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Ostsee: 4,70 Meter lang und 500 Kilogramm schwer - Riesenhai entdeckt

Welt

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Der Fund eines toten Riesenhais an der dänischen Ostseeküste beschäftigt Wissenschaftler. Das fünf Meter lange Tier war zuvor mehrere Tage lang in flachen Küstengewässern vor Ålbæk in Dänemark beobachtet worden, ehe es tot am Strand entdeckt wurde. Warum das Tier starb, ist auch jetzt nach ersten gründlichen Untersuchungen weiterhin unklar.

Am maritimen Museum Nordsøen Oceanarium wurde der seltene Fund von Forschern und Biologen mehrerer dänischer Einrichtungen untersucht. Darunter waren das Staatliche Naturhistorische Museum, das Kattegatcenter und das Museum Sønderjylland. Die mehrstündige Sektion wurde am Mittwoch sogar per Livestream übertragen und konnte auch vor Ort von Besuchern verfolgt werden.

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Riesenhaie leben eigentlich im Nordatlantik, etwa vor den Küsten Großbritanniens, Irlands, Norwegens und Islands, wo sie auf der Suche nach Plankton weite Wanderungen unternehmen.

Das frisst ein Riesenhai

Nach Angaben der beteiligten Wissenschaftler fanden sich weder schwere Verletzungen noch Hinweise auf Verhungern. Im Gegenteil: Im Magen des Tieres wurden frische Nahrungsreste entdeckt. Auch die festgestellten Parasiten gelten bislang nicht als eine wahrscheinliche Todesursache.

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Weitere Untersuchungen, darunter CT-Aufnahmen sowie Analysen von Gewebe, Gehirn und Wirbelsäule, sollen nun klären, woran der Hai starb. Darüber berichtete die „Bild“ unter Berufung auf die beteiligten Wissenschaftler.

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Der Riesenhai war nach Angaben des Nordsøen Oceanariums genau 4,70 Meter lang, wog rund 500 Kilogramm und dürfte zwischen 10 und 15 Jahre alt gewesen sein. Riesenhaie können eine Länge von bis zu zehn Metern erreichen, also sogar noch einmal doppelt so groß werden. Die Tiere ernähren sich von Plankton. Für Menschen sind sie ungefährlich. Schätzungen gehen heute davon aus, dass Riesenhaie mindestens 50 Jahre alt werden können.

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Sichtungen dieser seltenen Art sind in dänischen Gewässern außergewöhnlich. Seit dem Jahr 2000 wurden dort nach Angaben von Forschern lediglich rund zehn Nachweise von Riesenhaien registriert. Warum einzelne Tiere immer wieder bis in die Ostsee gelangen, ist bislang nicht abschließend geklärt. Nicht weit entfernt, auf der dänischen Insel Anholt, wurde im Mai 2026 der tote Buckelwal entdeckt, der zuvor aufwendig gerettet worden war.

coh

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