Operation Polyfemos öffnete ukrainischen Drohnen den Weg nach Moskau
Die ukrainischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben eine Operation mit dem Namen „Polyfemos“ durchgeführt. Dabei sollen gezielt russische Radarstellungen in der Region Brjansk angegriffen worden sein. Laut „Verkkouutiset“ habe dies die Wirksamkeit weitreichender Drohnenangriffe auf Ziele tief im russischen Staatsgebiet erhöht. Durch die Ausschaltung mehrerer Radarsysteme sollen Lücken in der russischen Luftüberwachung entstanden sein. Diese Lücken hätten laut dem Bericht nach ukrainischer Sichtweise unter anderem Angriffe in Richtung der Regionen rund um Moskau und St. Petersburg erleichtert. Angriffe auf Radarketten in Brjansk Laut dem Bericht richtete sich die Operation gegen eine Reihe von Radar- und Überwachungssystemen in der Region Brjansk, die für die Frühwarnung in Richtung der russischen Hauptstadt eine wichtige Rolle spielen. Die dort stationierten Einheiten sollen Teil eines mehrschichtigen Luftabwehrnetzes sein, das den Luftraum frühzeitig überwacht und Ziele identifiziert. Durch die gezielten Angriffe seien mehrere dieser Sensoren ausgefallen oder beschädigt worden. Ukrainische Einheiten sprechen in diesem Zusammenhang davon, dass der Luftraum für nachfolgende Drohnenflüge weniger gut überwacht gewesen sei. Nach Angaben der ukrainischen Drohneneinheiten, die von „Defense Express“ aufgegriffen wurden, hat die Schwächung der Radarabdeckung die Effektivität von Langstrecken-Drohnen verbessert. Dadurch seien in jüngster Zeit auch Ziele in größerer Entfernung wie in der Region um Moskau sowie im Raum St. Petersburg erreicht worden. Strategische Bedeutung der Luftüberwachung Im ukrainischen Militär wird die Operation als Teil einer breiteren Strategie beschrieben, die auf die systematische Störung gegnerischer Luftaufklärung abzielt. Laut einer Stellungnahme eines ukrainischen Drohnenverbands auf Telegram liegt der Schwerpunkt auf der Schwächung von Radar- und Koordinationsstrukturen.