Operation in den Vatikan zurückgekehrt
Gerade einmal vier Tage nach seiner Lungenkrebs-Operation hat Papst Leo XIV. das Krankenhaus verlassen. Unter dem Beifall von Krankenhausmitarbeitern ging Leo freundlich grüßend Richtung Ausgang, wie auf Bildern zu sehen war. Äußerlich war ihm die anstrengende Operation vom vergangenen Dienstag nicht anzusehen. Vor der Agostino Gemelli Klinik in Rom stand das Oberhaupt der katholischen Kirche noch kurz mit Gläubigen zusammen, die ihm kleine, selbstgemachte Geschenke überreichten.
An diesem Sonntag will der Papst schon wieder das traditionelle Angelus-Gebet vom Fenster der päpstlichen Wohnung aus sprechen. Bei dieser Gelegenheit hatte er vergangenen Sonntag vor Zehntausenden Gläubigen auf dem Petersplatz überraschend bekannt gemacht, dass bei ihm ein »Knoten in der Lunge« entdeckt worden sei, der sich im Anfangsstadium befinde.
Den gut sieben Kilometer langen Weg von der Klinik bis zu seiner Wohnung im Vatikan legte das Oberhaupt der katholischen Kirche am Samstag in einer der offiziellen Limousinen des Vatikans zurück. Leo war nach Angaben der Ärzte bei einer Operation am vergangenen Dienstag der untere Lappen seines rechten Lungenflügels entfernt worden, in dem sich der Tumor befand.
Weitere Angaben machten die Ärzte bisher nicht. Damit bleibt unbekannt, ob der Papst nach dem 90-minütigen Eingriff nun krebsfrei ist. Bei dem entfernten Knoten handelte es sich um ein sogenanntes Lungenadenokarzinom. Experten zufolge ist dies die häufigste Form von Lungenkrebs. Der Papst war beim Verlassen der Klinik von Chirurg Stefano Margaritora begleitet worden.