Oliver Baumann in Sorge: Der Sport-Tag am Freitag, den 16. Oktober 2026
Der Sport-Tag
Kompany verkündet nächste schlechte Nachricht zu Neuer
Bayern München muss wohl auch im Bundesliga-Topspiel gegen RB Leipzig auf seinen Kapitän Manuel Neuer verzichten. Der 40-Jährige habe wegen seiner Fußverletzung, über die er seit dem Duell beim FC Augsburg (2:2) am vergangenen Samstag klagt, auch am Donnerstag noch nicht wieder trainiert, sagte Trainer Vincent Kompany vor dem Spiel am Samstag (18.30 Uhr/Sky und im Liveticker bei ntv.de).
"Ich möchte nicht die Rolle eines Arztes übernehmen", führte Kompany aus: "Es ist am Fuß, nicht am Oberschenkel oder an der Schulter. Es wird nicht so lange dauern. Ob es morgen oder nächste Woche ist, schauen wir mal. Er soll erst mal ein besseres Gefühl bekommen und trainieren, wenn er kann, dann ist diese Phase auch wieder vorbei." Als Vertreter steht abermals Jonas Urbig parat. Der Jung-Nationalspieler hatte Neuer am vergangenen Dienstag beim 3:3 in der Champions League beim norwegischen Meister Viking Stavanger zum dritten Mal in dieser Saison vertreten. "Wir haben eine gute Konstellation, es ist alles, wie es sein muss", sagte Kompany über die Torhüter.
Neben Neuer fällt auch Jamal Musiala weiter aus. Der zuletzt angeschlagene Aleksandar Pavlovic habe dagegen "normal trainiert" und könne vorbehaltlich des Trainings am Freitag wieder dabei sein, sagte Kompany.
Heikles Gerücht: Manchester City droht zehnjährige Sperre
Premier-League-Gigant Manchester City droht im Finanzskandal angeblich noch mehr Ungemach - und das nicht nur auf nationaler Ebene. Der renommierte kolumbianische Sportjournalist Cesar Augusto Londono vermeldet via X, die UEFA erwäge, ManCity für sieben bis zehn Jahre aus allen europäischen Wettbewerben auszuschließen, sollte der Schuldspruch wegen der Finanzvergehen des Klubs auch nach dessen Berufung bestehen bleiben.
An der Champions League, Europa League und Conference League könnten die Engländer in diesem Zeitraum dann nicht teilnehmen .ManCity war Ende September im Finanzskandal offiziell schuldig gesprochen worden. Der Klub legte anschließend Berufung ein und weist jegliches Fehlverhalten von sich. Welche Sanktionen den Skyblues drohen, ist noch unklar. Punktabzüge und auch ein Zwangsabstieg aus der Premier League stehen im Raum.
Besiktas legt die TSG Hoffenheim schlafen
In der Europa League stehen sich die deutschen WM-Ersatztorhüter Oliver Baumann und Alexander Nübel gegenüber. Hoffenheim hält erst halbwegs mit, doch am Ende stehen drei Gegentore.
10:02
Besiktas legt die TSG Hoffenheim schlafen
"Sollte sich schämen" - Heftige Kritik an Leroy Sané
Leroy Sané hat ein gutes Jahr nach seinem Abgang vom FC Bayern bei einigen Fans von Galatasaray seinen Kredit verspielt. Nach der 1:4-Niederlage gegen den FC Barcelona in der Champions League keimt erneut Kritik an den Leistungen des 80-maligen Nationalspielers auf. Sein Trainer versucht, die Wogen zu glätten.
