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Osnabrück kämpft tapfer - FC Bayern siegt aber deutlich

Sport

Robin Meißner erzielte am Mittwochabend ein wunderschönes und viel umjubeltes Führungstor für den VfL (5. Minute), Harry Kane gelang der Ausgleich (18.), Tom Bischof drehte die Partie (24.), Michael Olise sorgte für die Entscheidung (73.), Kane stellte per Foulelfmeter den Endstand her (86.).

Osnabrücks Trainer Schultz: "Wir haben einen überragenden Start"

"Wir wussten, dass Osnabrück echt guten Fußball spielt, das haben sie heute bewiesen. Sie haben gut hinten raus gespielt und sind dann mit einem brutalen Tor, anders kann man das nicht sagen, gut reingekommen. Dann kommt das Stadion mit, aber wir sind ruhig geblieben und haben das Spiel unter Kontrolle gehabt", meinte Torschütze Bischof am Sportschau-Mikrofon.

VfL-Trainer Timo Schultz sagte: "Grundsätzlich bin ich zufrieden mit der Mannschaft. Wenn du an so einem Tag tatsächlich weiterkommen willst, dann muss alles zusammenkommen. Wir haben einen überragenden Start ins Spiel, dass Bayern uns dann hinten rein drückt und Chancen hat ist normal. Am Ende, das ist klar, ist das natürlich ein verdienter Sieg."

Meißners Traumtor verzückt Osnabrück

Anstelle von Dayot Upamecano, Konrad Laimer, Alphonso Davies und Aleksandar Pavlovic, die alle beim Bundesliga-Auftaktsieg gegen Stuttgart starten durften, stellte Vincent Kompany Josip Stanisic, Jonathan Tah, Tom Bischof und Ismael Saibari von Beginn an auf. Im Tor durfte wie erwartet Jonas Urbig weiter Pflichtspiel-Erfahrung sammeln.

Und der in der Startelf gerückte Tah sah nach gut vier Minuten im Zweikampf nach einem hohen Ball direkt auch mal nicht wirklich glücklich aus und fiel gegen den heranstürmenden Meißner auf den Rasen. Auch Tahs Nebenmann Min-jae Kim ging gegen den Osnabrücker direkt im Anschluss nicht konsequent genug in den Zweikampf - und der nagelte die aus der Luft herabfallende Kugel aus 30 Metern unhaltbar rechts oben in den Torwinkel.

Ein Wahnsinns-Tor, das an der Bremer Brücke natürlich frenetisch bejubelt wurde. Das Publikum feierte nun jede halbwegs gelungene Aktion wie einen Siegtreffer - und die Bayern mussten sich erst einmal kurz schütteln.

Kane und Bischof schnörkellos - Partie gedreht

Doch statt einer Antwort der Münchner visierte zunächst auf der anderen Seite Osnabrücks Ismael Badjie in der 14. Minute nach einem beherzten Dribbling von links nach innen erneut das obere rechte Eck von Urbigs Tor an, verzog aber ein gutes Stück.

Es dauerte bis in die 18. Minute bis zur ersten wirklichen Chance der Bayern – aber die führte eben direkt auch zum 1:1: Joshua Kimmich spielte einen langen Chip-Ball zentral in den Strafraum, Robin Fabinski wollte per Kopf klären, beförderte den Ball aber direkt vor die Füße von Kane, der keine Mühe hatte, aus kurzer Distanz zu vollstrecken.

Außenseiter Osnabrück trotz Ausgleich selbstbewusst

Doch der Außenseiter blieb trotz des Rückschlags zunächst selbstbewusst und die Gäste wirkten nicht in jeder Defensivaktion sattelfest: Meißner prüfte nach einem verlorenen Kopfballduell Nathaniel Browns, der diesmal auch wirklich links hinten und nicht auf der Zehnerposition aufgeboten war, rechts im bayerischen Sechzehner Urbig mit einem Flachschuss (21.).

Vor dem 1:2 wurde den Osnabrückern aber ihr Selbstvertrauen zum Verhängnis: Badjie verlor links bei einem etwas zu wagemutigen Antritt den Ball, die Münchner schalteten blitzschnell um, Luis Diaz scheiterte noch am stark reagierenden Jonas Krumrey, bei Bischofs Abstauber war der Keeper aber machtlos.

Die Bayern hatten die Begegnung jetzt besser im Griff, aber weil der Zweitligist extrem präsent verteidigte und Krumrey einen Olise-Flachschuss entschärfte (45.+1) blieb es bis zur Pause beim 1:2.

Osnabrück nur noch selten gefährlich

Der zweite Durchgang begann so, wie der erste aufgehört hatte: Mit dem Rekordmeister, der den Ball kontrollierte und geduldig die Lücke für die Vorentscheidung im Verbund der diszipliniert verteidigenden Osnabrücker suchte. Der VfL probierte es wie schon beim 1:0 weiter mit langen Bällen und schnellen Umschaltmomenten, doch darauf waren die Münchner mittlerweile deutlich besser eingestellt.

Nachdem die Bayern, wie zum Beispiel Saibari nach einer Stunde gegen Krumrey, die ein oder andere Chance liegen gelassen hatten, bekamen die Lila-Weißen noch einmal ein bisschen Oberwasser. Allerdings nur auf den Rängen, Urbig musste nur ab und an mit dem Fuß ein bisschen mitspielen, seinem Kerngeschäft aber kaum einmal nachgehen.

Bayern braucht Geduld, Glück und Olise zur Entscheidung

Als der eingewechselte Lennart Karl in der 73. Minute im Gegenpressing einen Pass abfing und gedankenschnell Olise bediente, war die Partie entschieden: Der Franzose hatte Glück, dass Schiedsrichter Richard Hempel nicht auf Handspiel entschied.

Die Kugel war vom Bein seines Gegenspielers an Olises Ellbogen gesprungen. Er machte es danach aber mit einem Lupfer gegen Krumrey hervorragend. Nach einem Foul von Jannik Müller an Pavlovic durfte Kane in der Schlussphase schließlich noch per Elfmeter auf ein am Ende dann doch standesgemäßes 4:1 stellen.

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