Offenbacher Kickers feiern Karneval in Bieber
Startseite
Sport
Kickers Offenbach
Offenbacher Kickers feiern Karneval in Bieber
Von: Jörg Moll
Uns auf Google folgen
Der OFC hat seinen Traumstart mit einem 4:0 gegen Aufsteiger Kaiserslautern II eindrucksvoll ausgebaut und die Spitze der Regionalliga Südwest verteidigt.
Offenbach – Die Offenbacher Kickers sind mehr als bereit für die hessischen Wochen in der Fußball-Regionalliga Südwest. Nach dem bärenstarken 4:0 (4:0)-Sieg gegen Aufsteiger 1. FC Kaiserslautern II verteidigte der OFC die Tabellenführung und geht nun mit großem Selbstvertrauen in die Duelle beim FSV Frankfurt (Samstag), gegen den TSV Steinbach Haiger (8. September) und beim KSV Hessen Kassel (11. September). Mit zwölf Punkten und 11:2 Toren haben die Kickers einen Traumstart hingelegt, der Lust auf mehr macht. Und das machte sich am Freitagabend auch an der Kulisse bemerkbar: 7733 Fans waren gekommen – und die großartige Stimmung lässt vermuten: Sie kommen wieder. Eine erstaunliche Verwandlung am Bieberer Berg: Vom Beinahe-Absteiger der vergangenen Saison zum umjubelten Spitzenreiter.
Benedikt von Hagen an drei Toren beteiligt
„Ich bin mehr als stolz auf die Truppe“, lobte Mark Zimmermann: „Wir sind richtig gut ins Spiel gekommen und uns phasenweise in der ersten Hälfte in einen Rausch gespielt.“ Der OFC-Trainer hatte seine Elf erneut nicht verändert, warum auch? Nach dem starken Start hatte sich das Team dieses Vertrauen verdient. Und was Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten ausmacht, zeigte sich gegen den Aufsteiger eindrucksvoll. Von Beginn an setzte der OFC die Lauterer Bundesliga-Reserve unter Druck. Auch eine frühe Gelbe Karte für ein Foul von Robin Krauße im Mittelfeld (3.) bremste die Kickers nicht. Der enorm spielfreudige Keanu Staude kam in der 4. Minute erstmals durch, wurde im letzten Moment geblockt. In der 14. Minute war er wieder gefährlich unterwegs, sein Schuss ging aber klar drüber. Eine Minute später führte der OFC: Benedikt von Hagen, der eine Sternstunde am Bieberer Berg erlebte, war im Strafraum gefoult worden. Maximilian Wolfram verwandelte eiskalt links unten. Drei Minuten später hatte von Hagen das 2:0 nach Zauberpass von Staude das 2:0 auf dem Fuß. Weil der Ball vor dem Schuss aufsprang, ging der Schuss drüber. Beim folgenden Zusammenprall verletzte sich Lauterns Torwart Yannick Onohiol schwer an der Hüfte. Feine Geste der Zuschauer: Der Zugang von 1899 Hoffenheim wurde mit Beifall auf der Trage liegend in die Kabine begleitet.
Fans feiern früh ausgewechselten Abdelhadi
Der OFC blieb griffig, sehr variabel im Spiel nach vorne – und erhöhte fast folgerichtig auf 2:0. Nach Ecke von Jan Hendrik Marx brachte Maximilian Wolfram die Kugel von der rechten Torlinie zurück in den Fünfer, dort stand von Hagen richtig – sein drittes Saisontor. Nur eine Minute später feierte der OFC-Anhang erneut. Dieses Mal hatte Offenbachs Sechser Robin Krauße mit aggressivem Gegenpressing und einer Kopfballvorlage auf Maximilian Schmid eingeleitet. Der Stürmer tunnelte den für Onohiol eingewechselten Fabian Heck. Und das war es noch lange nicht in einem von den Kickers hochintensiv geführten Duell mit bemerkenswerten Szenen. Aziz Abdelhadi etwa, der gelb-rot-gefährdet nach seiner frühen Verwarnung (10.) von Zimmermann für Jayson Breitenbach vom Feld ging, wurde von den Fans gefeiert und vom Trainer geherzt. Das war es aber immer noch nicht, denn von Hagen hatte eine Idee, eroberte sich rechts stark den Ball und setzte Staude perfekt in der Mitte in Szene – 4:0 (45.).
In Halbzeit zwei behielt der OFC alles unter Kontrolle, auch wenn ihm trotz guter Chancen, etwa durch Krauße (61.) oder Schmid (87.), keine weiteren Treffer gelangen. Stattdessen konnte Zimmermann Leistungsträgern wie Krauße oder den herausragenden von Hagen und Staude eine Erholungspause gönnen. In der 73. Minute kam in Jakob Lewald auch der in dieser Woche verpflichtete Innenverteidiger zu seinem Einstand – und erlebte erstmals Karneval in Bieber. Mit Fans, die minutenlang frenetisch ihr Team feierten.