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Oktoberfest: Notfalleinsatz an Fahrgeschäft - Gäste hängen kopfüber fest

Nation

Newsblog zum Oktoberfest

Fahrgäste hängen minutenlang kopfüber in der Gondel

Aktualisiert am 19.09.2026 - 20:25 UhrLesedauer: 35 Min.

Dirndl, Lederhosen und Bier: Vom Anstich bis zum letzten Wiesn-Abend begleitet t-online das größte Volksfest der Welt mit exklusiven News und Geschichten.

Zwei Wochen Ausnahmezustand in München: Vom 19. September bis zum 4. Oktober findet am Fuße der Bavaria auf der Theresienwiese das 191. Oktoberfest statt. Auch in diesem Jahr werden wieder Millionen Besucher aus aller Welt erwartet.

Rund um die Wiesn versorgt Sie die Münchner t-online Redaktion im großen Newsblog mit exklusiven Storys und Geschichten rund um das größte Volksfest der Welt.

Samstag, 19. September 2026

Fahrgäste hängen kopfüber in Gondel fest

Wiesngäste sind am Abend kopfüber in einem Fahrgeschäft hängengeblieben, nachdem das Gerät angehalten hatte. Sanitäter mussten ausrücken und Fahrgäste versorgen, die über Unwohlsein und Kreislaufprobleme klagten. Die ganze Geschichte lesen Sie hier.

Rausch ausschlafen am Kotzhügel

Am sogenannten Kotzhügel, der sich hinter dem Hofbräu-Festzelt befindet, hat sich am frühen Samstagabend ein gewohntes Bild eingestellt. Immer mehr Menschen finden sich hier ein, um ihren Rausch auszuschlafen. Andere wollen einfach nur einen Moment ausruhen.

Der Kotzhügel ist der umgangssprachliche Name für den Hang direkt unterhalb der Bavaria-Statue am Westrand der Theresienwiese. Die Polizei warnt regelmäßig davor, sich dort ungeschützt hinzulegen, da Taschendiebe, Gauner und Kriminelle gezielt nach hilflosen Personen suchen.

Dichtes Gedränge vor den Zelten

Immer mehr Festzelte schließen am Nachmittag ihre Haupteingänge, weil alle Plätze drinnen belegt sind. Zum Reservierungswechsel zwischen 16.30 Uhr und 17 Uhr wird es vor den Zelten allerdings sehr voll. Besucher mit Abendreservierungen stoßen auf die Mittagsgäste, die nun die Zelte verlassen. Nach dem offiziellen Wechsel versuchen manche Gäste, sich an den Eingängen einzufinden, in der Hoffnung, dass nicht wahrgenommene Tische neu vergeben werden. Es kommt daher zu Durchsagen, dass der Zutritt in die Festzelte ohne Reservierung gar nicht möglich ist.

Nach früheren Gedränge-Situationen setzt die Wiesn-Festleitung auf ein verbessertes Besuchermanagement, Echtzeit-Zählungen und Maßnahmen zur Entzerrung. Noch ist jedoch kein Einschreiten zu sehen gewesen.

Einsatzkräfte rücken zu erstem Alkohol-Notfall aus

Das 191. Oktoberfest ist erst wenige Stunden alt, da gibt es schon den ersten alkoholbedingten Notfall. Wie die Aicher Ambulanz auf dem Festgelände meldet, mussten gegen 15.45 Uhr Sanitäter zu einem Einsatz wegen"Alkoholintoxikation" ausrücken.

Ein 19-jähriger Münchner hatte laut Ambulanz das Wiesnbier wohl unterschätzt – so sehr, dass er offenbar nicht mehr stehfähig war. Seine Freunde alarmierten die Sanitäter, das Team kümmerte sich vor Ort mit einer Vitalkontrolle und einer Infusion. Um ca. 16.20 Uhr waren es schon elf Notälle, die auf übermäßigen Alkoholkonsum zurückzuführen sind.

Erste große Panne bei Fahrgeschäften

Die erste große Technik-Panne bei der Wiesn: Seit etwa 14.30 Uhr ist der "XXL-Racer", ein rotierendes, 55 Meter hohes Überschlagskarussell mit 16 Plätzen auf zwei Gondeln durch einen Kabelschaden blockiert. Das sagte ein Mitarbeiter der Münchner Lokalredaktion von t-online. Besucher können das Fahrgeschäft, das zu den höchsten der Wiesn zählt, deshalb derzeit nicht besuchen. Man hoffe, dass der Kabelschaden bald behoben sei, so der Mitarbeiter weiter.

Gegen 15.20 Uhr gibt es dann die ersten Anzeichen, dass es beim XXL-Racer auch bald wieder laufen kann. Die Wiesn-Attraktion, direkt neben dem traditionsreichen Toboggan auf der Matthias-Pschorr-Straße gelegen, macht einige Drehversuche. Mehrere Techniker sind derzeit mit einer Lösung des Problems beschäftigt.

Wiesn-Ambulanz: Schon 176 Patienten

Für die Aicher Ambulanz begann der Tag schon Stunden vor dem Anstich: Um kurz nach 9 Uhr musste bereits der erste Patient aufgrund eines Krampfanfalls versorgt werden. Dabei hatten die Einsatzkräfte schon gut zu tun: Bis zum Nachmittag (Stand: 15 Uhr) waren bereits 176 Patienten bei der Wiesn-Ambulanz. Das sei nicht außergewöhnlich, so ein Sprecher gegenüber t-online. "Aber wir haben durchaus was zu tun, wir sind gut beschäftigt."

Bisher habe man die für einen Wiesn-Tag üblichen Verletzungen versorgen müssen: Stürze, Schürfwunden und Schwächeanfälle. Kurios: Ein 25-jähriger aus Berlin zog beim Armdrücken den Kürzeren und brach sich dabei den Arm, teilt die Aicher Abmulanz mit.

Auch bei einem anderen Notfall konnte schnell geholfen werden: Eine rund 80-jährige Dame suchte auf dem Festgelände verzweifelt ihre Enkelin. Die Einsatzkräfte des Ärtzeteams halfen der Dame weiter und unterstützten bei der Suche. Mit Erfolg. Das Kind konnte aufgefunden werden und wurde unversehrt ihrer Großmutter übergeben.

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