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Öffentliche Unterbringung: 8510 Euro Kosten für eine Hochhaus

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Die Unterbringung von Flüchtlingen in einem Hamburger Hochhaus hat den Steuerzahler im vergangenen Jahr rund 7,9 Millionen Euro gekostet. Für die 77 Wohnungen, die als öffentlich-rechtliche Unterkunft im sogenannten Mundsburg Tower genutzt werden, berechnete der städtische Betreiber Fördern & Wohnen jeweils 8510 Euro pro Monat, wie der Senat auf eine Kleine Anfrage des CDU-Bürgerschaftsabgeordneten Andreas Grutzeck bestätigte.

Zum Vergleich: In dem Anfang 2023 von der Stadt gekauften Hochhaus waren laut Senatsantwort 56 weitere Wohnungen privatrechtlich vermietet. Für diese kassierte Fördern & Wohnen im Durchschnitt 1550 Euro pro Monat. Zur Größe der Wohnungen wurden keine Angaben gemacht. Auch zum Kaufpreis des Mundsburg Towers hat sich der Senat bislang nie geäußert.

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In dem Hochhaus waren 2025 durchschnittlich 336 Flüchtlinge untergebracht, woraus sich 1950 Euro an Wohnkosten pro Person und Monat ergeben. In der öffentlich-rechtlichen Unterbringung in ganz Hamburg betrugen die Kosten laut Senat pro belegtem Platz und Tag knapp 42 Euro, was sich monatlich auf 1260 Euro summiert. Darin enthalten sind neben den reinen Kosten für die Wohnung auch die Leistungen, die Fördern & Wohnen etwa für die Betreuung der Geflüchteten oder für Sozialberatung erbringt. Auch für die Wohnungen im Mundsburg Tower gilt das.

Die Gesamtkosten für die Flüchtlingsunterbringung in Hamburg betrugen im vergangenen Jahr 636 Millionen Euro, wovon 173 Millionen auf Hotelkosten entfielen. Im April hatte der Senat diese Kosten mit knapp 164 Millionen Euro angegeben. Ende des vergangenen Jahres befanden sich laut einem Lagebild des Senats gut 42.000 Menschen in öffentlich-rechtlichen Unterkünften, davon rund 5000 in Hotels. Ende Juni waren rund 40.000 Menschen untergebracht, 4500 von ihnen in Hotels.

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Kosten der Unterbringung sinken

Für das erste Halbjahr 2026 zeichnet sich eine Verringerung der Kosten ab. Insgesamt wurden für die Unterbringung von Flüchtlingen in Hamburg 265 Millionen Euro ausgegeben, davon 69 Millionen für Hotels. Die durchschnittlichen Kosten pro belegtem Platz und Tag sanken auf knapp 37 Euro, was 1110 Euro pro Monat bedeutet.

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Grutzeck bezeichnete die Unterbringungskosten im Mundsburg-Tower als nicht logisch nachvollziehbar. „Fakt ist, dass solche Fälle den Unmut in der Bevölkerung schüren und die Spaltung der Gesellschaft beschleunigen“, erklärte der sozialpolitische Sprecher der CDU-Fraktion.

Zunächst hatte NDR 90,3 über das Thema berichtet.

lno/juve

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