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Oktoberfest in München: Markus Söder lobt grünen Bürgermeister für Oktoberfest-Anstich

Nation

Münchens Oberbürgermeister Dominik Krause von den Grünen hat seinen ersten Oktoberfest-Anstich souverän mit zwei Schlägen gemeistert. Die erste Maß reichte er Ministerpräsident Markus Söder (CSU), um mit ihm anzustoßen: »Auf eine friedliche Wiesn!« Krause räumte ein, sich für den traditionellen Anstich etwas Mut angetrunken zu haben. Zwei Bier habe er am Abend vorher getrunken und dann wunderbar geschlafen, sagte Krause. Dass ein grüner Oberbürgermeister in München das Fest eröffnet, sei »historisch«, sagte Ex-Grünenchefin Ricarda Lang.

Das Aufeinandertreffen von Krause und Söder war mit Spannung erwartet worden. Zwischen den beiden herrschte auf dem Fest jedoch Einigkeit. »Das hat er sehr gut gemacht«, lobte Söder das Anzapfkönnen des 36‑Jährigen. Krause sagte: »Auf der Wiesn gibt es eigentlich keine Parteifarben, hier kommen alle zusammen.« Er habe die bisherige Zusammenarbeit mit ihm und Söder als stets gut und zuverlässig wahrgenommen. Der große Fokus beider liege derzeit auf Olympia.

Kurz vor der Entscheidung über die Bewerbung Münchens als deutsche Olympiastadt am 26. September sagte Söder: »Wir arbeiten da sehr gut zusammen. Da bin ich sehr froh drüber.« Das müsse nicht automatisch so sein, sagte Söder und fügte hinzu: »Früher waren die Grünen ja gegen Olympia.«

Schärferes Sicherheitskonzept

Krause bringt auch Neuerungen zu seinem ersten Oktoberfest. Beim Einzug der Wiesnwirte und Brauereien auf das Festgelände hielt seine Kutsche am Haupteingang zu einem kurzen Gedenken an die Opfer des Wiesnattentats 1980. Am Abend des 26. September 1980 hatte dort eine Bombe zwölf Wiesnbesucher in den Tod gerissen und rund 200 verletzt. Auch der rechtsextreme Täter Gundolf Köhler starb.

Das Sicherheitskonzept wurde dieses Jahr verändert, nachdem es im Vorjahr auf der überfüllten Wiesn zu gefährlichen Situationen gekommen war. Mehr als 50 KI-gestützte Kameras sollen rechtzeitig gefährliche Ansammlungen von Menschen erkennen lassen. An besucherstarken Tagen ist zudem ein sogenannter Crowdspotter im Einsatz, der die Besucherströme im Blick behält und bei Bedarf Durchsagen an die Gäste macht.

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