DAX -0,22 % 25.099,00 Pkt 18:00:00 MDAX -0,05 % 31.965,53 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +1,14 % 6.280,94 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,52 % 51.947,25 Pkt 23:26:43 S&P 500 -1,16 % 7.411,98 Pkt 23:26:35 Nasdaq -2,78 % 24.975,82 Pkt 23:15:59 Nikkei -2,73 % 64.611,15 Pkt 08:45:03 Gold +0,08 % 4.070,80 USD 22:59:59 Silber +0,43 % 58,91 USD 22:59:55 Brent 0,00 % 96,78 USD 22:59:55 WTI 0,00 % 89,31 USD 22:59:59 Bitcoin +0,21 % 64.447,15 USD 07:18:55 EUR/USD -0,32 % 1,13750 USD 23:29:21 EUR/GBP 0,00 % 0,85320 GBP 06:49:20 EUR/CHF +0,06 % 0,92970 CHF 06:49:20 EUR/JPY +0,08 % 186,245 JPY 23:29:21

Öffnung von WhatsApp: Threema lehnt Anbindung nicht nur wegen Datenschutz ab

Allgemein

Der Kurznachrichtendienst Threema aus der Schweiz wird auch in Zukunft keine Anbindung an WhatsApp bekommen. Das haben die Verantwortlichen in einem Blogeintrag bestätigt und erklärt, dass von der Möglichkeit nicht nur aus Datenschutzgründen kein Gebrauch gemacht werde. So halten sie es für möglich, dass der Anreiz zur Nutzung von Threema verschwinden könnte, wenn man auch aus WhatsApp mit Kontakten kommunizieren könnte, die nur auf Threema aktiv sind. Weil Threema sich aus den Einnahmen des App-Verkaufs finanziert, könnte damit auch eine wichtige Geldquelle wegfallen, fürchtet das Schweizer Unternehmen. Weiterlesen nach der Anzeige Geringes Interesse an Anbindung Dass WhatsApp für Anbindungen an andere Messenger geöffnet werden muss, ist eine Vorgabe des Digital Markets Act (DMA) der Europäischen Union. Die Pflicht gilt für sogenannte Gatekeeper, also die besonders großen und dominanten Plattformen in einem bestimmten Bereich. Bei den Messengern ist das neben WhatsApp nur noch der Messenger von Facebook. Mit der Pflicht zur Öffnung wollte die EU eigentlich den Wettbewerb zwischen den Plattformen stärken, aber bislang winkt die Konkurrenz ab. In den WhatsApp-Einstellungen unter Konto und Drittanbieter-Chats kann man die Öffnung einleiten, zur Auswahl stehen dabei aber weiterhin lediglich die weitgehend unbekannten Alternativen BirdyChat und Haiket. Hauptgrund für die Ablehnung der Anbindung an WhatsApp bleibt bei Threema aber weiterhin der Datenschutz. Die Interoperabilität wäre ohne eine Gefährdung der Privatsphäre nicht umsetzbar, heißt es in dem Blogeintrag. Beim Datenschutz und der Datensparsamkeit müsste man sich dann am kleinsten gemeinsamen Nenner orientieren und deshalb Einbußen in Kauf nehmen. Weiterhin weist Threema darauf hin, dass die Umsetzung mit „erheblichen technischen Herausforderungen“ verbunden wäre, denn WhatsApp gebe alle nötigen Protokolle vor: „Drittanbieter müssen quasi eine Light-Version von Metas Chat-App in ihr bestehendes System integrieren.“ Das lehnt Threema ab und die Begründung legt nahe, dass es bei der Ablehnung bleiben wird.

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