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Ostsee: Mensch stirbt an Vibrionen

Nation

In Berlin ist eine Person an einer Vibrionen-Infektion gestorben. Der Mensch hielt sich den Angaben zufolge an der Ostsee in Mecklenburg-Vorpommern auf. Es handelt sich nach Angaben des Berliner Landesamtes für Gesundheit und Soziales (Lageso) um den ersten von der Behörde registrierten entsprechenden Todesfall seit 2023. Für die Zeit davor lägen keine Daten vor. Zuvor hatte die »B.Z.« berichtet. Insgesamt verzeichnet das Lageso in seinem jüngsten Wochenbericht zu Infektionskrankheiten in diesem Jahr bereits drei Fälle von Vibrionen-Infektionen. Auch in einem anderen dieser Fälle hielt sich die betroffene Person demnach vor Beginn der Erkrankung in Mecklenburg-Vorpommern auf, im Landkreis Vorpommern-Greifswald. Die Behörde geht davon aus, dass sich die Erkrankungen vermutlich nach Wund- oder Hautkontakt mit Meer- beziehungsweise Brackwasser entwickelt haben . Bei allen drei Betroffenen lag den Angaben zufolge eine Wundinfektion vor, die sich in zwei Fällen zu einem septischen Krankheitsbild entwickelt habe, in einem Fall mit tödlichem Verlauf. In diesem Fall wird als Datum für den Erkrankungsbeginn der 22. Juni und als Todesdatum der 13. Juli angegeben. Die Behörde machte aus Datenschutzgründen keine Angaben zum Geschlecht. Alle Betroffenen seien aber über 75 Jahre alt und zählten somit zur Risikogruppe. Dazu zählten insbesondere ältere und immungeschwächte Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen, etwa Diabetes, Leber- oder schweren Herzerkrankungen. Gefährdet seien vor allem Menschen mit offenen Wunden. Vibrionen sind natürlicherweise in Süß-, Brack- und Salzwasser vorkommende Bakterien. Mit sommerlicher Hitze steigt das Risiko für Vibrionen-Infektionen an Nord- und Ostsee. Bei Wassertemperaturen über 20 Grad können sich nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) Vibrionen in Oberflächengewässern stark vermehren.

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