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Oktoberfest-News 2026: Mitarbeiter nach Fahrgeschäft-Unfall gestorben

Allgemein

OktoberfestOktoberfest: Mitarbeiter nach Fahrgeschäft-Unfall gestorben

22. September 2026, 1:12 Uhr

An einem Free-Fall-Turm auf dem Münchner Oktoberfest gab es einen schweren Unfall. Ein Mitarbeiter des Fahrgeschäfts starb an seinen Verletzungen. Die Ermittlungen laufen.

Alle Entwicklungen im Liveblog

Neben eigenen Recherchen verwenden wir für diesen Liveblog Material der Nachrichtenagentur dpa.

Wichtige Updates

Die SZ berichtet vom ersten Wiesnmontag

Mann wird mit Kokain erwischt – und gegen 16 000 Euro Kaution entlassen

Krause äußert sich zu Ursache für Kreislaufprobleme

Tourist aus Mexiko lässt Drohne über Wiesn steigen

Schönes Wetter, viele Besucher: ein „Bilderbuchstart“

Oktoberfest: Mitarbeiter nach Fahrgeschäft-Unfall gestorben

Auf dem Oktoberfest hat es am Montagabend einen tödlichen Unfall gegeben. Wie ein Polizeisprecher bestätigte, ist ein 52 Jahre alter Mitarbeiter des Fahrgeschäfts „Hangover“ im Krankenhaus gestorben, nachdem er zuvor von der nach unten sausenden Gondel getroffen und eingequetscht worden war. Der Mann hatte dabei schwerste Verletzungen erlitten und war unter laufender Reanimation ins Krankenhaus gebracht worden.

Bei dem Fahrgeschäft drehen sich die Besucher rund 85 Meter in die Höhe; anschließend geht es im freien Fall abwärts, ehe die Gondel kurz vor dem Boden sanft abgebremst wird. Dabei muss sich der Mitarbeiter nach ersten Erkenntnissen unter der Gondel befunden haben. Für die Fahrgäste, die in der Gondel saßen, habe keine Gefahr bestanden, versicherte der Polizeisprecher. Das für Betriebsunfälle zuständige Kommissariat 13 der Münchner Kriminalpolizei hat noch in der Nacht die Ermittlungen zum Unfallhergang aufgenommen.

Unfall an Fahrgeschäft – Mitarbeiter eingequetscht

Auf dem Oktoberfest hat sich am Montagabend am 80 Meter hohen Fahrgeschäft „Hangover“ ein Unfall ereignet. Wie die Polizei mitteilte, wurde dabei gegen 21.50 Uhr eine Person schwer verletzt. Nach dem bisherigen Ermittlungsstand handele es sich um einen Mitarbeiter des Fahrgeschäfts, so Polizeisprecher Thomas Schelshorn. Die Polizei spricht von einem „Unfallgeschehen“.

Nach mehreren übereinstimmenden Berichten wurde die Person eingequetscht. Der Mitarbeiter des Fahrgeschäfts habe sich demnach wohl in einem Bereich aufgehalten, in dem er nicht hätte sein sollen. Er sei schwerst verletzt und unter laufender Reanimation in ein Münchner Krankenhaus gebracht worden, so die Polizei. Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei rückten wegen des Vorfalls aus. Der Bereich um das Fahrgeschäft wurde weiträumig abgesperrt. Personen, die sich in dem Fahrgeschäft befanden, als der Unfall sich ereignete, wurden von einem Kriseninterventionsteam betreut. Das für Betriebsunfälle zuständige Kommissariat 13 ermittelt zur Unfallursache.

Der „Hangover“ ist seit 2022 auf der Wiesn. Es handelt sich um einen Turm, an dem die Mitfahrenden in die Höhe gehoben werden. An der höchsten Stelle wird die sich drehende Gondel ausgeklinkt und fällt an der Mittelschiene entlang schnell dem Boden entgegen, bis sie durch Magneten gebremst wird. Der „Hangover“ ist das höchste Fahrgeschäft dieser Art auf der Wiesn. Die Polizei ruft Zeugen des Unfallgeschehens dazu auf, sich zu melden.

Die SZ berichtet vom ersten Wiesnmontag

Tokio-Hotel-Bill, Ex-Bundestrainer Nagelsmann und eine Söder-Tochter: Alle wollen sie dabei sein, beim Almauftrieb im Käferzelt. Einblicke in das Gedränge, Geblitze und Gerufe bei dem Promi-Event schlechthin.

