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OBI übernimmt BayWa-Filiale - und schließt sie bis März 2027

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OBI übernimmt BayWa-Filiale – und schließt sie bis März 2027

Von: Jonas Napiletzki

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Der Baumarkt-Riese OBI hat den Zuschlag für die BayWa-Filiale in Wolfratshausen erhalten. Ab Dezember wird der Standort für mehrere Monate umgebaut.

Wolfratshausen – Die BayWa im Wolfratshauser Gewerbegebiet wird aller Voraussicht nach von ihrem direkten Konkurrenten OBI übernommen. Alle Mitarbeiter sollen bleiben. Kunden müssen sich jedoch auf eine längere Schließung einstellen: Noch in diesem Jahr will der Baumarkt-Riese den Markt an der Pfaffenrieder Straße umbauen und modernisieren.

Wie berichtet, hatte die selbst angeschlagene BayWa AG ihre Bau- und Gartenmärkte schon 2012 an das Unternehmen Hellweg verkauft. Die Baumarktkette mit Sitz in Dortmund führte die BayWa-Märkte seither unter gleichem Namen weiter. Im Juni dieses Jahres meldeten die „Hellweg Profi-Bau- & Gartenmärkte GmbH & Co. KG“ sowie ihr Schwesterunternehmen „BayWa Bau- & Gartenmärkte GmbH & Co. KG“ Insolvenz an und beantragten die Durchführung eines Sanierungsverfahrens in Eigenverwaltung. Dabei bleibt die Kontrolle bei den Unternehmen, es wird kein externer Insolvenzverwalter eingesetzt. Die Zukunft von 68 Hellweg- und 46 BayWa-Märkten war ungewiss.

Erst kürzlich teilten die Unternehmen mit, dass sich für 17 BayWa- und 18 Hellweg-Filialen „konkrete Fortführungslösungen“ abzeichnen würden – darunter auch für die Märkte in Wolfratshausen und Bad Tölz. Die jeweiligen Erwerber würden zu gegebener Zeit selbst über ihre Planungen für die übernommenen Standorte und die weiteren Schritte informieren. Das ist nun passiert.

Bundeskartellamt muss dem Deal noch zustimmen

OBI wurde nach eigenen Angaben als präferierter Investor für insgesamt zwölf Hellweg- und BayWa Bau & Garten-Märkte nominiert. Im Bieterverfahren um die Übernahme erhielt die Handelskette aus dem nordrhein-westfälischen Wermelskirchen zunächst den Zuschlag für insgesamt fünf Standorte – vorbehaltlich der Freigabe durch das Bundeskartellamt. Neben Wolfratshausen zählen Hellweg-Märkte in Berlin und Münster und eine BayWa-Filiale in Nördlingen dazu, Bad Tölz wird nicht erwähnt. Für weitere sieben Standorte im ganzen Bundesgebiet seien die Verhandlungen noch nicht abgeschlossen, erklärt OBI in einer Pressemitteilung.

Insgesamt sollen bis zu zwölf ehemalige Hellweg- und BayWa Bau- und Gartenmärkte in das OBI-Netz integriert werden. Die Handelskette bezeichnet die Planungen als „entscheidenden Schritt“ in ihrer „Wachstumsstrategie“. Mit der angestrebten Übernahme von mindestens fünf Märkten solle die Zahl der Standorte auf mindestens 363 erweitert werden. „Mit mehr als 660 stationären Märkten in Europa ist OBI ganz klar ein internationaler Player“, wird Hendrik Voigt, Country Manager Deutschland, in der Pressemitteilung zitiert. „Aber Deutschland ist und bleibt unser Heimatmarkt, und wir glauben an diesen starken Wirtschaftsstandort.“

Schließung von Dezember bis März geplant

Voigt erklärt weiter: „Mit dem Vorhaben, Hellweg- und BayWa Bau & Garten-Märkte an für uns relevanten Standorten ins Marktnetz zu integrieren, können wir OBI noch näher zu unseren Kundinnen und Kunden bringen.“ Zudem biete sich die Chance, „die Arbeitsplätze zahlreicher Expertinnen und Experten in unserer Branche zu erhalten und langfristig zu sichern“.

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Konkret heißt das: OBI will alle Angestellten in den fünf Märkten übernehmen, für die die Kette bereits den Zuschlag erhalten hat. Insgesamt geht es um rund 250 Arbeitsplätze. In Wolfratshausen sollte sich die Zahl der Mitarbeiter nach der Erweiterung im Jahr 2015 auf über 70 erhöhen.

Während die Mitarbeiter aufatmen können, müssen die Kunden mehrere Monate lang ohne den Baumarkt in der Flößerstadt auskommen. Die Übernahme ist laut OBI zum 1. Dezember dieses Jahres geplant. Erst nach den „notwendigen Umbau- und Modernisierungsmaßnahmen“ soll der Markt im März 2027 wieder öffnen. nap

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