Oktoberfest-News 2026: O'zapft is! Oberbürgermeister Dominik Krause eröffnet das 191. Oktoberfest
WiesnMünchens Oberbürgermeister Krause eröffnet 191. Oktoberfest
19. September 2026, 12:00 Uhr
Erstmals hat ein Politiker der Grünen das erste Fass auf der Wiesn angezapft. Parteifreunde sprechen von einem historischen Moment. Wie sich Dominik Krause geschlagen hat.
Alle Entwicklungen im Liveblog
Neben eigenen Recherchen verwenden wir für diesen Liveblog Material der Nachrichtenagentur dpa.
Wichtige Updates
Krause fährt mit der U-Bahn zum Einzug der Wiesnwirte
Erster Notruf bei Wiesn-Sanitätern: 9.09 Uhr
Der "Wiesn-Run" beginnt mit Verzögerung an manchen Stellen
Das Fass für Dominik Krause rollt an
So hoch liegt die Messlatte beim Anzapfen
191. Oktoberfest ist offiziell eröffnet
O'zapft is! Münchens Oberbürgermeister Dominik Krause hat das 191. Oktoberfest mit 2 Schlägen eröffnet. Traditionell bekommt der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) die erste Mass Bier gereicht. Dann beginnt der Ausschank für alle anderen Gäste auf der Wiesn. Binnen Minuten wandern die Masskrüge von den Schänken an die Tische. Auch auf der Empore des Schottenhamel-Zelts bei den Promis und Politikern gibt es jetzt Bier und ein Hendl zu essen.
„Historisch“ sei das, sagte die frühere Grünen-Chefin Ricarda Lang der Nachrichtenagentur dpa. Und: „Wir sind sehr stolz auf Dominik Krause.“ Ricarda Lang ergänzte schmunzelnd, dass sie sich freue, dass ausgerechnet der CSU-Ministerpräsident Söder die erste Mass aus den Händen eines Grünen-Politikers bekomme.
Dominik Krause ist in Begleitung seines Verlobten zum Oktoberfest gekommen. Der berichtet, der grüne Oberbürgermeister sei „erstaunlich ruhig“ gewesen. Auch Krause selbst berichtet vor dem Anstich: "Ich habe am Abend zwei Bier getrunken und habe bestens geschlafen.“ Allerdings: Heute Morgen „ging’s mit der Aufregung hoch." Was ihn wieder beruhigt habe: Als Markus Söder ihm berichtet habe, was alles schiefgehen kann. Am Ende gelingt ihm ja aber, was er hofft: Zwei Schläge ins Fass reichen, dann fließt das Fass.
Söder hat an diesem Wiesn-Tag offensichtlich vor allem ein Thema: Olympia. Nicht nur vor dem Zelt, sondern auch kurz vorm Anzapfen wünscht er sich, dass man nächstes Jahr auf der Wiesn München als „definitive Olympiastadt“ feiern könne. Auf die Frage des Moderators vom Bayerischen Rundfunk, was er wohl gerne mal einen Tag auf dem Oktoberfest wäre – Wiesnwirt, Kapellmeister oder Bedienung – hat Söder eine klare Antwort: „BR-Reporter, da hat man das schönste Leben“ – so vermutet zumindest der CSU-Chef.
Der OB und der Ministerpräsident beim Anzapfen. . Linus Freymark
Söder zum Krause-Anzapfen: "Er wird es sicher gut machen"
Was hält der bayerische Ministerpräsident Markus Söder davon, dass erstmals ein grüner Münchner Oberbürgermeister das erste Fass auf der Wiesn anzapft? Der CSU-Chef zeigt sich leutselig: "Ich bin schon gespannt, er wird es sicher gut machen", sagt er bei seiner Ankunft vor dem Schottenhamel-Zelt. Er hoffe auf "eine friedliche, auf eine entspannte Wiesn". Und Söder betont: "Man darf auch feiern in schweren Zeiten." Und dann macht er noch einen kleinen Exkurs zu einem ganz anderen Thema: Olympia. Dies sei der Auftakt zu einer spannenden Woche. Denn nächste Woche werde entschieden, ziemlich genau um diese Zeit, wer Olympiastadt wird. "Und wir hoffen, dass es München ist."
