OFC-Kapitän Johannes Brinkies: „Leistung ist die Basis für alles“
Startseite Sport Kickers Offenbach OFC-Kapitän Johannes Brinkies: „Leistung ist die Basis für alles“ Von: Jörg Moll Uns auf Google folgen Kickers-Torwart Johannes Brinkies erklärt sein Selbstverständnis und verbreitet vor Saisonbeginn am Samstag gegen Walldorf Optimismus. Offenbach – Mark Zimmermann musste nicht lange überlegen. Der Trainer des Fußball-Regionalligisten Kickers Offenbach hat die Kapitänsfrage selbst entschieden. „Pommes hat sich das durch seine Leistungen und sein Standing im Team verdient“, erklärte er seine Entscheidung für Torwart Johannes „Pommes“ Brinkies. Ganz neu ist das für den konstantesten Spieler der Kickers in den vergangenen drei Spielzeiten nicht. Schon in der vergangenen Saison war der damals dritte Kapitän nach den langwierigen Verletzungen von Maximilian Rossmann und Marc Wachs (mittlerweile zum Verbandsligisten SV Neu-Isenburg 1 United gewechselt) mit der Binde aufgelaufen. Sein Amt sei keinesfalls Bürde oder Last, vielmehr eine Selbstverständlichkeit. „Für mich ändert sich dadurch nicht viel, ich möchte mit Leistung vorangehen und Verantwortung übernehmen“, erklärt der Offenbacher Dauerspieler, der 101 von 102 möglichen Regionalligaspielen seit seinem Wechsel im Sommer 2023 vom FSV Zwickau bestritt. Als am Sonntag beim Fanfest auf dem Offenbacher Wilhelmsplatz die Kapitänsentscheidung auf der Bühne verkündet wurde, brandete großer Beifall auf. Der Torwart, ein Typ der Marke akribischer und hochprofessioneller Arbeiter, ist ein Mann mit klarer Haltung, ein Freund klarer Worte. Adam Loune, 19 Jahre junges Talent, hat das beim Fanfest schmunzelnd bestätigt. Nach seinem Debüt bei den Profis „habe ich gleich mal von Pommes eine Ansage erhalten. Das war gut und wichtig für mich.“ Brinkies kommt an mit seiner Art. Ein Typ, der in Fußball-Offenbach geschätzt wird. Für den aus Grevesmühlen (Mecklenburg-Vorpommern) stammenden, bei Hansa Rostock ausgebildeten und auch zum Profi gereiften Schlussmann ist Vereinstreue kein Lippenbekenntnis. Lediglich drei Klubs stehen in seiner Profi-Vita. Von 2016 an hat er sich in sieben Jahren beim FSV Zwickau einen Legendenstatus erworben. „Bei mir herrscht pure Vorfreude“ Nun ist er in Offenbach eine hochgeachtete Größe. Vor allem, weil man ihm abnimmt, wenn er sagt: „Leistung ist die Basis für alles.“ Und so mag das chronisch aufgeregte Fußball-Offenbach etwas durchatmen, wenn es Brinkies zuhört. Denn der Kapitän hat vor dem Saisonstart am Samstag (14 Uhr) gegen Astoria Walldorf ein gutes Gefühl, gerade im Vergleich zur Vorsaison sieht er die Mannschaft besser gerüstet. „Damals hatten wir viele Spieler, die nach langen Verletzungen sofort wieder spielen mussten“, sagt er. Zudem habe der OFC ein Fitnessproblem durch die gesamte Saison hindurchschleppen müssen. Nach der nun beendeten Vorbereitung ist er überzeugt: „Wir haben gut gearbeitet.“ Als Vorteil wertet er zudem, dass der Trainer geblieben ist: „Der Kennenlernprozess fällt weg.“ Und so bleibt Brinkies nach einer harten Vorbereitung, die in einer knüppelharten englischen Woche mit Testspielniederlagen gegen die Bundesligisten Bayer Leverkusen (1:3) und VfB Stuttgart (1:8) sowie zuletzt bei Drittliga-Aufsteiger Fortuna Köln (0:3) mit schmerzhaften Dämpfern endete, optimistisch: „Bei mir herrscht pure Vorfreude.“ Auch die Verletzungsprobleme mag er nicht überbewerten: „Es kommen einige Spieler zurück, andere müssen ihre Wehwehchen kurieren.“ Zuletzt 3:14 Tore in Testspielen Also alles halb so wild nach zuletzt 3:14 Toren? Die drei Partien müsse man getrennt bewerten, betont der neue OFC-Kapitän.. „Gegen Bayer haben wir meiner Meinung nach sogar verdient geführt und einige gute Phasen gehabt.“ Die acht Gegentore gegen starke Stuttgarter seien zu viel gewesen. Und das 0:3 in Köln sei das Resultat einer „knackigen Woche“ gewesen. Doch was ist nun drin für den OFC? Da mag sich Brinkies nicht festlegen. Zumal er die Liga für schwieriger als in der vergangenen Saison hält. Von seinem Team erwartet er dies: „Wir müssen Gas geben, Leistung bringen, Engagement zeigen und damit das Stadion anzünden.“ Er selbst will mit Leistung und Engagement vorangehen. Nur auf dem Feld wird er eine wichtige Rolle an seinen Vizekapitän Robin Krauße abtreten, mit dem er gemeinsam mit Alexander Sorge, Ronny Marcos und Jan Hendrik Marx den Mannschaftsrat bildet. Die Kommunikation mit dem Referee während des Spiels kann nach vorheriger Absprache an einen Feldspieler übertragen werden. Auch weil die Spielregeln Brinkies sofort ausbremsen würden: „Wenn ich einfach aus meinem Tor aufs Feld stürmen würde, würde ich sofort die Gelbe Karte bekommen, das braucht man jetzt nicht unbedingt.“