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Offshore-Windenergie: Stromproduktion aus Windkraft auf See erreicht Höchstwert

Technologie

Deutschland hat im ersten Halbjahr so viel Offshore-Windenergie produziert wie noch nie. Zum 30. Juni wurde erstmals die Marke von zehn Gigawatt (GW) Leistung überschritten. Wie der Bundesverband Windenergie Offshore mitteilte, gab es mit 1.077 Megawatt neu installierter Leistung im ersten Halbjahr einen besonders starken Zuwachs. Auf Nord- und Ostsee waren demnach 1.764 Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 10,8 GW im Betrieb. Ein Gigawatt entspricht 1.000 Megawatt.

In den Offshore-Windparks Borkum Riffgrund 3, He Dreiht sowie im Nordseecluster A sind demnach weitere 22 Anlagen mit einer Leistung von 323 Megawatt errichtet. Diese seien aber noch nicht in Betrieb.

Der Bundesverband teilte zudem mit, dass für Projekte mit einer Gesamtleistung von 2,6 GW bereits die finale Investitionsentscheidung getroffen worden sei. Bei weiteren Offshore-Windprojekten mit einer Leistung 17,5 GW fehle bislang noch die finale Entscheidung zur Investition. Nach aktueller Planung könnten bis 2032 insgesamt 30 GW Offshore-Windleistung in Deutschland installiert sein.

Windkraftanlagen auf See leistungsstärker als an Land

Auf See erzeugen Windenergieanlagen nach Angaben des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft durchschnittlich deutlich mehr Strom als vergleichbare Anlagen an Land. Dort würden 3.500 bis 4.500 Volllaststunden erreicht, heißt es vonseiten des Bundesverbands. An Land seien es hingegen 2.000 bis 3.000 Stunden.

Im vergangenen Jahr produzierten die deutschen Offshore-Windenergieanlagen nach Angaben des Bundesverbands Windenergie rund 26,1 Millionen Megawattstunden Strom. Das reichte rechnerisch, um den Bedarf von 8,7 Millionen Haushalten mit einem Jahresverbrauch von 3.000 Kilowattstunden abzudecken.

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