Einst reservierte Mietwagen-Ikone Regine Sixt nur drei Tische für die Damenwiesn. In diesem Jahr strömen knapp 1500 Frauen aus Wirtschaft, Politik und Kultur in die Festhalle. Den Rausch suchen nur wenige von ihnen – das Geld fließt trotzdem.

Mit „Bier, Boobs, Brezn“ gibt es jetzt ein Event für Lesben auf dem Oktoberfest. Die Premiere ist eine Gaudi – aber auch hochpolitisch. Das zeigt nicht zuletzt das Sicherheitskonzept.

Taschendiebfahnder schnappen Täter

Die beim Oktoberfest eingesetzten Taschendiebfahnder hatten auch am Sonntag Erfolgserlebnisse. Im Löwenbräuzelt beobachteten Spezialisten aus Frankfurt und München am Abend zwei junge Männer, die sich offenkundig auf der Suche nach Diebstahlsgelegenheiten durch das Zelt bewegten. Dabei misslang es ihnen zweimal, unterschiedlichen Männern das Handy aus der Gesäßtasche zu ziehen. Nach dem zweiten Mal griffen die Fahnder zu: Bei den verhinderten Dieben handelt es sich um einen 19- und einen 21-Jährigen, beide ohne festen Wohnsitz in Deutschland. Sie wurden wegen des versuchten Taschendiebstahls angezeigt und einem Haftrichter vorgeführt.

Taschendiebfahndern aus Berlin fiel am späteren Abend in der Ochsenbraterei ein verdächtiger Mann auf, den sie dabei beobachteten, wie er mehrere abgelegte Sonnenbrillen mitnahm. Anschließend wechselte der Mann ins Schottenhamel-Zelt, wo er eine Trachtenjacke an sich nahm. Nachdem er diese außerhalb des Festzelts nach Wertsachen durchsucht hatte, schnappten die Fahnder zu. Bei dem Tatverdächtigen handelt es sich um einen 33 Jahre alten Mann aus München; er wurde wegen Diebstahls angezeigt.

Wie die Polizei auf der Wiesn arbeitet, können Sie hier lesen:

Mann wird mit Kokain erwischt – und gegen 16 000 Euro Kaution entlassen

Für einen 35 Jahre alten Schweizer ist der Oktoberfest-Besuch ein teures Vergnügen geworden. Der Mann musste 16 000 Euro als Sicherheitsleistung hinterlegen, um wieder aus der Wiesnwache entlassen zu werden. Beamte hatten ihn in der Nacht von Sonntag auf Montag kurz nach Mitternacht in der Nähe des Käfer-Festzelts kontrolliert und eine geringe Menge weißes Pulver gefunden, bei dem es sich nach ersten Erkenntnissen um Kokain handelte.

Der 35-Jährige wurde festgenommen und wegen eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz angezeigt. Nach Zahlung der Kaution durfte er wieder gehen. Der Schweizer war freilich nicht der einzige Wiesn-Besucher, der am Sonntagabend mit Kokain erwischt wurde. Bei der Kontrolle eines 41 Jahre alten Münchners im Schützenfestzelt waren Beamte um kurz vor 22 Uhr fündig geworden. Weil sich der 41-Jährige gegen die Festnahme wehrte, wird nicht nur wegen eines Betäubungsmitteldelikts ermittelt, sondern auch wegen Widerstands gegen Polizeibeamte.

Robert Haas

Krause äußert sich zu Ursache für Kreislaufprobleme

Münchens Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) sieht die Ursache für seine Kreislaufprobleme am zweiten Oktoberfest-Tag beim Wetter und falscher Kleidung. „Ich glaube, das ist das, was die meisten mit der Wiesn kennen: Dass es in der Früh noch so kalt ist und mittags ist es dann so warm“, sagte der Rathauschef im Schottenhamel-Festzelt, wie die dpa berichtet. Er sei zu dick angezogen gewesen und dann habe sich der Kreislauf kurzfristig verabschiedet. „Wieder alles fein“, erklärte Krause. Am Sonntag hatte der OB wegen Kreislaufproblemen nach dem Trachtenzug das Anzapfen beim traditionellen „Gay Sunday“ auf der Wiesn abgesagt.

