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Omega aus Gescher bei „Bares für Rares“: Nach einer Minute ist die Verhandlung beendet

Nation

Am Wochenende findet in Düsseldorf wieder einmal eine der bedeutendsten Uhrenmessen des Landes statt – die Watchtime. Uhrenfans aus allen Himmelsrichtungen werden in die NRW-Landeshauptstadt strömen, um sich die schönsten Neuheiten vor Augen zu führen. Grund genug, auch einmal einen Blick auf die spannendsten Uhren-Verkäufe bei „Bares für Rares“ zu werfen. Ganz weit vorne: die Omega-Uhr von Werner aus Gescher. Der hatte seine Omega „Flightmaster“ mehr zufällig gekauft. Hatte es sich begeben, dass er mit seiner Frau auf Ringsuche war und dabei von der „Flightmaster“ verzaubert wurde.

Eine Uhr gemacht für Berufspiloten. Zwar nicht so bekannt, wie die Exemplare der legendären Sea- oder Speedmaster-Reihe, dafür aber unter Sammlern sehr begehrt. Leider jedoch war der Zustand des schicken Zeitmessers aus der Schweiz nicht mehr der allerbeste.

📌 Die Omega Flightmaster

Speziell für Piloten entwickelt: Die Omega Flightmaster wurde 1969 vorgestellt und war eine der ersten Armbanduhren, die gezielt auf die Bedürfnisse von Berufspiloten zugeschnitten waren. Sie verfügte über eine zusätzliche Stundenanzeige, mit der sich eine zweite Zeitzone ablesen ließ.

Ein außergewöhnliches Design: Die Flightmaster besitzt ein markantes, großes Gehäuse und mehrere farblich gekennzeichnete Drücker und Kronen. Besonders auffällig ist ihre ungewöhnliche Gehäuseform, die unter Uhrensammlern häufig als „UFO-Gehäuse“ bezeichnet wird.

Auch bei Kosmonauten beliebt: Der sowjetische Kosmonaut Alexei Leonow trug eine Omega Flightmaster während der Vorbereitung auf die historische Apollo-Sojus-Mission von 1975. Ob er sie auch während des Raumflugs trug, ist unter Uhrenhistorikern umstritten

Seltene Omega aus NRW bei „Bares für Rares“

So fiel ZDF-Expertin Wendela Horz direkt auf, dass Kronen und Drücker ausgetauscht wurden. Diese waren im Original nämlich in verschiedenen Farben gestaltet, bei dem Modell aus Gescher waren sie nur noch in Metalloptik. Dazu kam, dass sie in ihren 50 Jahren nie überholt wurde. Waren die 300 Euro, die sich der „Bares für Rares“-Kandidat wünschte, dennoch im Bereich des Möglichen?

Ohja. „Ihre Uhr in diesem Zustand wird heute wirklich gesammelt. Es gibt Omega-Sammler und es gibt auch Sammler, die speziell diese Konstruktionen, diese technischen Besonderheiten sammeln. Und auch wenn hier doch einige Wehrmutstropfen vorhanden sind, wird für diese Uhr locker 2.000 bis 2.500 Euro gezahlt“, so Wendela Horz. Eine Top-Expertise.

Leider jedoch machten die Händler da nicht so mit. Einzig Wolfgang Pauritsch gab ein Gebot ab, nachdem er erklärt hatte, dass sein erster Schritt wäre, die Uhr zum Service zu Omega zu senden. Und so wurden es schlussendlich zwar nicht die 2.500 Euro. Dafür aber ging es richtig schnell. Nur 60 Sekunden nach dem Gang in den Händlerraum war die Sache durch. 1.800 Euro zahlte Pauritsch. Immerhin das Sechsfache von Werners Wunschpreis. Und gut angelegt wurde das Geld auch noch. Der Mann aus Gescher hatte noch in der Sendung angekündigt, seiner Frau von dem Geld ein Geschenk zur goldenen Hochzeit kaufen zu wollen.

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