Offensiv-Juwel erklärt Entscheidung für den DFB: „Wenn Klopp anruft...“
Younes Ebnoutalib hat sich für die deutsche Nationalmannschaft entschieden. Der 23 Jahre alte Angreifer von Eintracht Frankfurt wäre auch für Marokko spielberechtigt gewesen und stand bereits mit dem Verband in Kontakt. Am Ende gab jedoch ein Gespräch mit dem neuen Bundestrainer Jürgen Klopp den Ausschlag.
Klopp überzeugt Ebnoutalib
„Es gab Gespräche mit Marokko. Aber wenn Jürgen Klopp anruft, kannst du nicht Nein sagen“, erklärte Ebnoutalib bei „Sky“. Klopp nominierte den Stürmer erstmals für die deutsche A-Nationalmannschaft und gibt ihm damit die Gelegenheit, sich auf internationaler Bühne zu beweisen.
Ebnoutalib hat in den vergangenen Monaten eine bemerkenswerte Entwicklung genommen. Nach seinem Durchbruch bei der SV Elversberg wechselte er im Januar für acht Millionen Euro zu Eintracht Frankfurt. Eine längere Verletzungspause bremste ihn zunächst aus, zum Start in die neue Saison präsentierte er sich jedoch in starker Form. In seinen ersten fünf Partien gelangen ihm fünf Treffer und zwei Vorlagen. Gleich zum Saisonauftakt gegen Union Berlin (3:3) schnürte er einen Dreierpack.
Nun gehört Ebnoutalib zum großen Aufgebot, mit dem Klopp in die vier anstehenden Nations-League-Partien geht. Der Bundestrainer setzt dabei auf ein ungewöhnliches Modell: Insgesamt berief er 44 Spieler und teilte sie auf zwei Kader auf. Nach den ersten beiden Begegnungen wird ein Großteil des Personals ausgetauscht. Dadurch soll Klopp möglichst viele Kandidaten im Training und unter Wettkampfbedingungen kennenlernen.
Klopp tauscht Adeyemi und Karl
Dass dieses Modell flexibel angelegt ist, zeigte sich bereits vor dem ersten Spiel. Wegen leichter muskulärer Probleme bei Lennart Karl rückte Karim Adeyemi in das erste Aufgebot. Karl soll zunächst individuell in München trainieren und anschließend zum zweiten Kader stoßen.
Für Ebnoutalib beginnt derweil ein neues Kapitel. Nach seinem rasanten Aufstieg im Vereinsfußball hat er sich nun auch auf Verbandsebene festgelegt – und Klopps Anruf spielte dabei die entscheidende Rolle.