"Er kam erst nach dem 1:3 ins Spiel. Das war die Phase, in der die Mannschaft eingebrochen ist. Dieses Spiel sollte nicht als Maßstab dienen, um seine Leistung zu bewerten", wird Coach Orkan Buruk unter anderem von "Sport1" zitiert. Fehlpässe von Sané wurden im eigenen Stadion vereinzelt sogar mit Pfiffen quittiert. Einige TV-Experten wählten nach der Partie zudem drastische Worte. Ex-Profi Sinan Engin polterte in der Show "Asist Analiz": "Leroy Sané sollte sich schämen." Der frühere Nationalspieler Tümer Metin monierte, der Angreifer habe schlichtweg zu wenig Einsatz gezeigt.
Sané selbst meldete sich nach der Pleite gegen Barca via Instagram zu Wort. "Wir stehen in guten und schwierigen Zeiten zusammen. Ich arbeite jeden Tag hart dafür, zurück auf mein Top-Level zu kommen und das zu liefern, was ihr verdient. Danke für eure Unterstützung gestern und seit dem ersten Tag. Zusammen werden wir das schaffen", schrieb er in seiner Story.
Spektakuläre Brewers hauen den Champion raus
Zum ersten Mal seit 44 Jahren haben die Milwaukee Brewers in der Baseball-Profiliga MLB die World Series erreicht und zugleich den Titelverteidiger Los Angeles Dodgers ausgeschaltet. Im vierten Spiel der Serie holten die Brewers beim 6:4 den vierten Sieg, der Sweep beendete die Träume der Dodgers vom dritten Einzug ins Finale in Folge.
Bisher war es nur den Boston Red Sox 2004 gelungen, einen 0:3-Rückstand in einer Best-of-seven-Serie noch in einen Sieg zu verwandeln. Die Hoffnung auf eine Wiederholung durch die Dodgers zerstörten die Brewers, die sich im vierten Aufeinandertreffen von einem frühen 0:4-Rückstand zurückkämpften und nun in der Finalserie der MLB entweder auf die Cleveland Guardians oder die Tampa Bay Rays treffen. Cleveland liegt in diesem Duell mit 2:1 nach Siegen vorne.
"Wir haben immer noch einen Weg vor uns. Wir haben noch ein paar große Spiele vor der Brust", sagte Brewers-Kapitän Christian Yelich. "Wir waren so oft so knapp dran. Kompliment an unsere Jungs, unser Team – sie sind zusammengeblieben, haben gekämpft. Wir lagen früh zurück und dachten: Das wird eine großartige Geschichte, wenn wir zurückkommen und das gewinnen."
Überraschung: Tour de France streicht spektakulären Rennabschnitt
Diese Nachricht dürfte vielen Radsport-Fans überhaupt nicht gefallen: Die Veranstalter der Tour de France wollen das Peloton auf der Schlussetappe im kommenden Jahr französischen Medien zufolge nicht mehr über den Montmartre leiten. Dabei hatte der 130 Meter hohe Berg im Herzen von Paris in den letzten Jahren für ein Spektakel sondergleichen gesorgt.
Wie die französische Zeitung "Le Progrès" berichtet, wird der Montmartre 2027 nicht Teil der Schlussetappe sein. Stattdessen soll auf die altbekannte Streckenführung zurückgegriffen werden. Den Sprintern im Feld dürfte das gefallen. Viele von ihnen hatten sich darüber beschwert, dass die Streckenführung mehr und mehr auf die Klassementfahrer ausgerichtet wird, es zu viele Berg- und andere schwere Etappen und zu wenige Sprintankünfte gibt.
Gleichwohl hatte die neue Streckenführung in den Jahren 2025 und 2026 für unglaubliche Szenen in Paris gesorgt. Im ersten Jahr lieferten sich Tadej Pogacar und Wout van Aert ein episches Duell in den engen Gassen auf dem Montmartre, in diesem Jahr waren es Pogacar und Mathieu van der Poel, die für ein Gänsehaut-Finish sorgten.
