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Oktoberfest-News 2026: Feuerwehreinsatz auf dem Wiesn-Gelände - Eingang P7 gesperrt

Unterhaltung

OktoberfestFeuerwehreinsatz auf der Theresienwiese – bisher mehr Wiesn-Besucher als im Vorjahr

27. September 2026, 10:37 Uhr

Um 11 Uhr startet das traditionelle Standkonzert zu Füßen der Bavaria. Kurz vor Konzertbeginn meldet die Feuerwehr einen Einsatz am Festgelände. Stadt und Einsatzkräfte ziehen unterdessen eine größtenteils positive Bilanz zur Halbzeit.

Alle Entwicklungen im Liveblog

Neben eigenen Recherchen verwenden wir für diesen Liveblog Material der Nachrichtenagentur dpa.

Wichtige Updates

Rund 300 Blasmusiker auf den Treppen der Bavaria

Stadt und Einsatzkräfte ziehen positive Halbzeitbilanz

Zum Standkonzert wird perfektes Wiesn-Wetter erwartet

Gedränge ist vorbei - Lage auf der Wiesn entspannt sich wieder

Krause plant Fahrt mit Söder: "Auf jeden Fall, Olympia-Looping wollen wir gemeinsam fahren"

Rund 300 Blasmusiker auf den Treppen der Bavaria

Zum traditionellen Platzkonzert am zweiten Wiesnsonntag haben sich rund 300 Blasmusikerinnen und Blasmusiker am Fuße der Bavaria versammelt. Wiesnchef Christian Scharpf dirigiert den "Deutschmeister-Regimentsmarsch", das Publikum singt mit. Und auch Franziska Reichert, Wirtin der Bräurosl, darf heuer erstmals den Taktstock schwingen.

Davor kommt allerdings Wirtesprecher Peter Inselkammer - die Wirte organisieren ja seit 1985 das Konzert - zu Wort. Und der nutzt es mit Blick auf die noch ausstehende Gerichtsentscheidung zur Zeltvergabe, um einmal mehr an die Traditionen auf der Wiesn hinzuweisen. Er hoffe, so Inselkammer, dass das Bayerische Oberste Landesgericht am 13. Oktober "zugunsten der Wiesn entscheidet". Dafür bekommt er viel Applaus.

Video: Jacqueline Lang

Stadt und Einsatzkräfte ziehen positive Halbzeitbilanz

Die Stadt sowie Feuerwehr, Polizei und Sanitäter ziehen zur Halbzeit der Wiesn eine größtenteils positive Bilanz. Was einige vielleicht überrascht: Bislang kamen mehr Besucherinnen und Besucher aufs Oktoberfest als im Vorjahr zu diesem Zeitpunkt. 3,5 Millionen Menschen waren es 2025, heuer sind es bislang 3,8 Millionen gewesen. Warum man trotzdem das Gefühl haben konnte, es sei weniger los? Mehr Menschen sind unter der Woche gekommen, an den Wochenenden war etwas weniger los.

Das wertet Wiesnchef Christian Scharpf als Erfolg der Infokampagne rund um die Wiesn. Generell zeigt Scharpf sich auch nach dem zweiten Wiesnsamstag, an dem die Haupteingänge kurzzeitig gesperrt werden mussten, zufrieden mit dem überarbeiteten Sicherheitskonzept: "Es war eine friedliche erste Woche, es war eine heitere erste Woche."

Während der Konsum von Bier rückläufig ist, nimmt der von alkoholfreiem Bier zu. Was außerdem im Trend liegt: saures Radler. Bierkrüge werden unterdessen weiter häufig aus den Zelten mitgenommen: 52 000 gestohlene Bierkrüge wurden bislang verzeichnet. Zum Vergleich: 2025 waren es um diese Zeit 59 000.

Einen eindeutigen Wiesn-Hit vermögen auch die Verantwortlichen übrigens noch nicht auszumachen. Häufiger zu hören sei aber wohl das Kinderlied "Gute Laune".

Zur Halbzeit des Oktoberfests zieht die Stadt eine positive Bilanz. Foto: Felix Hörhager/dpa

Zum Standkonzert wird perfektes Wiesn-Wetter erwartet

Traditionell wird auf dem Oktoberfest am mittleren Wiesn-Sonntag um 11 Uhr zu Füßen der Bavaria musiziert. Da treffen sich dann zum sogenannten Standkonzert die Kapellen aus den Wiesnzelten und spielen auf. Dazu wird es in München spätsommerlich warm, bis zu 24 Grad könnten es wohl werden und die Sonne scheint über der Theresienwiese. Entsprechend voll könnte es heute wieder auf dem Festgelände werden.

