Odesa: Lokführer stirbt, um 340 Passagiere bei Russen-Angriff zu retten
TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen Odessa – Die meisten Menschen denken im Angesicht des Todes nur daran, das eigene Leben zu retten. Nicht so diese beiden Helden-Ukrainer: Bei einem russischen Drohnenangriff auf einen Passagierzug in der ukrainischen Region Odessa retteten der Lokführer und sein Assistent 340 Menschen das Leben. Für sich selbst blieb keine Zeit mehr: Beide starben bei dem Angriff von Putins Armee. Der „Kyiv Independent“ berichtet unter anderem über den Fall. Die Drohne hatte den Zug in der südukrainischen Region ins Visier genommen. Sie wurde allerdings rechtzeitig erkannt, die Leitstelle gab den Befehl, den Zug sofort anzuhalten. Das berichtet Oleksandr Pertsovskyi, Chef der ukrainischen Staatsbahn, auf Facebook. Der Lokführer und sein Assistent schafften es gerade noch, den Zug im Bahnhof vollständig zu evakuieren. Jedoch: „Die Crew hatte nicht genug Zeit, sich selbst zu retten“, so Pertsovskyi. Für die mutigen Männer kam jede Hilfe zu spät. Der Angriff zeigt ein ums andere Mal, mit welcher Systematik der russische Kreml-Despot Wladimir Putin in seinem Angriffskrieg gegen die Ukraine vorgeht und dass Zivilisten keine Zufallsopfer, sondern das eigentliche Ziel der russischen Armee sind.