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Oura-Ring: Sammelklage wegen angeblich ungenauer Schlafphasen-Daten

Wirtschaft

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San Francisco – Der Oura-Ring verspricht besseren Schlaf – doch eine Sammelklage in den USA wirft dem Hersteller jetzt vor, Kunden über die Genauigkeit der Schlafphasen-Erfassung getäuscht zu haben. Der schwere Vorwurf: Die Zuverlässigkeit des Rings sei nicht besser als ein Münzwurf. Ein am Finger getragener Ring könne keine Gehirnwellen messen, argumentieren die Kläger. Stattdessen nutze das Unternehmen KI-Modelle. Deren fehleranfällige Ergebnisse würden Verbrauchern mit Schlafproblemen als verlässliche Wissenschaft verkauft. Das berichtet „The Verge“. Auch in Deutschland ist der Ring erhältlich und kostet in der aktuellen Premium-Version 529 Euro.

Oura hat auf die Klage mit einer Gegendarstellung reagiert. Das Unternehmen bezeichnet die Vorwürfe als „haltlos“ und verweist auf diverse Studien, sowie „Teams aus mehr als 50 Medizinern und Wissenschaftlern, die sicherstellen, dass Oura auf einer soliden wissenschaftlichen Basis steht“. Der Hersteller geht in einem Statement detailliert auf die Vorwürfe ein und verteidigt seine Methode: Oura erfasse gleichzeitig verschiedene physiologische Signale wie Herzfrequenz, Bewegung und Körpertemperatur, um zu bestimmen, wann eine Person einschlafe und in welcher Schlafphase sie sich befinde.

Kläger zweifeln an Ring-Methode

Die Kläger bezweifeln jedoch, dass die Sensoren des Rings in der Lage sind, komplexe physiologische Daten präzise zu erfassen. Die Anklage kritisiert die Auswertung der Schlafphasen als Schätzungen, die auf künstlicher Intelligenz basieren. Die Sammelklage, eingereicht in San Francisco, fordert eine Jury-Verhandlung.

Ob die Werbeversprechen des Rings falsch sind – damit müssen sich die Gerichte in den USA jetzt beschäftigen.

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