Feuerwehreinsatz auf der Wiesn

Wegen eines Einsatzes der Feuerwehr ist der Eingang P7 auf das Oktoberfestgelände momentan gesperrt. Der Grund für den Einsatz ist ein brennender Müllcontainer, eine Gefahr für Besucherinnen und Besucher besteht nach Aussage von Polizei und Feuerwehr nicht. Die weitläufige Absperrung bei einem Feuerwehreinsatz sei Routine, sagte eine Sprecherin der Polizei. Sie rechne damit, dass die Sperrung bald wieder aufgehoben werde.

Start in den zweiten Wiesnsonntag

Gestern war Bergfest und die Wiesn kurzzeitig so voll, dass die Haupteingänge gesperrt werden mussten und Durchsagen die Besucherinnen und Besucher zum Weitergehen zu animieren versuchten. Nun startet das Oktoberfest mit ein paar Minuten Verspätung in den zweiten Sonntag. Ob es wieder richtig voll wird? Das Wetter jedenfalls verspricht einmal mehr ausgezeichnet und vor allem ziemlich warm zu werden.

Jacqueline Lang

Darum gibt es auf dem Oktoberfest keine städtischen Mülleimer

Haben Sie sich jemals gefragt, warum es auf der Wiesn kaum Mülleimer gibt und wenn doch, dann nur welche, die Standlbetreiber aufgestellt haben? Der Grund dafür ist ein Ereignis, das sich an diesem Samstag zum 46. Mal jährt: das Oktoberfest-Attentat, bei dem ein Rechtsextremist 12 Menschen und sich selbst tötete und mehr als 200 teils schwer verletzte. Der Täter versteckte die Bombe damals in einem Mülleimer.

In Reaktion darauf schaffte die Stadt danach Mülleimer auf dem Festgelände ab. Der viele Müll, der sich natürlich trotzdem jeden Tag dort sammelt, wird nachts von der Stadtreinigung zusammengekehrt und entsorgt.

Geheimtipp zum Sonnenuntergang

Die Wiesn in der Dämmerung ist eine besondere Show. Bei schönem Wetter zeichnen sich die Berge am Horizont so klar ab, als stünden sie direkt am Festgelände. Ein besonderer Blick auf die Theresienwiese bietet sich vom Turm der Kirche St. Paul aus. Auf 50 Metern gibt es dort eine Aussichtsplattform, die für eine Gebühr von einigen Euro von bis zu 40 Menschen betreten werden darf. Platz- oder Höhenangst sollten Schaulustige allerdings nicht haben.

Der Aufstieg führt über 252 Stufen über eine enge Wendeltreppe. Auf der Balustrade ist es so eng, dass keine Rucksäcke, Schirme oder Stative erlaubt sind. Wer die Mühen auf sich nimmt, wird mit einem tollen Blick belohnt.

Der Turm ist Montag, Mittwoch, Freitag und Samstag von 10 Uhr bis 21:30 Uhr zugänglich, sonntags von 12.30 Uhr bis 16 Uhr, diesen Dienstag von 10 bis 18 Uhr und diesen Donnerstag von 14 bis 18 Uhr. Während Gottesdiensten bleibt er geschlossen.

Gedränge ist vorbei - Lage auf der Wiesn entspannt sich wieder

Auf dem Oktoberfest entspannt sich die Lage inzwischen wieder etwas. Reporterin Jacqueline Lang sagt, mittlerweile stockt die Menge nicht mehr. Es gibt wieder größere Lücken zwischen den Menschenmassen. Der Aufruf der Stadt, die Theresienwiese möglichst ein andermal zu besuchen, ist weiterhin online. Der Rat, die Seiteneingänge zu nutzen, ist jedoch nicht mehr aktuell und von dem Account verschwunden. Die Haupteingänge, die zwischenzeitlich geschlossen waren, sind wieder offen.

Im vergangenen Jahr war es am mittleren Wiesnsamstag zu einem kritischen Gedränge gekommen. Vor Zelten steckten die Menschen fest, viele bekamen Panik. Die Zugänge zur Theresienwiese waren damals wegen Überfüllung vorübergehend geschlossen worden. Diesmal konnten derartige Szenen offenbar verhindert werden. Das Sicherheitskonzept war im Vorfeld angepasst worden.

Sicherheitskräfte bitten Menschen weiterzugehen

Auf Höhe des Hacker-Pschorr-Festzelts sieht man nun auch Sicherheitskräfte, die stehende oder gar auf dem Boden sitzende Gruppen ansprechen. Auf Nachfrage teilt der Gruppenleiter mit, man bewege die Menschen zum Weitergehen, "damit es keinen Stau gibt".