Ulrike Heidenreich
Gelassenheit vor dem Anstich
Die Sicherheit ist auf der Wiesn immer ein Thema. Im vergangenen Jahr war es zweimal so voll, dass zeitweise keine neuen Gäste mehr aufs Festgelände gelassen wurden. Dieses Mal soll das nicht mehr passieren. Es seien die richtigen Schlüsse gezogen worden, zeigte sich Hanna Sammüller, die Chefin des Kreisverwaltungsreferats, vor dem Anstich zuversichtlich. Das Wiesn-Gelände wird besser überwacht. Außerdem sei jetzt klar, wie kommuniziert werde, wenn es eng zu werden drohe. Dem, was kommt, sehe sie deshalb gelassen entgegen. Ähnlich äußerte sich Wirtschaftsreferent und Wiesn-Chef Christian Scharpf. In der Ratsboxe freute er sich vor dem Anstich über das wunderbare Wetter („stahlblauer Himmel“) – und darüber, es rechtzeitig mit seiner Familie zum Anzapfen geschafft zu haben: „Die Wiesn zu organisieren ist fast einfacher, als vier Kinder in der Früh rechtzeitig fertig zu machen.“
Der Countdown läuft: Letzte Vorkehrungen vor dem Anstich
Oberbürgermeister und Ministerpräsident sind inzwischen da und in der Anzapfbox steigt die Spannung. Noch etwa 20 Minuten sind es bis zum Anstich. Die Zugänge zur Anzapfbox sind bereits abgesperrt, damit die beiden Männer, die hier gleich im Rampenlicht stehen werden, durchkommen. Auch die letzten Journalisten haben inzwischen ihre Plätze eingenommen, alles in allem dürften sich weit über 50 Personen in der Anzapfbox befinden.
Ulrike Heidenreich
Warten auf Markus Söder
Vor dem Schottenhamel-Festzelt sind jetzt alle Haupt-Gäste eingetroffen, die gesamte Rathaus-Spitze mit Dominik Krause, Verena Dietl und Mona Fuchs, außerdem die Wirtefamilie Schottenhamel. Alle warten jetzt auf Ministerpräsident Söder, vorher geht keiner und keine ins Zelt. Gerade hat sich herumgesprochen, dass er erst um 11:45 Uhr eintreffen wird. Nun suchen alle einen Schattenplatz.
Ulrike Heidenreich
OB Krause auf dem Festgelände angekommen
Münchens Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) wird um 12 Uhr die Hauptrolle im Schottenhamel-Festzelt spielen, das erste Fass anzapfen – und damit das 191. Oktoberfest eröffnen. Inzwischen ist er nach Fahrten mit U-Bahn und Pferdekutsche mit seinem Partner Sebastian Müller auf dem Festgelände angekommen. Auch Münchens Zweite Bürgermeisterin Mona Fuchs (Grüne) und die Dritte Bürgermeisterin Verena Dietl (SPD) sind bereits da.
Ulrike Heidenreich
Erster Wiesn-Promi gesichtet: Florian Silbereisen
Florian Silbereisen hat auch heuer an seinem angestammten Platz direkt vor der Anzapfbox im Schottenhamel-Festzelt Platz genommen. In den Tag ist er mit einer ausgiebigen Dusche und zwei Tassen Kaffee gestartet, mehr nicht: Der Weg zur Toilette ist ja so weit.
Für Silbereisen ist der erste Wiesntag heuer auch sein einziger, die Arbeit ruft. Diesen einen Tag aber will er auskosten, das hat seit Jahren Tradition. Er startet wie immer erst im Schottenhamel-Festzelt, später geht es noch in ein paar andere Zelt. Mit ihm am Tisch sitzt unter anderem auch Musikerkollege DJ Ötzi.
Jacqueline Lang
Die Kapelle zieht ins Schottenhamel-Festzelt ein
Noch eine knappe Stunde bis zum Anstich! Rund um die Anzapfbox tut sich etwas – die Kapelle ist da! In den kommenden zwei Wochen werden Otto Schwarzfischer und seine Musikanten den Besuchern des Schottenhamel-Zelts einheizen. Nach ihrem Einzug ins Zelt nimmt die Kapelle ihren Platz auf der Bühne ein, bevor es dann ab 12 Uhr so richtig losgeht.
Verkaufsschlager: Einhörner und Minions
Anna Baerwinkel ist heuer zum ersten Mal als Verkäuferin von Souvenirs und Luftballons im Schottenhamel-Festzelt, über eine Freundin ist sie an den Job gekommen. Wie das Geschäft bislang läuft? Ganz gut, sobald es Bier gibt, werde es aber wohl noch besser laufen, vermutet sie. Ob dann auch die blöden Sprüche zunehmen? Mal sehen, bislang seien alle Gäste jedenfalls sehr nett – und Baerwinkel hochmotiviert. Ihr Verkaufsschlager: Einhörner- und Minions-Ballons, für Jung und Alt im Übrigen.
