DAX -0,18 % 25.418,58 Pkt 12:00:12 MDAX -1,19 % 32.010,93 Pkt 12:00:12 Euro Stoxx 50 +0,43 % 6.275,71 Pkt 12:00:00 Dow Jones -1,18 % 51.594,14 Pkt 23:12:38 S&P 500 -1,31 % 7.316,15 Pkt 23:12:40 Nasdaq -1,96 % 24.442,94 Pkt 23:15:59 Nikkei +0,71 % 61.867,43 Pkt 08:45:03 Gold +2,20 % 4.123,30 USD 12:05:05 Silber +0,25 % 58,01 USD 12:05:09 Brent +0,74 % 91,41 USD 12:03:56 WTI +0,07 % 84,52 USD 12:05:07 Bitcoin +0,90 % 64.485,89 USD 12:15:07 EUR/USD +0,76 % 1,14730 USD 12:14:22 EUR/GBP 0,00 % 0,85690 GBP 12:15:12 EUR/CHF 0,00 % 0,93300 CHF 12:15:12 EUR/JPY +0,21 % 186,967 JPY 12:15:12

Optischer Umbau steht bevor: Microsoft will altes Design in Windows 11 abschaffen

Technologie

Microsoft soll einen grundlegenden Umbau der Benutzeroberfläche von Windows 11 planen. Immer mehr Bestandteile des Betriebssystems sollen auf das moderne Native-UI-Framework WinUI umgestellt werden. Langfristig will Microsoft damit veraltete Oberflächenelemente ersetzen und Windows optisch wie technisch vereinheitlichen. Die Oberfläche von Windows 11 – ein Flickenteppich Seit seiner Veröffentlichung wirkt die Oberfläche von Windows 11 auf viele Nutzer uneinheitlich. Gemeint ist dabei nicht einmal die seit Jahren kritisierte parallele Existenz von Systemsteuerung und PC-Einstellungen. Auch unter Windows 11 stehen moderne Fluent-Design-Komponenten häufig unmittelbar neben Dialogen, deren Ursprung teilweise noch bis in die Zeit von Windows 95 zurückreicht. Auf Win32 folgten im Laufe der Jahre unter anderem MFC, Windows Forms, WPF, Silverlight, UWP und schließlich WinUI. Parallel dazu erhielten Windows-Nutzer immer weniger Möglichkeiten, das Erscheinungsbild des Systems nach ihren eigenen Vorstellungen anzupassen. Nicht wenige Entwickler sollen durch die vielen Änderungen und den daraus entstandenen Wildwuchs das Vertrauen verloren haben, langfristig auf Microsofts jeweilige Plattform zu setzen. Dies gilt als einer der Gründe, weshalb zahlreiche bekannte und weit verbreitete Anwendungen wie WhatsApp inzwischen als Web-Wrapper statt als vollständig native Windows-Anwendungen entwickelt werden. Andere Kritiker sehen den stetigen Wechsel der Technologien als Ursache für den hohen Speicherverbrauch vieler Anwendungen. WinUI 3 soll die Änderungen bringen Laut einem Bericht von Windows Latest verfolgt Microsoft inzwischen das Ziel eines einheitlichen Erscheinungsbilds von Windows 11 und plant dafür einen umfassenden Umbau der Benutzeroberfläche. Im Zuge dessen sollen zahlreiche Altlasten früherer Windows-Versionen beseitigt werden. Einen ersten Ausblick liefert das kürzlich aufgetauchte, neu gestaltete Eigenschaften-Fenster des Datei-Explorers. Dieses basiert nicht auf WebView2, sondern vollständig auf nativen WinUI-Elementen. Dazu zählen unter anderem die Pivot-Tab-Leiste sowie moderne Fluent-Steuerelemente wie AccentButtonStyle, die im klassischen Win32-Dialog nicht vorhanden sind. Dass es sich hierbei um eine vollständige Neuentwicklung auf Basis von WinUI handelt, wurde laut dem Artikel inzwischen auch von March Rogers, Partner Director of Design bei Microsoft, bestätigt. Von der Umstellung ist jedoch nicht nur das Eigenschaften-Fenster betroffen. So soll bereits der Datei-Kopierdialog vollständig auf WinUI portiert worden sein, während der allgemeine Datei-Öffnen-Dialog in Kürze folgen soll. Ebenfalls auf der Modernisierungsliste steht der Dialog zum Wechsel auf ein lokales Benutzerkonto, der bislang noch Hinweise auf die seit Windows 8 nicht mehr existierende Charms-Leiste enthält. Bereits auf WinUI umgestellt wurde außerdem der Ausführen-Dialog. Hier zeigen sich die Änderungen auch bei der Startgeschwindigkeit, die laut den Entwicklern durch die Portierung von zuvor 103 Millisekunden auf nunmehr 94 Millisekunden reduziert werden konnte. Microsoft will damit zugleich zeigen, dass eine vollständige Neuentwicklung nicht zwangsläufig wie bisher oftmals mit Leistungseinbußen verbunden sein muss. Startmenü als Endgegner Als größte Herausforderung gilt jedoch das Startmenü, das Microsoft derzeit neu entwickeln soll. Dabei sollen die bislang eingesetzten React-Native-Komponenten durch WinUI ersetzt werden. Die Einführung verzögert sich allerdings, weil WinUI selbst noch Optimierungsbedarf aufweist – unter anderem bei der Speicherverwaltung sowie bei einer engeren Integration in den Windows-System-Compositor, um Leistung und Effizienz weiter zu steigern. Aktuell können WinUI-Anwendungen zudem beim Vergrößern oder Verkleinern von Fenstern noch sichtbare Darstellungsfehler verursachen. Microsoft könnte es sogar einmal ernst meinen Die genannten Beispiele sprechen dafür, dass Microsoft es dieses Mal mit der Modernisierung der Benutzeroberfläche ernst meinen könnte. Bereits auf der hauseigenen Entwicklerkonferenz Build 2026 erklärte Chris Anderson, dass keine weitere UI-Plattform geplant sei. Zudem soll bei dem aktuell verwendeten Framework künftig die Versionsnummer entfallen, sodass aus „WinUI 3“ künftig schlicht „WinUI“ wird. Damit soll auch der Eindruck vermieden werden, bereits den Wechsel zu einer weiteren Framework-Generation vorzubereiten.

← Zurück zu News

Bereit für Ihre kostenlose E-Mail?

512 MB Speicher, modernes Webmail und ein News-Portal — kostenlos starten.

Jetzt kostenlos registrieren