänien eine mutmaßlich russische Drohne abgeschossen. Der spanische Verband sichert dort den Luftraum an der Ostflanke der Nato, wo Drohnen aus dem Ukraine-Krieg immer wieder in die Nähe rumänischen Territoriums gelangen oder den Luftraum des Landes verletzen.

Der Kommandeur des spanischen Kontingents in Rumänien, Oberstleutnant Alberto Borja Calvo López, sieht in dem Einsatz einen Beitrag zur kollektiven Verteidigung der Nato. Er sagte dem spanischen Nachrichtenportal „Voz Populi“: „Heute tragen wir zum Schutz des Luftraums eines Verbündeten bei – morgen werden andere Verbündete auch uns schützen.“

Drohne im rumänischen Luftraum – F-18 steigt auf

Nach Angaben des rumänischen Verteidigungsministeriums wurde die Drohne per Radar erfasst, nachdem sie aus dem Nachbarland Moldau in den rumänischen Luftraum eingedrungen war. Demnach flog sie 24 Kilometer nördlich der südostrumänischen Stadt Galați ein.

Die spanische F-18 habe Radarkontakt aufgenommen und anschließend die Freigabe zum Einsatz erhalten, berichtete Reuters unter Berufung auf das Ministerium. Um 5.01 Uhr sei die Drohne abgeschossen worden. Trümmer sollen nach ersten Erkenntnissen in einem unbewohnten Gebiet zwischen zwei Dörfern niedergegangen sein.

Kommandeur warnt: „Man muss die Folgen am Boden abwägen“

Spanien hält nach Angaben des Verteidigungsministeriums rund 200 Soldaten in Rumänien bereit. Zum Kontingent gehören sieben F-18M und eine Transportmaschine vom Typ A400M. Zu einem späteren Zeitpunkt sollen auch drei NH-90-Helikopter hinzukommen.

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Oberstleutnant Alberto Borja Calvo López mahnte mit Blick auf solche Einsätze zur Vorsicht. „Man muss die Folgen am Boden abwägen“, sagte er dem spanischen Nachrichtenportal „Voz Populi“.

„Da sind Gelände, Straßen, Dörfer und Menschen“

Der Ablauf sei streng geregelt, erklärte Calvo. Die Piloten starten bewaffnet, folgen den Anweisungen der Kontrollstellen, identifizieren das Ziel und bewerten Flugweg, Art und Gefahr. „Es gibt Verfahren, Einsatzregeln, Genehmigungen und eine ständige Koordinierung“, sagte der Offizier. Die Besatzungen handelten nicht eigenständig.

Kommt es zum Abschuss, zählt nicht nur das Ziel in der Luft. „Unter dem Flugzeug ist keine leere Karte. Da sind Gelände, Straßen, Dörfer und Menschen“, sagte Calvo laut „Voz Populi“. Deshalb gehe es darum, eine Bedrohung zu neutralisieren und zugleich jedes Risiko für Zivilisten so weit wie möglich zu senken.

Diese Aufgaben übernehmen die spanischen Einheiten

Calvo beschreibt den Einsatz in Rumänien als mehrstufige Luftverteidigung. Die F-18 liefern Tempo, Sensorik und Bewaffnung. Die A400M verlängert durch Luftbetankung die Ausbildungs- und Einsatzzeiten. Die NH-90-Hubschrauber sollen später in der Mission gegen unbemannte Systeme helfen, vor allem gegen langsamere und tiefer fliegende Drohnen.

Zudem sind spanische Lotsen und Spezialisten für Datenverbindungen im Luftlagezentrum Balotești bei Bukarest stationiert. Dort fließen Informationen aus der rumänischen Luftraumüberwachung und den Nato-Systemen zusammen. Wird eine verdächtige Spur erkannt, kann die zuständige alliierte Stelle einen sogenannten Alpha Scramble auslösen. Dann starten die Alarmrotten binnen Minuten, so Calvo.

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