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Ortsverband rechnet in Brandbrief mit Merz ab und droht mit Austritt

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„Grenze erreicht“: CDU-Ortsverband rechnet in Brandbrief mit Merz ab und droht mit Austritt

Von: Christoph Gschoßmann

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Ein Ortsverband aus einer CDU-Hochburg in Brandenburg stellt der Parteiführung ein Ultimatum – doch ein Detail am Facebook-Post sorgt für Fragen.

München – Aus einer CDU-Hochburg südlich von Berlin kommt scharfe Kritik an der eigenen Parteiführung. 33 Mitglieder der CDU Großbeeren im brandenburgischen Landkreis Teltow-Fläming haben am 9. September 2026 auf Facebook einen Offenen Brief an Bundeskanzler und CDU-Chef Friedrich Merz veröffentlicht. Unterzeichnet haben ihn Ortsvorsitzender Adrian Hepp, Bürgermeister Martin Wonneberger sowie weitere Gemeindevertreter und einfache Mitglieder. Der Beitrag trägt das Facebook-Label „KI-Inhalt“ – wie der Text entstanden ist, bleibt offen.

Auslöser ist das Ergebnis der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: Die AfD holte dort 43,8 Prozent und hat ihr Ergebnis von 2021 damit mehr als verdoppelt. Die CDU stürzte um fast 20 Prozentpunkte auf 17,2 Prozent ab – was Merz selbst als „schwerste Wahlniederlage der CDU seit Jahrzehnten“ bezeichnete. Für die Großbeerener ist das kein Zufall: „Wir verlieren Wähler nicht deshalb, weil diese Menschen plötzlich radikal geworden sind“, heißt es im Brief. Viele hätten schlicht das Vertrauen verloren, dass die etablierte Politik ihre Probleme noch lösen kann.

CDU-Basis fordert: Merz muss Kurs bei Migration und Wirtschaft korrigieren

Die Unterzeichner werfen der Parteiführung vor, zentrale Wahlversprechen nicht einzulösen – von Wirtschaftsreformen über bezahlbare Energie bis hin zu einer konsequenteren Migrationspolitik. An der kommunalen Basis spürten sie täglich die Lücke zwischen Berliner Ankündigungen und der Lebensrealität der Bürger. „Herr Merz, jetzt ist Führung gefragt!“, lautet ihr Appell.

Im Brief ziehen die Unterzeichner auch eine persönliche rote Linie: Sollte die CDU in Sachsen-Anhalt eine Regierung bilden, die faktisch auf Stimmen oder Duldung der Linken angewiesen ist, wollen sie ihre Parteimitgliedschaft ernsthaft infrage stellen.

Die Sorge ist nicht aus der Luft gegriffen: Laut FAZ streitet die CDU intern bereits über genau diese Frage – denn eine Regierungsbildung gegen die AfD ist in Sachsen-Anhalt rechnerisch nur möglich, wenn alle anderen Parteien zusammenarbeiten, also auch CDU und Linke. Das aber hat die CDU per Parteitagsbeschluss ausgeschlossen. Auch die erneute politische Aufwertung von Jens Spahn – vor dem Hintergrund der umstrittenen Maskenbeschaffung in der Corona-Pandemie – kritisieren die Unterzeichner als falsches Signal an Basis und Wähler.

Kein Rücktritt gefordert – aber ein letztes Angebot an Merz

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