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Offenbar russischer Offizier bei Explosion in St. Petersburg getötet

Welt

In der russischen Großstadt St. Petersburg ist bei der Explosion einer Autobombe offenbar ein Offizier getötet worden. Russischen Medien zufolge handelt es sich um einen Oberstleutnant der russischen Streitkräfte. Ermittler bestätigten nur den Tod eines Militärangehörigen, nannten aber keine Details. Die Ehefrau des Mannes wurde demnach verletzt in ein Krankenhaus gebracht.

Die Explosion ereignete sich im südlichen Stadtbezirk Puschkinski. Nach Angaben des Nachrichtenportals Fontanka diente der getötete Mann bei den russischen Luftstreitkräften und der Luftverteidigung. Das Paar soll angegriffen worden sein, als es sein Haus verließ. Das russische Ermittlungskomitee leitete ein Strafverfahren ein. Von ukrainischer Seite gab es zunächst keine Stellungnahme zu dem Vorfall.

Seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine sind mehrfach russische Militärangehörige bei Anschlägen getötet worden. Für einige dieser Angriffe übernahm die Ukraine die Verantwortung, zu anderen äußerte sie sich nicht.

Gegenseitige Angriffe dauern an

Unterdessen setzten Russland und die Ukraine ihre gegenseitigen Angriffe fort. Russland griff Kiew und andere Teile der Ukraine mit Drohnen und Raketen an. In der Hauptstadt wurden Menschen verletzt. Die Attacke auf Kiew reiht sich in eine Serie zuletzt häufiger gewordener russischer Angriffe während des Tages ein.

In der nordöstlichen Region Sumy kam nach Angaben der Behörden mindestens ein Mensch ums Leben. Auch aus Odessa, Saporischschja und Cherson wurden Verletzte gemeldet.

Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe setzte Russland bei den Angriffen unter anderem 258 Drohnen und ballistische Raketen ein. Das russische Verteidigungsministerium erklärte, die Attacken hätten militärisch genutzten Einrichtungen und Logistikzentren gegolten.

Auch die Ukraine setzte ihre Angriffe auf Ziele in Russland fort. Im Uralgebiet wurde nach Unternehmensangaben ein Logistikzentrum des russischen Onlinehändlers Ozon in Ufa von ukrainischen Drohnen angegriffen. In Orenburg wurde wegen Raketengefahr ein Verteilzentrum zeitweise geräumt. Opfer oder Schäden wurden dort nicht gemeldet.

Ukraine stellt neue Gespräche in Aussicht

Trotz der anhaltenden Kämpfe stellte die Ukraine neue Friedensgespräche in Aussicht. Nach Angaben des ukrainischen Präsidialamtschefs Kyrylo Budanow könnten bereits im September wieder ukrainische und russische Vertreter zusammenkommen. An den Gesprächen sollen demnach auch die USA beteiligt sein.

Die von Washington vermittelten Verhandlungen waren zuletzt ins Stocken geraten. Die Ukraine hatte russische Forderungen nach Gebietsabtretungen abgelehnt. Nach Angaben Kiews wurde inzwischen gemeinsam mit Vertretern der USA und Europas ein neuer Vorschlag erarbeitet, der Moskau vorgelegt werden soll.

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