One UI 10: Samsung soll Gratis-Funktionen streichen - Bericht zeigt, was Galaxy-Nutzer erwarten könnte
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One UI 10: Samsung soll Gratis-Funktionen streichen - Bericht zeigt, was Galaxy-Nutzer erwarten könnte
12. Oktober 2026 um 15:45 Uhr
netzwelt.de
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Einem neuen Bericht zufolge soll Samsung bisher kostenlose Software-Funktionen mit One UI 10 hinter Bezahlschranken verstecken. Für Galaxy-Nutzer hätte das drastische Konsequenzen.
Während One UI 9.5 von Samsung wohl gerade erst getestet wird, dürften viele Android-Nutzer schon erwartungsvoll auf das nächste volle Update für Galaxy-Besitzer schauen. Doch ein aktueller Bericht dämpft nun plötzlich die Vorfreude auf One UI 10. Der deutet an, dass Samsung damit erstmals bisher kostenlose Software-Funktionen und KI-Features kostenpflichtig machen und an Paywalls oder Abo-Dienste koppeln könnte. Samsung hat bislang noch nichts bestätigt, doch Galaxy-Nutzer sollten sich auf einen großen Bruch vorbereiten. Wer noch ein altes Galaxy-Smartphone besitzt, könnte je nach Modell auch betroffen sein, sollte aber nicht vorschnell handeln.
Das Gerücht geht zurück auf einen Post des X-Nutzers "phonefuturist", der vom Technikmagazin Sammy Fans aufgegriffen wurde. Demnach soll das Betriebssystem nach über zehn Jahren von Grund auf überarbeitet werden und gewisse Funktionen könnten im Zuge der Änderungen kostenpflichtig werden. Für den Umbau soll Samsung eng mit Google zusammenarbeiten und fortschrittliche KI-Tools tiefer ins System integrieren. Intern sei sogar von einer Neuausrichtung die Rede: Aus One UI soll Galaxy OS werden. Samsung hat sich zu diesen Gerüchten bislang nicht geäußert.
Kostenpflichtige KI-Funktionen
Die Veröffentlichung soll Sammy Fans zufolge an die Galaxy-S28-Serie gebunden sein. Samsungs Benutzeroberfläche würde in diesem Zyklus zehn Jahre alt. Der ideale Zeitpunkt für ein Redesign, wenn Samsung denn tatsächlich eines plant. Für Galaxy-Nutzer beunruhigend ist, dass Samsungs und Googles Zusammenarbeit den Berichten zufolge auch Partnerschaften über bezahlte Drittanbieter-Integrationen umfassen soll. Samsung könnte damit die Tür zu externen Diensten öffnen, für die Galaxy-Nutzer dann je nach Anwendung einen einmaligen Festpreis oder einen Abo-Preis bezahlen müssten.
Galaxy-Nutzer befürchten seit Jahren, dass Samsung einzelne KI-Funktionen kostenpflichtig machen könnte und Android-Nutzer für den vollen Zugriff auf alle Funktionen zusätzlich in die Tasche greifen müssen. Auch Samsung hatte sich zu dem Thema schon geäußert und deutete bei der Einführung von Galaxy AI bereits an, dass gewisse KI-Funktionen ab Ende 2025/2026 kostenpflichtig werden könnten. In jedem Fall dürfte der neue Bericht die Verunsicherung bei den Fans weiter anheizen.
Galaxy-Nutzer müssen erst einmal nichts befürchten
Da One UI 10 aber noch in weiter Ferne ist und Sammy Fans die S28-Reihe als möglichen Startpunkt anführt, ändert sich für aktuelle Galaxy-Smartphone-Nutzer erst einmal nichts. Sollte sich das Gerücht aber bewahrheiten, könnte es im Laufe der Zeit theoretisch auch Modelle von der S24- bis S26-Serie und die A-Reihe treffen, da Samsung für die entsprechenden Modelle eine Update-Garantie von bis zu sieben Jahren gewährt. Üblicherweise gelangen neue One-UI-Versionen zuerst auf neue Samsung-Flaggschiffe und später dann auf ältere und günstigere Modelle. Ob damit dann auch bereits vorher verfügbare KI-Funktionen kostenpflichtig werden, ist abzuwarten.
Smartphone-Markt im Umbruch: Zieht Samsung mit?
Eine solche Strategie würde bei Samsung nicht überraschen, denn allgemein hat der Smartphone-Markt mehr und mehr mit sinkenden Hardware-Verkäufen zu kämpfen und die Vermarktung der Software und vor allem von kostenpflichtigen Software-Abos wird zunehmend wichtiger als Einnahmequelle. Google koppelt Premium-KI-Features bereits an die eigenen Cloud-Tarife und auch Apple-Nutzer brauchen seit Jahren ein kostenpflichtiges Apple-One-Abo, um alle Vorzüge auf ihrem iPhone zu genießen.
Rein wirtschaftlich wäre es für Samsung also eine schlaue Entscheidung, auf diesen Zug aufzuspringen. Damit riskiert man jedoch, den Unmut der Fans auf sich zu ziehen, die sich dann möglicherweise nach Alternativen auf dem Smartphone-Markt umsehen. Gerade in Deutschland hat Samsung als führende Smartphone-Marke viele Fans, von denen viele die Entwicklungen mit Sorge beobachten dürften.
Aktuell wäre es aber noch zu früh, um in Panik zu verfallen. Auch wenn Anzeichen dafür da sind, dass Samsung gewisse Software-Funktionen künftig kostenpflichtig macht, gibt es dazu weder eine Ankündigung noch konkrete Umsetzungspläne. Erste handfeste Informationen zu dem Thema könnte Samsung auf dem kommenden Galaxy Unpacked Event 2027 bekanntgeben, das traditionell im Frühjahr 2027 stattfinden dürfte.