Draisaitl trifft und verliert mit seinen Oilers
Trotz des vierten Saisontreffers des deutschen Eishockeystars Leon Draisaitl haben die Edmonton Oilers in der NHL eine Niederlage hinnehmen müssen. Die Kanadier verloren ihr Heimspiel gegen Utah Mammoth 2:4, Draisaitls zwischenzeitliches Anschlusstor zum 1:2 konnte daran nichts ändern. In der Western Conference liegen die Oilers damit auf Rang drei, während Utah nach dem dritten Sieg in Folge an der Spitze steht.
Besser lief es für Tim Stützle, der beim 2:1-Erfolg nach Penaltyschießen der Ottawa Senators über die New York Islanders mitwirkte. Seinen eigenen Versuch im Shootout konnte der 24-Jährige indes nicht verwandeln, Teamkollege Shane Pinto traf schließlich zum Sieg. Ottawa belegt im Osten damit Rang zwei. Über einen Sieg durfte sich auch Moritz Seider freuen. Mit den Detroit Red Wings gelang ein 2:1-Erfolg über die Philadelphia Flyers, als 14. im Osten steht das Team aber dennoch im unteren Bereich der Tabelle.
Bitteres Musiala-Update für den FC Bayern
Jamal Musiala konnte in der zurückliegenden Länderspielphase nicht mitwirken, nachdem er sich kurz vor dem Einsatz im DFB-Trikot gegen die Niederlande einen Muskelfaserriss zugezogen hatte. Dadurch fehlte der 23-Jährige dem deutschen Fußball-Rekordmeister bereits bei den Duellen mit dem FC Augsburg (2:2) in der Bundesliga und mit Viking FK (3:3) in der Champions League. Nun kam ans Licht, dass die Münchner wohl noch etwas länger ohne Musiala auskommen müssen.
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Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, wird Jamal Musiala dem FC Bayern im Liga-Kracher gegen RB Leipzig am Samstag "sicher" noch nicht zur Verfügung stehen. Im anschließenden Champions-League-Topspiel gegen den FC Arsenal (Mittwoch, 21. Oktober um 21 Uhr) soll ein Mitwirken "ebenfalls so gut wie ausgeschlossen sein".
Musiala, so die Zeitung, arbeite "hart" am Comeback. Am Donnerstag absolvierte der Offensivstar demnach ein rund 45-minütiges Aufbautraining, zu dem neben Laufeinheiten auch lockere Übungen mit dem Ball gehört haben sollen. Eine Rückkehr ins volle Teamtraining soll allerdings noch nicht sicher absehbar sein. Ausschlaggebend sei, wie Musialas Muskulatur auf die Belastungen reagiere. Der FC Bayern wolle indes kein Risiko mit einem vorschnellen Comeback eingehen.
Angekotzter Baumann spricht Klartext: "Situation ist gefährlich"
Die TSG Hoffenheim sieht sich nach dem nächsten Rückschlag in einer prekären Situation. Vor allem Torwart und Kapitän Oliver Baumann sprach nach der 2:3-Niederlage in der Europa League gegen Besiktas Istanbul eine deutliche Warnung aus. "Die Situation ist natürlich gefährlich. Wenn du jetzt denkst, wir haben fünf Spiele gespielt in der Bundesliga. Und wir sind noch am Anfang", sagte der 36-Jährige. "Und irgendwann bist in der Mitte und irgendwann bist du im Winter."
Man bekomme aktuell "einfach zu viele Gegentore. Und das kotzt natürlich an, gerade mich", klagte Baumann. Nachdem die kriselnden Kraichgauer schon zum Auftakt bei OFI Kreta mit 0:2 verloren hatten, stehen sie international ohne Punkte da. In der Fußball-Bundesliga geht es für den Vorletzten am Sonntag (17.30 Uhr/DAZN) zu Schlusslicht Borussia Mönchengladbach.
Baumann forderte, "im Hier und Jetzt" zu sein und die Lage sachlich zu analysieren. "Wir haben zu wenig Punkte - in beiden Wettbewerben. Es bringt jetzt nichts, wenn ich vor euch voll draufhaue und intern voll draufhaue", betonte er vor Journalisten.