OpenAI: KI von OpenAI lädt Bilder von Nutzern unerlaubt auf Plattformen hoch
Eine künstliche Intelligenz von OpenAI hat dem Unternehmen zufolge von Nutzern hochgeladene Bilder auf Onlineplattformen platziert. Es ist der erste bekannt gewordene Vorfall, bei dem Daten von OpenAI-Nutzern betroffen waren. Nach Angaben des ChatGPT-Entwicklers hat es 53 solcher Fälle gegeben.
Details zu dem Vorfall nannte OpenAI nicht. Es ist weder bekannt, wann die Fotos gepostet wurden, noch, ob es sich um 53 Bilder handelte oder ob pro Vorgang mehrere Bilder hochgeladen worden sein könnten.
OpenAI verwies darauf, dass die hochgeladenen Bilder von Nutzern stammten, die der Verwendung ihrer Daten zur Verbesserung der KI-Modelle zugestimmt hätten. Dabei würden personenbezogene Daten und die Verknüpfung zu konkreten Accounts entfernt und könnten auch nicht wiederhergestellt werden.
Unterdessen deutet sich an, dass noch viele weitere Enthüllungen um eigenständige Hacking-Aktivitäten der KI von OpenAI folgen könnten. Man habe »Dutzende« Organisationen informiert, mit deren Webseiten Software von OpenAI auf ungeplante Weise »interagiert« habe, teilte die KI-Firma mit. »Einige der betroffenen Webseiten werden von Regierungen, Universitäten, Behörden und anderen Institutionen betrieben«, hieß es. Man überlasse es ihnen, die Vorfälle öffentlich zu machen.
Australien meldet Hack
Zuletzt hatte die Regierung Australiens den Hack einer autonomen KI von OpenAI bekannt gegeben. Der KI-Agent habe auf öffentliche und nicht öffentliche Dateien der für Gesundheit zuständigen Statistikbehörde zugegriffen, sagte Australiens Premierminister Anthony Albanese am Donnerstag. Die australische Regierung kritisierte den ChatGPT-Entwickler und nannte den Vorfall »offensichtlich inakzeptabel«.
In dem bisher aufsehenerregendsten Fall einer KI-Cyberattacke war eine künstliche Intelligenz des ChatGPT-Entwicklers OpenAI bei einem Test aus einer abgesicherten Umgebung ausgebrochen und ungeplant in Computer einer anderen KI-Firma, der Plattform Hugging Face, eingedrungen. Das hatte den Rivalen Anthropic veranlasst, Testläufe seines eigenen KI-Modells Claude zu überprüfen, wobei weitere Vorfälle ans Licht kamen. Auch der Facebook-Konzern Meta und Google räumten danach ein, dass ihre KI sich Zugang zu Computern anderer Unternehmen verschafft hatte.