Ölpreis steigt wieder über 100-Dollar-Marke
Dieser Ausdruck wurde am 23.07.2026 erstellt und ist ausschließlich für den persönlichen Gebrauch lizenziert. Andere Nutzungen verletzen das Urheberrecht Nach Huthi-Angriff Ölpreis steigt wieder über 100-Dollar-Marke Erst Angriffe in der Straße von Hormus, nun im »Tor der Tränen« vor der Küste des Jemen: Der Irankonflikt eskaliert. Die Weltwirtschaft spürt das schon jetzt. Analysten fürchten, dass der Ölpreis noch höher klettert. 23.07.2026, 16.33 Uhr Die anhaltenden Angriffe in Nahost haben für einen Preisanstieg auf dem Ölmarkt gesorgt: Ein Fass (159 Liter) der Nordseesorte Brent verteuert sich um fast 6,5 Prozent auf 100,05 Dollar. Erstmals seit Ende Mai erreicht der Preis nun wieder die psychologisch wichtige 100-Dollar-Marke. Die von Iran unterstützten Huthi-Milizen im Jemen hatten zuvor nach eigenen Angaben zwei saudische Öltanker angegriffen. Das schürt die Sorge vor weiteren Lieferunterbrechungen in der Region. Neben dem Konflikt um die Straße von Hormus haben die Huthis eine neue Front eröffnet und nehmen nun auch Schiffe mit saudischem Öl in der Meerenge Bab al-Mandab am Roten Meer ins Visier. Noch liegt der Ölpreis aber unter dem Jahreshoch von rund 126 Dollar, das Ende April erreicht wurde. Der Beginn des Irankriegs durch die USA und Israel im Februar hatte den Preis stark nach oben getrieben. Sollte die Straße von Hormus nun länger blockiert bleiben, könnte der Preis für Brent im vierten Quartal jedoch wieder die Marke von 120 Dollar pro Barrel überschreiten, fürchten die Analysten von Goldman Sachs laut der Nachrichtenagentur Reuters. Seit Tagen werden wieder Schiffe in der Straße von Hormus angegriffen. Dem SPIEGEL vorliegende Daten zeigen: Nur noch wenige Tanker wagen sich durch die Meerenge. Und jetzt ist auch noch eine andere Route bedroht. Warum die Straße von Hormus praktisch wieder dicht ist und der Welt eine neue Ölkrise droht, lesen Sie hier . jml/dpa/Reuters