Openda und Greenwood treffen - Lyon trotzt Fenerbahce Remis ab
Lois Openda traf für die Franzosen zur Führung (40.), gleich nach der Pause glich Mason Greenwood (47.) nach einer großartigen Einzelleistung aus. Die Partie in Istanbul begann extrem schleppend. Beide Teams hielten sich hauptsächlich im Mittelfeld auf, Fehlervermeidung statt Mut zur Offensive hieß die Devise. Die Zuschauer im Sükrü Saracoglu sahen in der 10. Minute vom Heimteam zum ersten Mal einen ernsthaften Abschlussversuch:: Vedat Muriqi platzierte seinen Kopfball aus acht Metern Entfernung aber knapp neben dem rechten Pfosten. Harmlose Abschlüsse - dann trifft Openda Bei den Franzosen dauerte es bis zur 23. Minute, ehe mal Zug zum Tor erkennbar wurde. Der Flachschuss von Tanner Tessmann war aber zu lasch und zu zentral, um Fener-Keeper Ederson vor ernsthafte Probleme zu stellen. Ähnlich harmlos war in der 36. Minute der Versuch auf der anderen Seite von Mason Greenwood, der an Dominik Greif scheiterte. Fünf Minuten vor der Pause schlief dann die Abwehr der Türken bei einem Vorstoß von Lyon über die rechte Seite. Der Ex-Münchener Corentin Tolisso zog bis zur Grundlinie durch und flankte dann perfekt zurück an den Fünf-Meter-Raum. Während die Fener-Verteidiger zwei Schritte zurück in Richtung Torlinie machten, ließ sich Openda zurückfallen und hatte dadurch den Freiraum, um zur Führung einzuköpfen. Befreiungsschlag für die Juventus-Leihgabe Für Openda war es ein persönlicher Befreiungsschlag. Seit seinem Wechsel von RB Leipzig zu Juventus Turin vor gut einem Jahr hatte bei ihm nicht mehr viel funktioniert. In der Rückrunde saß er bei den Italienern fast nur noch auf der Bank, Belgiens Nationaltrainer Rudi Garcia strich ihn dann sogar überraschend aus dem Aufgebot für die WM im Sommer. Jetzt soll die Leihe nach Lyon die Karriere des 26-Jährigen wieder beflügeln. Nach der Führung verpasste es Olympique allerdings, den angeschlagenen Gegner weiter unter Druck zu setzen. Deshalb war der Ausgleich kurz nach der Pause nicht unverdient. Kerem Aktürkoglu hatte Greenwood im Mittelfeld bedient, der Engländer tanzte drei Lyon-Verteidiger aus und knallte die Kugel aus zehn Metern unter die Latte - ein Traumtor. Openda scheitert am Pfosten Doch Lyon hatte sofort die Antwort parat. Openda legte sich den Ball am linken Strafraumeck zurecht, zog noch kurz in die Mitte und traf den linken Pfosten. Ederson wäre wohl chancenlos gewesen, er parierte dann aber den Nachschuss von Tolisso, der es mit der Pike vom Elfmeterpunkt aus versuchte. Auch Greif durfte sich gleich danach auszeichnen, er entschäfte einen gefährlichen Kopfball von Muriqui nach einer hervorragenden Linksflanke von Archie Brown. Erstaunlich: Fenerbahce-Coach Ismail Kartal hatte mit Marco Asensio einen viermaligen Champions-League-Sieger und auch schon den von Neapel losgeeisten Romelu Lukaku auf der Ersatzbank- doch die durften sich nur ewig lang warmlaufen. Marco Asensio kam dann immerhin in der 72. Minute, mit ihm betrat aber nicht Lukaku, sondern Dorgeles Nene das Feld - und scheiterte kurz danach mit einem satten Linksschuss am Pfosten. Lukaku feiert spätes Debüt Acht Minuten vor Schluss durfte dann aber auch Lukaku ran, der belgische WM-Stürmer kam für Muriqi und feierte seinen Einstand im Fener-Trikot. Sportlich gab es allerdings für ihn an diesem Abend nichts mehr zu feiern. Lyon verteidigte das Remis sehr stabil und hat nun für das Rückspiel am 26. August mit dem Heimvorteil alle Chancen, die Königsklasse klarzumachen.