Am Bier soll es nicht gelegen haben: „Ich habe den Tag alkoholfrei verbracht, bis auf die erste Halbe quasi, also die erste Maß – die war sehr schaumig, da habe ich ein paar Schlücke genommen“, sagte Krause und lachte. „Vielleicht war es auch noch ein bisschen Nachaufregung vom Samstag, aber wieder alles gut.“ Am heutigen Vormittag habe er wieder einen normalen Arbeitstag im Rathaus gehabt, unter anderem eine Sitzung zum Thema Wohnen, berichtete Krause. Außerdem stünden noch weitere Wiesn-Termine an, auf die er sich freue.

Tourist aus Mexiko lässt Drohne über Wiesn steigen

Die Drohnenabwehr rund um die Theresienwiese scheint zu funktionieren. Nach Angaben der Münchner Polizei stellten Spezialisten des bayerischen Drohnenkompetenz- und Abwehrzentrums am Sonntag gegen 18.20 Uhr eine Drohne über dem Oktoberfest fest. Alarmierte Beamte trafen den Piloten auf der Theresienhöhe am Bavariaring an, als sich das Fluggerät noch in der Luft befand.

Bei dem Piloten handelte es sich um einen 37 Jahre alten Touristen aus Mexiko. Der besaß weder den erforderlichen Kompetenznachweis zum Steuern einer Drohne noch war diese registriert oder versichert. Dafür war der Mann sichtlich betrunken, ein Atemalkoholtest ergab zwei Promille, sodass eine Blutentnahme angeordnet wurde.

Gegen den 37-Jährigen wird nun unter anderem wegen Verstößen gegen luftverkehrsrechtliche Vorschriften ermittelt. Rund um das Festgelände gilt eine Verbotszone für Flugzeuge und Fluggeräte. Der Mexikaner musste fast sein gesamtes Bargeld als Kaution hinterlassen, die Drohne vom Modell DJI Mini 4 Pro wurde sichergestellt.

Drohung per Wiesn-Stream? Ermittlungen gegen 22-Jährigen

Ein 22-Jähriger aus dem Landkreis Rosenheim soll am Sonntagabend auf seinem Tiktok-Account in einem Livestream vom Oktoberfest eine Drohung gegen das Fest geäußert haben. Wie die Polizei am Montag mitteilte, informierte ein in der Nähe von Rostock ansässiger Mann die Beamten über den Livestream und die mögliche Drohung. Kurz darauf konnte der 22-Jährige am Münchner Hauptbahnhof festgenommen werden.

Die Beamten stellten das Mobiltelefon des Mannes sicher und werteten das Video des Livestreams aus; dabei kamen sie zu dem Schluss, dass keine ernstzunehmende Bedrohung bestehe. Zunächst war nicht klar, ob überhaupt Drohungen geäußert wurden. Der 22-Jährige wurde daraufhin laut Polizei wieder entlassen. Im Laufe der Ermittlungen werde nun entschieden, ob es zu einem Strafverfahren wegen einer Bedrohung kommt. Unabhängig davon wird gegen den 22-Jährigen aber wegen eines Verstoßes gegen die Oktoberfestverordnung ermittelt, weil die Übertragung von Livestreams vom Festgelände grundsätzlich verboten ist.

Frauen grölen - erster "Rosa Montag" in der Bräurosl

Im Mittelschiff der Bräurosl sitzen an diesem Tag, einen Tag nach dem "Gay Sunday", der längst Tradition hat, zum ersten Mal mehrere hundert Frauen und FLINTA-Personen: Es ist "Rosa Montag". Die zweite Bürgermeisterin Mona Fuchs (Grüne) zapft um 12 Uhr das Fass mit drei Schlägen an, wünscht eine "queere Wiesn", dann wird die Regenbogenfahne gehisst und die Menge, die vor allem aus Frauen besteht, grölt. Das gab es so in 191 Jahren Wiesn noch nie!

Mona Fuchs zapft das Fass am Rosa Montag mit drei Schlägen an. Robert Haas

Das Wirtspaar Franziska und Peter Reichert mit den Veranstalterinnen Sina Scherer, Ricarda Hofmann und Silke Völling sowie der zweiten Bürgermeisterin Mona Fuchs. Robert Haas

Mehr als 1200 Patienten am ersten Wiesn-Wochenende

Auf der Sanitätsstation auf dem Oktoberfest war am ersten Wochenende, wie nicht anders zu erwarten, ordentlich etwas los: 1212 Patientinnen und Patienten wurden hier behandelt, wie die Aicher Ambulanz meldet. 364 mussten mit einer Trage transportiert werden. Und 23 Menschen wurden per CT untersucht. "Ganz normaler Wiesnbetrieb" halt, wie die Helfer wissen lassen.