Zumindest stellenweise scheinen all diese Maßnahmen Wirkung zu zeigen: Die Lücken zwischen den Menschen werden wieder etwas größer, die Haupteingänge der Wiesn sind offen. Durchsagen sind jedoch in regelmäßigen Abständen weiter zu hören.

Stadt teilt nun mit: Haupteingänge könnten zeitweise geschlossen sein

Die Stadt teilt auf Instagram nun in einem Post mit, dass die Haupteingänge geschlossen sein könnten und rät dazu, die Seiteneingänge zu nutzen, um aufs Gelände zu kommen. Mit dieser Nachricht will sie Besucherströme entzerren.

Die Aufforderung, die Wiesn gar nicht erst aufzusuchen, ist weiter online, allerdings recht versteckt als Story. Da der Oktoberfest-Account heute bereits viele Storys der Zelte gerepostet hat, kommt diese wichtige Nachricht am Ende erst. Warum sich die Stadt für eine derart versteckte Kommunikationsstrategie entschieden hat?

Durchsagen: Nicht vor den Zelten stehen bleiben

Der Crowdspotter hat seinen ersten Einsatz: Um kurz nach 16.30 Uhr kommt die erste Durchsage - zunächst auf Deutsch, dann auf Englisch und schließlich auch auf Italienisch. Der Sprecher bittet die Besucherinnen und Besucher darum, nicht vor den Zelten stehen zu bleiben und Ein- sowie Ausgänge freizuhalten. Stattdessen sollten sich die Menschen, die keine Reservierung haben, in Richtung der Fahrgeschäfte bewegen. Zumindest die erste Durchsage zeigt nur bedingt Wirkung.

Jacqueline Lang

Stadt rät: Aktuell nicht mehr zum Oktoberfest kommen

Auf ihrem offiziellen Oktoberfest-Instagram-Account rät die Stadt München aktuell davon ab, die Wiesn anzusteuern. "Es sind gerade sehr viele Gäste auf der Wiesn, bitte kommen Sie zu einem späteren Zeitpunkt", heißt es. Auch auf Englisch. Ob es Wirkung zeigt, wird sich zeigen, der Reservierungswechsel jedenfalls ist in vollem Gange.

Haupteingänge der Zelte bereits zu

Schon jetzt am Nachmittag sind die Haupteingänge vieler großer und sogar kleiner Zelte zu, davor bilden sich Menschentrauben - wie hier vor dem Hofbräu-Festzelt. Mit Handzeichen signalisieren Besucherinnen und Besucher den Türstehern, wie viele Plätze sie bräuchten. Die Hoffnung auf Einlass wollen sie noch nicht aufgeben.

Jacqueline Lang

Volle Wiesn bei bestem Wetter

Offizielle Zahlen dazu, wie viele Menschen gerade auf der Wiesn sind, liegen noch nicht vor. Wer in den vergangenen Tagen aber ebenfalls um diese Zeit hier gewesen ist, wird den subjektiven Eindruck bestätigen können: Es ist bislang der vollste Tag - und das ist ja kein Wunder, ist der mittlere Wiesnsamstag doch traditionell der mit den meisten Besucherinnen und Besuchern. Obendrein scheint die Sonne.

Durchsagen zur Lenkung der Massen sind allerdings noch keine zu hören. Und auch wenn es langsam vorwärts geht, noch ist ein Durchkommen. Die Aicher Ambulanz, die es bei Einsätzen eilig hat, muss sich allerdings wie immer mit Trillerpfeifen behelfen.

Jacqueline Lang

Krause plant Fahrt mit Söder: "Auf jeden Fall, Olympia-Looping wollen wir gemeinsam fahren"

München hat nun den Zuschlag erhalten, sich als deutscher Kandidat für Olympia 2036, 2040 oder 2044 zu bewerben. Was bei Ministerpräsident Markus Söder Freude, aber auch Nervosität auslöste. Denn er wird wohl in den kommenden Tagen in das Olympia-Looping auf dem Oktoberfest steigen müssen. Nicht gerade sein liebstes Fahrgeschäft, er bevorzugt offenbar sanftere.

Denn Münchens Oberbürgermeister Dominik Krause hatte angekündigt, bei einem Erfolg für München mit Söder Looping fahren zu wollen. Nach der Entscheidung sagte nun der Ministerpräsident: "Ich weiß nicht, ob das wirklich ernst gemeint war und da muss ich mich dann auch noch psychisch vorbereiten." Krause ließ seinem möglichen Mitfahrer allerdings wenig Hoffnung auf einen Rückzieher, berichtet die dpa. "Auf jeden Fall, Olympia-Looping wollen wir gemeinsam fahren", bekräftigte der Grünen-Politiker.

Johannes Simon

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