Jacqueline Lang
Prominenz und Geschäftspartner auf den Wagen der Wirte
Gerade stoppt der Einzug der Wirte, vermutlich, weil ganz vorne an der Spitze gerade die Kutsche von OB Krause anhält, um am Mahnmal für das Oktoberfest-Attentat inne zu halten. Die Wagen der Festwirte sind prominent besetzt. Einige Wiesenwirte hatten zum Vorglühen in der Innenstadt in Cafés eingeladen. Etwa Clarissa und Michael Käfer, in das Café Wörner, nahe dem Sendlinger Tor. Viele Geschäftskunden, die über das Jahr im renovierten Käfer-Restaurant an der Prinzregentenstraße speisen, sind da. Aber auch Freunde des Hauses wie Verleger Florian Langenscheidt oder die neue FDP, Stadträtin und ehemalige bunte Chefredakteurin Patricia Riekel.
Einzug der Wiesnwirte hat begonnen
Der Einzug der Wiesnwirte Richtung Festgelände hat mittlerweile begonnen. Er folgt klaren Regeln: Die Aufstellung ist seit Jahrzehnten unverändert. An der Spitze das Münchner Kindl – Sina Hochreiter reitet beim Einzug 2026 auf einem Percheron, einem französischen Kaltblut. Dahinter folgt die Kutsche des Münchner Oberbürgermeister Dominik Krause, danach rollen die prachtvollen Gespanne der Brauereien, schließlich die Wagen der großen und kleinen Festzelte. Dazwischen die Musikkapellen, Schausteller und Marktleute. Vor allem kräftige Kaltblutpferde werden beim Wiesneinzug angespannt. Es sind überwiegend Süddeutsche und Belgische Kaltblüter, auch Brabanter genannt. Das Reitpferd des Münchner Kindls ist eine Ausnahme.
So viel teurer ist Bier auf der Wiesn wirklich geworden
Es gilt schon fast als Naturgesetz, dass der Preis für die Mass in jedem Jahr steigt. Nun hat der Chefökonom der Unicredit in Deutschland, Andreas Rees, nachgerechnet, wie krass diese „Wiesnflation“ im langjährigen Vergleich zur allgemeinen Teuerungsrate ausfällt – mit einem verblüffenden Ergebnis. Denn der Preis der Wiesnmass hat sich im Langfristvergleich seit 1985 fast verfünffacht. Damit übersteigt die „Wiesnflation“ die allgemeine Teuerungsrate in Deutschland massiv.
Krause fährt mit der U-Bahn zum Einzug der Wiesnwirte
Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) ist auf dem Weg zum Sammelplatz für den Einzug der Wiesnwirte – und nutzt dafür die öffentlichen Verkehrsmittel. Auf Instagram postete er ein Bild von sich im U-Bahnhof Sendlinger Tor. Dazu schrieb er: „Auf dem Weg zum Anzapfen!“
Von der Innenstadt aus wird Krause in einer Kutsche zusammen mit den Wiesnwirten zum Festgelände fahren. Dort richtet sich in der Anzapfbox die gesamte Aufmerksamkeit auf ihn.
Erster Notruf bei Wiesn-Sanitätern: 9.09 Uhr
Schon wenige Minuten nachdem an einigen Stellen Menschen auf das Festgelände durften, ist es zum ersten Notfall gekommen. Die Wiesn-Sanitäter melden um 9.09 Uhr Uhr ihren ersten Einsatz. Mittlerweile habe man bereits mehr als fünf Patientinnen und Patienten versorgt. „Viermal musste das Tragenteam ausrücken, darunter zu einem Krampfanfall sowie zu blutenden Wunden nach Stürzen und weiteren leichten Verletzungen vom Wiesn-Einlauf“, so Pressesprecher Julian Tanzer.
Doch auch schon vor dem eigentlichen Start meldet ein Sprecher von Aicher erste Einsätze. Man habe bereits vor Öffnung des Festgeländes 27 Behandlungen durchgeführt – überwiegend bei leicht verletztem Wiesnpersonal sowie im Zuge der Wiesnaufbauarbeiten.
Festplatz füllt sich bei bestem Wiesnwetter
Vom Balkon des Schottenhamel-Festzelts blickt man auf das Gelände. Dort herrscht mittlerweile ein entspanntes Treiben bei allerbestem Wiesnwetter: nicht zu warm, nicht zu kalt, strahlender Sonnenschein. Die Stadtprominenz lässt aber noch auf sich warten.
Jacqueline Lang