Nach Kreislaufproblemen am Sonntag: OB Krause wieder wohlauf

Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) hat sich von seinen leichten gesundheitlichen Problemen am Sonntag erholt und wird am Montag wie geplant um 12 Uhr in der Festhalle Schottenhamel ein Grußwort bei der Aktion „Wiesn mit Herz“ der Oktoberfest-Wirte sprechen. Krause sei wieder fit und habe bereits am Montagmorgen von acht Uhr an im Rathaus gearbeitet, sagte sein Sprecher. Unter anderem leitete er wie jeden Montag die Runde der städtischen Referenten, bei der die wichtigsten Themen der Woche besprochen werden. Anschließend werde er zur Theresienwiese fahren.

Krause hatte am Sonntag nach dem Trachtenumzug seine weiteren Termine wegen Kreislaufschwierigkeiten abgesagt und sich zurückgezogen. Unter anderem musste deshalb sein erster Auftritt als Oberbürgermeister auf dem "Gay Sunday" ausfallen.

Hunderte Kindergartenkinder ohne Eltern heute auf der Wiesn

Wie jedes Jahr sind auch diesmal am ersten Wiesnmontag Hunderte Kinder ohne ihre Eltern auf der Wiesn. Nur ein paar Betreuerinnen und Betreuer haben sie mitgebracht. Denn die Münchner Schausteller, Marktkaufleute und die Wirte der kleinen Festzelte laden traditionell Kindergartenkinder aus den städtischen Einrichtungen zu einem kostenlosen Vormittag ein. Bürgermeisterin Verena Dietl begrüßt die Kleinen, die auf den Stufen der Bavaria sitzen, und wünscht ihnen viel Spaß beim Sausen mit den Fahrgeschäften. Lautes Jubeln und Gegröle. So geht Wiesnstimmung auch, ganz ohne Alkohol.

Lisa Sonnabend

Wiesn-Promis feiern beim Almauftrieb – nur Heidi Klum hat andere Pläne

Ein fester Termin zu jeder Wiesn ist der Almauftrieb im Käferzelt am Sonntagabend, wo sich die Prominenz im Zelt nur so drängt. In diesem Jahr unter anderem: Tokio-Hotel-Bill, Ex-Bundestrainer Nagelsmann und eine Söder-Tochter: Alle wollen sie dabei sein. Einblicke in das Gedränge, Geblitze und Gerufe bei dem Promi-Event schlechthin gibt mein Kollege Philipp Crone, der sich gestern auch dort rumgetrieben hat. Was sich dort abspielte, lesen Sie hier.

Ein Promi dagegen hatte andere Pläne: Heidi Klum hüpfte übers Festgelände zur Bräurosl, wo gerade der Gay Sunday in vollem Gange war. Heidi sang den Hit „Sunglasses at Night“ von Corey Hart auf der Bühne, den sie als Titelsong vor zwei Jahren für ihre Show „Germany's next Topmodel“ bereits einspielte. Und am Ende ihres Auftritts rief Heidi noch eine Botschaft in die feiernde Gay-Sunday-Menge: „Bleibt laut, bleibt stark, und ich liebe euch alle.“

Wer sich sonst noch so auf dem Oktoberfest rumtrieb, lesen Sie hier in unseren Promis von Wiesntag 2:

Herzinfarkt – Sanitäter behandeln Breznverkäufer

Einem 47-jährigen Breznverkäufer fällt am Sonntag plötzlich das Schieben seines Breznwagens schwer – "irgendwie funktionierten die Arme nicht mehr so gut", so berichtet es die Aicher Ambulanz. Als sich der Wiesnmitarbeiter bei den Sanitätern vorstellt, wird bei der Untersuchung schnell klar: Mit den Armen ist alles in Ordnung, aber der Mann hat einen Herzinfarkt erlitten. Der 47-Jährige wird in eine Klinik gebracht. "Die schnelle Behandlungskette rettete dem Breznverkäufer vielleicht das Leben und er geht im Idealfall ohne Schaden am Herzmuskel nach Hause", so ein Wiesn-Notarzt.

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